Dresden.


68 Antworten auf “Dresden.”


  1. 1 tschilli. 05. Januar 2008 um 1:13 Uhr

    Sag ma hast du mich übersehen oder womit verdiene ich meinen Platz in deiner Blogroll?

  2. 2 Angeschiss 05. Januar 2008 um 1:56 Uhr

    das antisemitische gekeife von seiten antiimperialismus geht mir ja auch auf die nerven, aber das antideutsche „du täter – wir opfer“-gedruckse nervt auch ganz schön.

    wenn die antideutschen also rundumschläge gegen die bevölkerung dresdens macht, macht sie den einfachen fehler der differenzierung zwischen dargestelltem „volk“ und den menschen, welche teilweise auch gegen ihren willen in dieses „volk“ gepresst wurden. die leute von „venceremos“ machen zwar hübsche haudrauf-banner, mit vernünftiger kritik hat dies aber bestimmt nix zu tun.

    -->> oder hast du den banner aus (berechtigter) belustigung über einen haufen irrer hier reingestellt?

  3. 3 Wendy 05. Januar 2008 um 2:21 Uhr

    Anschiss, da hast du Recht, aber der Nazi-Aufmarsch ist trotzdem jedes Mal ne Riesensause. ;-)

    Tschillibloeg: Ich verlinke tschilli.blogsport.de und nicht dich.

  4. 4 narodnik 05. Januar 2008 um 7:46 Uhr

    Als ob das Dresden-Bombardement irgendwie antifaschistisch war, geschweige denn den Krieg verkürzt hätte.

  5. 5 subwave 05. Januar 2008 um 13:19 Uhr

    vielleicht hat es den krieg verkürzt, ihn verlängert hat es bestimmt nicht. man muss die diese angriffe befehligenden offiziere der raf nicht als helden abfeiern, der angriff als solcher war und bleibt, ohne zweifel, eine großartige tat, wie auch die flächenbombardements im rest des reiches. die bevölkerung, oder wie du narodnik sagen würdest: das volk, hatte es durch ihr verhalten in den vergangenen jahren nicht anders verdient. und dazu muss man nicht goldhagen abfeiern, dazu reicht auch die lektüre anderer, weitaus differenzierterer bücher zum thema.

  6. 6 Wendy 05. Januar 2008 um 15:55 Uhr

    subwave: Also das die Bombardierungen Kriegsverbrechen waren, das bestreiten auch englische Wissenschaftler und Militärs nicht. Darauf, die Zivilbevölkerung nicht zu treffen, wurde nämlich und da sind wir uns alle einig, nicht geachtet. Andererseits ist Krieg ja immer eine recht unangenehme Sache und die Geißelung „Kriegsverbrechen“ ist ja auch eine kritisch zu hinterfragende. Für einen „sauberen“, „gerechten“ am Ende vielleicht sogar „friedlichen“ Krieg einzutreten, ist ja schon ein ziemlicher Irrsinn. Solche Flächenbombardements, welche zu allem Hohn auch noch damit legitimiert werden, dass die Nazis es ja genauso gemacht hätten, sind auf jeden Fall kacke.

    Da die, sich empörenden, Verurteilungen dieser Kriegsakte jedoch alle aus einer reaktionären Ecke kommen, gilt es diese genauso zurückzuweisen, wie „Bomber Harris“-Sprüche u.ä.

    Die Angriffe sind ebensowenig, wie die Offiziere abzufeiern.

  7. 7 tschilli. 05. Januar 2008 um 16:06 Uhr

    puuhhh ich dachte schon ich hab was falsch gemacht.

  8. 8 Trashboy 05. Januar 2008 um 16:12 Uhr

    vielleicht hat es den krieg verkürzt, ihn verlängert hat es bestimmt nicht. man muss die diese angriffe befehligenden offiziere der Fatah nicht als helden abfeiern, der angriff als solcher war und bleibt, ohne zweifel, eine großartige tat, wie auch die suicide bombings im rest des reiches. die bevölkerung israels oder das (auserwählte) volk hatte es durch ihr verhalten in den vergangenen jahren nicht anders verdient.

  9. 9 Wendy 05. Januar 2008 um 16:12 Uhr

    Haste auch. Rate mal. warum du nicht drinstehst ;-) .

  10. 10 cannon fodder 05. Januar 2008 um 16:17 Uhr

    @narodnik

    Haben denn die Alliierten nicht gegen Hitlerdeutschland gekämpft? Die Luftangriffe der RAF waren doch gerade das Ergebnis eines bestimmten Kriegskonzeptes (das Abschlachten von Zivilisten und die Zerstörung von Infrastruktur sind eben sehr effektiv). Mir scheint, dass du dem Wort „antifaschistisch“ eine positive Bedeutung verleihst, die ihm nicht zukommt. „Antifaschistisch“ heißt Bekämpfung des Faschismus, mehr nicht.

    PS: Die Verwüstung des Hinterlandes des Feindes hat den Krieg nicht verkürzt? Bist du dir sicher?

    @subwave

    …die bevölkerung … hatte es durch ihr verhalten in den vergangenen jahren nicht anders verdient.

    Welche „differenzierten“ Bücher muss man denn eigentlich lesen, um zu solchen menschenverachtenden Ansichten zu kommen?

  11. 11 Trashboy 05. Januar 2008 um 16:26 Uhr

    Als ob das Dresden-Bombardement irgendwie antifaschistisch war, geschweige denn den Krieg verkürzt hätte.

    Na super: Wären die Bombardements antifaschistisch gewesen, hätte diese Massenschlachterei ja Sinn gemacht. Man, du bist genau so ein zynisches Arschloch wie subwave. Ihr kennt nur „heulen für die Opfer“ oder Abfeiern für die Alliierten. Dass man weder Freund der Opfer, noch der der Angreifenden sein und sich Begriff von dem Gegensatz Deutschlands und den Westmächten machen kann, dafür seid ihr alle offenbar zu blöde.

  12. 12 Trashboy 05. Januar 2008 um 16:40 Uhr

    Welche “differenzierten” Bücher muss man denn eigentlich lesen, um zu solchen menschenverachtenden Ansichten zu kommen?

    Aufpassen, cannon fodder! Nach subwaves SUPERINTELLIGENZLOGIK machst du dich grad wieder zum Freund der Täter, weil du für sie heulst, statt mit geschwollener Brust zu rufen „Bomber Harris…“ usw.

    Der Witz an:

    der angriff als solcher war und bleibt, ohne zweifel, eine großartige tat, wie auch die flächenbombardements im rest des reiches. die bevölkerung, oder wie du narodnik sagen würdest: das volk, hatte es durch ihr verhalten in den vergangenen jahren nicht anders verdient.

    ist folgender: mittlerweile hat es Deutschland ganz ohne Weltkrieg und Judenvergasen geschafft, Weltmacht zu werden. Das geht natürlich klar, da ruft man nicht nach einem Bombardement. Schon gar nicht auf Göttingen und schon gar nicht da, wo antideutsche Zivilisten wie diese Blödbacke subwave wohnen…

  13. 13 cannon fodder 05. Januar 2008 um 16:42 Uhr

    @trashboy

    „Na super: Wären die Bombardements antifaschistisch gewesen, hätte diese Massenschlachterei ja Sinn gemacht. Man, du bist genau so ein zynisches Arschloch wie subwave.“

    SO EIN SCHEISS! Du drehst ja narodnik das Wort im Munde herum. Schließlich ging es ihm genau darum, den Antifaschismus aus der militaristischen Logik zu befreien (daher die Distanzierung). Das, dass leider nicht klappt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

  14. 14 Trashboy 05. Januar 2008 um 16:56 Uhr

    Den Antifaschismus kann keiner aus der militaristischen Logik befreien.

    A) weil’s nicht geht, denn wie du selber sagst, ist Antifaschismus die Gegnerschaft zum Faschismus und solange letzterer seine Ziele mit Gewalt umsetzt, muss ein Antifaschist das genau so machen

    B) ist mir das auch egal, ob Antifaschismus nun militärisch oder nicht passiert, ich hab mit Antifaschismus nichts am Hut. Vielmehr halte ich ihn für einen sachlichen Fehler, weil diese Ideologie mit einem Vorurteil auf die Welt losgeht: Nämlich alles nach dem moralischen Urteil Faschismus=böse vorzusortieren! Das stellt sich somit zur Welt erst dann kritisch, wenn’s Faschismus gibt und sonst gar nicht. Und das ganze wird richtig wahnsinnig, wenn wenig Faschismus existiert. Dann konstruiert man sich noch welchen zusammen, wie etwas beim demokratischen Iran, der dann zum Mullah-Faschismus wird, Wahlen stattfinden und die jüdische Minderheit sogar Pflichtsitze kriegt! Antifaschisten halt.

  15. 15 cannon fodder 05. Januar 2008 um 17:09 Uhr

    „… mittlerweile hat es Deutschland ganz ohne Weltkrieg und Judenvergasen geschafft, Weltmacht zu werden. Das geht natürlich klar, da ruft man nicht nach einem Bombardement.“

    Ja, soll man denn da rufen?

    Sorry trashboy, das ist mir alles zu krude. Offenbar bin ich da auch zu blöde und muss mir erst einen Begriff machen.

  16. 16 Trashboy 05. Januar 2008 um 17:53 Uhr

    Ja, soll man denn da rufen?

    Konsequenterweise müsste ein echter Antideutscher das, denn es ist ja immerhin Deutschland, dass da wieder am Weltmachteln ist…aber das ist denen gleichgültig, da können Leute in Armut leben und draußen schießt die Bundeswehr ein paar Taliban um; solange keine Judenvergasung ansteht, geht das i.O. – da braucht es keinen Bomber Harris mehr (schon gar nicht auf die Stadt, in der man lebt!)

  17. 17 narodnik 05. Januar 2008 um 18:04 Uhr

    @ subwave

    Du bist einfach nur noch autoritär. Aber Hauptsache man weiß sich auf der guten Seite. Da sind ein paar Brandbomben auf das ewige Tätervolk schon okay.

    So kann man sich das völkische Geblubbere vom deutschen Wesen auch von links her zurechtlegen. Geschichtspolitik für Dummies quasi.

    Und ob beim Dresden-Bombardement auch Zwangsarbeiter draufgingen, oder einfach irgendwelche 0815-Leute die eben nicht DIE BÖSEN NAZI-DEUTSCHEN waren, sondern einfach in der Kacke drinsaßen, ist völlig irrelevant für Leute wie dich.

    http://www.wildcat-www.de/zirkular/17/z17antif.htm – THE AMERICAN WAY OF ANTIFA

  18. 18 Trashboy 05. Januar 2008 um 18:29 Uhr

    Und ob beim Dresden-Bombardement auch Zwangsarbeiter draufgingen, oder einfach irgendwelche 0815-Leute die eben nicht DIE BÖSEN NAZI-DEUTSCHEN waren, sondern einfach in der Kacke drinsaßen, ist völlig irrelevant für Leute wie dich.

    They died for democracy, soviet scum! ;-)

  19. 19 tschilli. 05. Januar 2008 um 19:19 Uhr

    @wendy
    definitionssache ;)
    naja alles richtig war bestimmt nich aber was solls.

    @Trashboy
    ja machen denn das die antideutschen nich? ich möcht mich erinnern „bomber harris komm bald wieder lasse deine bomben nieder“ gehört zu haben.
    was sagt das denn sonst außer eine gegnerschaft auch zum heutigen deutschland?

  20. 20 vega 05. Januar 2008 um 20:52 Uhr

    Wenn ein Volk in kueryester Zeit 6 millionen Menschen mordet, dann hat es ja wohl mal verdient militaerisch plattgemacht zu werden. Und das Krieg nunmal nichts humanes ist, bei dem mann versucht moeglichst wenig Menschen zu toeten ist nunmal ein Fakt.
    *Bomberharrisspruch*

  21. 21 narodnik 05. Januar 2008 um 21:26 Uhr

    Die militärische Niederringung geht aber auch ohne derartige Luftangriffe gegen ganze Städte – und jetzt komm mir hier keiner mit irgendwelchen Sätzen von wegen das war strategisch notwendig.

    Außerdem ist es saublöd aus dem millionenfachen Judenmord den Schluß zu ziehen jetzt es den Deutschen insgesamt (!) mal zu zeigen, indem man mal luftkriegsmäßig so richtig die Sau rauslässt.

    Der Eintritt der Allierten in den 2. Weltkrieg war primär eben kein Judenrettungsprogramm, sondern ebenso eine imperialistische Aktion.

  22. 22 keta minelli 06. Januar 2008 um 2:14 Uhr

    lieber narodnik, vielleicht habe ich im geschichtsunterricht nicht aufgepasst, aber die paar hunderttausend deutschen, die nicht laut „ja“ zum krieg geschrien oder lieber die klappe gehalten haben, saßen zu dem zeitpunkt in irgendwelchen lagern oder zuchthäusern, robbten in strafbataillonen durch die minenfelder an der ostfront oder waren schlicht und ergreifen tot.

    den alliierten nun hinterherzuwerfen, sie hätten – statt die zufahrtswege nach auschwitz zu bombardieren – lieber ihre eigenen geopolitischen (und, in diesem falle: antikommunistischen) interessen verfolgt, wischt die tatsache nicht vom tisch, dass es eben die massiven militärischen aktionen der alliierten waren, die die endlösung etwas schwieriger und den großdeutschen traum unmöglich gemacht haben.

    bomberpiloten abzufeiern ist ebenso dämlich wie sich panzeerbildchen übers bett zu hängen. aber kriegt doch mal bitte eure anti-antideutschen reflexe unter kontrolle. die sind nämlich mitunter auch peinlich. und das ist schade.

  23. 23 Wendy 06. Januar 2008 um 6:03 Uhr

    Also erstmal wären wir da wieder bei dem Punkt: War das überhaupt Intention der Alliierten? Nein, es waren deren, wie du sagst, geopolitische imperialistische Interessen, sonst hätten sie vorher Anstalten machen können, die Vernichtung der europäischen Juden zu verhindern (nach neuesten Erkenntnissen wusste die militärische Führung der Alliierten aus abgehörten Gesprächen gefangen genommener hochrangiger deutscher Militärs schon früher von der Sache, als gemeinhin angenommen).

    Nun gibt es das Argument, die Alliierten hätten so den Krieg schneller beenden können. Das stimmt nur teilweise. Humaner für die alliierten Soldaten war die Sache auf jeden Fall nicht, da sind massig Piloten usw. draufgegangen, weil das militärisch schlicht fragwürdig war. Ebenso fragwürdig ist es, Kriegsakte damit zu legitimieren, dass sie gut für die Kriegsführung der einen Seite sind.

    Nun zur dumpferen FraktioN: Die Deutschen haben Kriegsverbrechen begangen, daher dürfen die Alliierten das auch. In Berlin haben letztens Neonazis eine Schwangere zusammengetreten, sollen Antifas jetzt auch auf Nazi-Mütter und deren ungeborenen Kinder losgehen?

    Um noch eine Meinung aus einer Diskussion zum Thema wiederzugeben: Es ist auch möglich auf Geschehnisse „unparteiisch“ loszugehen und einerseits die Nazis, den größten Teil der deutschen Bevölkerung zu dieser Zeit abzulehnen und trotzdem die Alliierten, ihre Beweggründe und ihre Kriegsführung zu kritisieren.

    Es gibt schließlich nur eine Armee, die niemals Scheiße gebaut hat und das war die Rote Armee ;-) . Eure Opfer bleiben unvergessen!

  24. 24 keta minelli 06. Januar 2008 um 16:26 Uhr

    ich denke, dass diese unzulässigen verallgemeinerungen von „den“ alliierten mehr vernebeln als klären. na sicher hat es bei den streitkräften der anti-hitler-koalition leute gegeben, die vom judenmord in polen wussten, und denen es darum ging, diese schlächterei zu beenden (und vielleicht sogar den deutschen noch einen denkzettel in form von brandbomben zu verpassen), genauso wie es antisemiten gegeben hat, denen das schicksal der europäischen juden am arsch vorbei ging. gerade in der britischen armee gab es generäle, die mit blick auf palästina meinten, je weniger man sich jetzt um die juden kümmerte, desto weniger ärger hätte man in ein paar jahren haganah.

    natürlich ist dein einwand berechtigt, dass es nicht aufgabe (oder moralische konsequenz) aufgeklärter komunisten sein kann, sich nachträglich mit irgendeinem militärapparat zu solidarisieren, was auch immer dieser quatsch überhaupt bringen soll. bei der seit einigen jahren immer massiver stattfindenden verschiebung deutscher gedenkpolitik kann es allerdings mitunter schön zuspitzend sein, sich in die provopose des „bomber harris“-blablas zu werfen. was man dann davon hat, steht auf einem anderen blatt.

    ansonsten hast du eh recht.

  25. 25 Vega 06. Januar 2008 um 16:28 Uhr

    Wendy, es ist ja mal hoffentlich allen bewust, das die Rote Armee historisch genauso viel Scheisse gebaut hat wie Sir Arthur. Der Punkt ist einfach, das die Shoah nicht irgendein Kriegsverbrechen, war und die Allierten andere begangen haben. Die Shoah war und ist historisch eine einzigartige Barbarei, und so ziemlich jede militaerische Handlung die das beendet ist richtig und notwendig.

    Wenn du behauptest einen neutralen Standpunkt zuhaben, wie haette mensch deiner Meinung nach den deutschen Faschismus beenden sollen, wenn nicht durch eine militaerische Invasion?

    Und vergleiche zur Antifa heute sind einfach nur dumm und demagogisch, weil die historische Situation nicht die Selbe ist.

  26. 26 Vega 06. Januar 2008 um 16:32 Uhr

    @ narodnik:
    Das gerede von einer moeglichen „humanen“ Kriegsfuehrung klingt fuer mich ehrlich gesagt nach Kriegspropaganda.

  27. 27 vega 06. Januar 2008 um 20:37 Uhr

    Sorry, das passt jetzt nicht hierher, aber guckt mal was gerade fuer eine googlewerbung angezeigt wurde

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  28. 28 Wendy 06. Januar 2008 um 22:15 Uhr

    Vega, der Holocaust war also „Barbarei“? Das trifft den Inhalt dieses Vernichtungsunternehmens genausowenig, wenn nicht sogar noch weniger, als die Bezeichnung „Verbrechen“. Die Dichotomie Barbarei auf der einen, Zivilisation auf anderen Seite funktioniert nicht. Schließlich wurden die Opfer der Nazis nicht mit Keulen und Knüppeln erschlagen, sondern, nach dem neuesten Stand der Technik, unter Ausnutzung der hochentwickelten, deutschen Bürokratie systematisch ermordet. Natürlich ist es auch gefährlich „Zivilisation“ ausschließlich mit einem hohen Grad gesellschaftlicher Organisierung gleichzusetzen, aber das spielt da schon zentral mit rein.

    Begründungen für ihr wahnhaft anmutendes Tun zogen die Nazis unter anderem aus neuesten, heute lang überholten, wissenschaftlichen „Erkenntnissen“. Bis zu einem bestimmen Punkt glich sich da übrigens das Handeln der Nazis und das nicht-faschistischer, demokratischer Regierungen. In den U.S.A. wurden zehntausende Arme, „Kriminelle“, sozial Schwache und „rassisch minderwertige“ sterilisiert, lange bevor die Nazis ähnliches (mit größerer Konsequenz) in Deutschland realisierten.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Die Barbarei des Holocausts entsprang der zivilisatorischen Entwicklung und kann eigentlich nicht als „Bruch“ mit selbiger gesehen, sondern muss als ein Bestandteil eben jener erkannt werden (ich hoffe, du liest mir da jetzt keine Relativierung oder so rein, ich wollte das nur mal klarstellen). Lässt sich aber auch drüber diskutieren, bin mir da selbst grad nicht so sicher…

    Der Punkt ist einfach, das die Shoah nicht irgendein Kriegsverbrechen, war und die Allierten andere begangen haben.

    Naja, gut ist das deswegen auch nicht, nech?

  29. 29 narodnik 06. Januar 2008 um 22:29 Uhr

    That’s it, wendy!

    Der NS-Faschismus ist Fleisch vom Fleische der fröhlichen Marktwirtschaft – und nicht irgendein völkisches Ungeheuer aus den Tiefen des deutschen Wesens.

    Hitler ist demokratisch legitimiert an die Macht gekommen – das Ermächtigungsgesetz ist mit voller Unterstützung der Liberalen in Kraft getreten – eben aus Angst vor einer kommunistischen Revolte, als Akt der Gesellschaftsrettung eines defizitären Kapitalismus im Gefolge der Weltwirtschaftskrise 1929.

    Und nicht von ungefähr griff die NSDAP zahlreiche Phrasen der Kriegswirtschafts-SPD von 1914 wieder auf. Und so gab sich der aufklärerische Liberalismus der kapitalistischen Vernunft mit einer Mischung aus führersozialistischer Kriegswirtschaft und dem deutschen proto-demokratischen wie proto-fordistischen Krisenregime des Nationalsozialismus die Klinke in die Hand.

  30. 30 Angeschiss 06. Januar 2008 um 23:11 Uhr

    Dummheit ist lernbar, Justusficker wissen das aus Eigenerfahrung.

  31. 31 Wendy 06. Januar 2008 um 23:24 Uhr
  32. 32 keta minelli 07. Januar 2008 um 12:00 Uhr

    anschiss, aus dir spricht eine anscheinend chronisch unterfickte hohlbratze. einen anderen schluss lassen deine kommentare nicht zu. aber wenigstenskannst du „dummheit“ und „eigenerfahrung“ richtig schreiben. meinen glückwunsch.

  33. 33 Angeschiss 07. Januar 2008 um 20:27 Uhr

    wie schnell man sich über solche aussagen mokieren kann, stammt sie, in animalischer form doch von deiner seite, bzw. derer, welche du verteidigst.

  34. 34 keta minelli 08. Januar 2008 um 13:16 Uhr

    ganz großes argumentationskino.

  35. 35 Angeschiss 08. Januar 2008 um 14:25 Uhr

    ich wüsste wirklich nicht, warum man neuerdings gegen antideutsche argumentieren sollte. mir geht’s um den kommunismus und nicht um irgendwelche verbürgerlichten ansätze, bei denen man zwar noch wertkritisch sein darf, aber die ganzen proleten sowieso dumme masse und im herzen eingefleischte vollblutnazis sind.

    out.

  36. 36 gastleser 10. Januar 2008 um 2:28 Uhr

    „Bei den Bombenangriffen ging es vor allen Dingen um eins: Deutschland im Ganzen handlungsunfähig zu machen, und die Deutschen daran zu hindern, das zu tun, was sie taten, wenn man sie nicht daran hinderte. „An eine geregelte Behördenarbeit war nicht mehr zu denken“ schrieb Adolf Eichmann, Hauptorganisator der Deportationen, über die alliierten Bombenangriffe zur Jahreswende 1944/1945 in Berlin, was die Wirkung der Bombardierung bestätigt.“

    entnommen aus einem guten Redebeitrag zum Thema: www.puk.de/gegenstrom/start/content/dresden1234.pdf

  37. 37 phex 10. Januar 2008 um 13:12 Uhr

    lol

    no tears for krauts!

  38. 38 dissi 10. Januar 2008 um 14:03 Uhr

    trashboy:

    „ich hab mit Antifaschismus nichts am Hut“

    na dann…

  39. 39 Ludmilla 10. Januar 2008 um 17:46 Uhr

    Ich weiß garnicht was es hier zu dieskutieren gibt. Deutschland (und mit ihm das Volk, dass die entsprechende Regierung gewählt hat) hat den Krieg begonnen und mußte dafür nun mal die Rechnung zahlen. insofern sind schlicht und einfach die Deutschen SELBST SCHULD an der Bombarierung Dresdens. Hätten sie nicht angefangen wäre es auch nicht dazu gekommen. Also was soll das dämliche rumgeheule ob was human war oder nicht??? Krieg ist nie human und die Deutschen sind ganz offensichtlich die Meister der Inhumanität. Sonst hätten sie wohl kaum zwei solche verheerenden Kriege vom Zaun gebrochen, die Millionen von Menschen das Leben gekostet haben oder?

    Und kommt mir jetzt nicht mit „aber das waren nicht die Deutschen, das waren die Nazis“ oder ähnlichen Mist. Die Nazis waren Deutsche und die breite Mehrheit der Deutschen stand hinter ihnen.

  40. 40 berliner_in 10. Januar 2008 um 20:37 Uhr

    viele ergänzungen by indymedia sind nun schon wieder in den grauen bereich verschoben worden, doch eine hält sich recht gut bei den „inhlatlichen ergänzungen“. die überschrift lautet „der letzte absatz zum kotzen!“ und es wird auf einen blog verwiesen (wendy) in dem diese aussage „inhaltlich“ unterfüttert wird. doch was findet sich auf diesem blog und auch teilweise bei indy in den ergänzungen? ein allgemeines „krieg ist scheiße“ und ein noch allgemeineres „die arme zivilbevölkerung“. da ist wirklich nichts zu merken von einem fundierten wissen über ns-deutschland, den zweiten weltkireg und den holocaust. da werden sogar jüdinnen und juden, die angeblich durch die bombardierungen getötet wurden zu kronzeugen gegen die britische raf. das wäre alles nicht so schlimm, würde sich sowas nicht auf internetseiten von menschen abspielen, die sich als radikale linke begreifen. denn diese menschen sollten nun wirklich wissen, was hinter begriffen wie heimatfront, volksgemeinschaft,… steckt. sie sollten wissen, dass der vernichtungskrieg der wehrmacht im osten nicht ohne die aufopfernde mitarbeit der im deutschen reich gebliebenen zivilbevölkerung möglich gewesen wäre. sie sollten wissen, dass millionen deutsche das hab und gut ihrer ehemaligen jüdischen nachbar_innen billig ersteigert haben, während diese in den vernichtungslagern von anderen angehörigen der „zivilbevölkerung“ ermordet wurden. sie sollten wissen, dass es z.b. in dresden einigen jüdinnen und juden gelang durch das chaos der bombardierungen zu flüchten und dem sicheren tod zu entkommen (was schon für sich genommen diese bombardierungen rechtfertigt!). denn der krieg und das morden der deutschen volksgemeinschaft war nicht wie einige behaupten „längst vorbei“, als dresden, magdeburg,… angegriffen wurden. der verwaltungsmassenmord an jüdinnen und juden, sinti und roma,… ging meist genau so lange, bis er ganz konkret vor ort militärisch durch engländer, russen,… beendet wurde. vielleicht ist es an der zeit zu begreifen, das ein „gegen jeden krieg!“ beim zweiten weltkrieg nicht nur nicht weiter hilft, sondern sogar mindestens reaktionäre tendenzen hat. der ns war nur militärisch zu zerschlagen, der holocaust nur militärisch zu stoppen. wenn sich heute die nachkommen der damaligen mörderinnen und mörder hinstellen und den befreier_innen nachhilfe geben wollen, was sie alles falsch gemacht haben oder gar von „kriegsverbrechen“ labern, dann liegt einiges im argen in dieser radikalen linken!

  41. 41 Vega 11. Januar 2008 um 0:12 Uhr

    Nochmal zur dubiosen Behauptung, hier werde eine andere Lősung des Problems angeboten: Wendy wie haette mensch den eigentlich die Shoah beenden sollen?

  42. 42 AnzuReifen 11. Januar 2008 um 0:14 Uhr

    Krieg ist scheiße – nur der Sound ist geil! :D

  43. 43 Angeschiss 11. Januar 2008 um 4:23 Uhr

    Man könnte sich an dieser Stelle auch fragen, warum es einen NS gegeben hat und weshalb es nichts mit radikal linker Politik zu tun hat, wenn man Kriege abfeiert und den bürgerlichen Staat zur Vernunft zwingen will.

    --> http://www.wildcat-www.de/zirkular/50/z50dauve.htm#inh2

    Aber die platten Parolen aus der Bahamas lassen sich eben doch besser abschreiben.

  44. 44 tschicko 11. Januar 2008 um 10:52 Uhr

    auschwitz wurde nicht durch sitzblockaden befreit – ungeheuer polemisch und doch treffend …

    wer dem deutschen volk den persilschein austellen will indem der faschismus zur ausgeburt der marktwirtschaft wird und damit verankerte antisemitische und völkische tendenzen die als ausgangsbasis für das erstarken einer faschistischen herrschafft dienen schlichtweg ausblendet, macht es sich einfach. da wird der ns zum europäischen „schreckgespenst“ das „jeden staat hätte treffen können“ …
    die bösen imperialistischen interessen der westmächte verteufeln und die rote armee abfeiern kommt auch gut. und dann in irgendwelchen nordkorea,china,sowjetunion =kommunismus halluzinationen am stammtisch hängen und „mal so richtig freigeistig und kontrovers über israel diskutieren“ …

    was tut allen deutschen gut? bomber harris und die flut ..

  45. 45 Angeschiss 11. Januar 2008 um 11:34 Uhr

    tschicko: zum glück kennst du mich und meine positionen so gut…

    wer hängt hier sowjet-illusionen nach? die linke besteht glücklicherweise auch noch aus vernünftigen linken kommunistinnen und kommunisten und nicht nur aus bürgerlich abgedroschenen wie etwa den antideutschen und antiimps, welche ihren positiven nationenbezug mal offen, mal versteckt in der welt rumposaunen müssen.

    richtig, auschwitz wäre zu dieser zeit nicht beendet worden, ohne den einsatz der alliierten. die rede hier ist aber von städte- und flächenbombardements, welche das ziel der massenvernichtung und flächendeckenden zerstörung hatte – der harris tat halt eben doch nur, was neoliberale haudegen im hintergrund sagte. und dann konnte man zufälligerweise gleich noch massig industrie ins eigne ländle bunkern…

    ich weine um keinen soldat und keinen nazi, der auf der seite des NS gekämpf hat und gestorben ist, aber ich verweigere mich der kollektiven partystimmung zwecks abfeiern von flächenbombardements und imperilaistischen kräften, bzw. stalinistischer kampfvereinen…

    euer volksgebrabbel ist übrigens mehr als nervig. das habt ihr mit den antiimps gemeinsam.

  46. 46 Vega 11. Januar 2008 um 20:54 Uhr

    @angeschiss:
    Es wurde schonmal weiter oben gesagt: Krieg bedeutet nunmal leid, und wenn mensch das und das Manőver anprangert, weil dabei zuviele Menschen Leid erfahren haben, impliziert mensch die mőglichkeit des humanen(eren) Krieges – der aber nun mal nicht exestiert.

    Und du wirst doch hoffentlich nicht bestreiten, dass wáhrend des NS die deutschen sich als ein Volk fúhlten und als eins handelten.

  47. 47 narodnik 11. Januar 2008 um 22:37 Uhr

    wer dem deutschen volk den persilschein austellen will indem der faschismus zur ausgeburt der marktwirtschaft wird und damit verankerte antisemitische und völkische tendenzen die als ausgangsbasis für das erstarken einer faschistischen herrschafft dienen schlichtweg ausblendet…

    Der deutsche Kapitalismus ist ganz klar spezifisch – eben aufgrund der besonderen antisemitischen Ideologiegeschichte in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert. gab es in den USA ja auch den New Deal als autoritäre Antwort auf die Weltwirtschaftskrise. Antisemitismus ist überall in Europa und den USA salonfähig gewesen; Henry Ford, ein Namensgeber der fordistischen Revolution war ein Antisemit par excellance.

    Und insofern ist der deutsche NS-Faschismus eine proto-fordistische Krisenideologie. Dort wurde der Arbeiterstaat wahrgemacht; repressiver Massenkonsum und disziplinäre Massenproduktion (vom Volkswagen bis zum Nylonstrumpf). Das hat alles Sachen auf den Weg gebracht die später in der nunmehr demokratisch geläuterten BRD übernommen wurde (ja eben auch die Deutschland AG; jeder sitzt im Betriebsrat des anderen und kann demokratisch mitmachen – und das hat der NS in der Betriebsgemeinschaft ja auch antizipiert).

    Der NS ist Ausdruck der allgemeinen kapitalistischen Modernisierung! Auschwitz, die Vernichtungslager et cetera sind aber selbstredend singulär was die industrielle Menschenverfolgung und Massenvernichtung angeht, klar.

    Ich kann aber doch jetzt nicht abstrakt dahergehen und nun die Westanbindung hochleben lassen, dazu Bomber Harris zum Freiheitskämpfer ernennen und Deutschland einen Rückstand in Sachen Aufklärung bescheinigen (das Gegenteil wird der Fall gewesen sein).

    Und der völkische Volksbegriff ist immer umkämpft gewesen – auch in Deutschland. Volk ist nicht notwendig Staat und Nationalstaat (Wirtschaftsgemeinschaft). Volk kann auch politisch und emphatisch „die arbeitende Bevölkerung“ meinen.

    Nur weil Hitler Volksgemeinschaft sagt ist das nicht materielle Wahrheit. Auch im NS gab es Arbeiterwiderstand im Kleinen. Die Volksgemeinschaft wurde zwar als Ideologie handgreiflich – ist aber nie in sich geschlossen gewesen.

    Und diesen Fehler machen die Antideutschen: Deutschland wird zum böhsen Produktionsverhältnis selbst. Kapitalismuskritik/Antikapitalismus ist immer schon dem Antisemitismus und der Spekulantenhatz verdächtig. Man begreift sich als Elite die sich von den Deutschen abzugrenzen weiß und bestimmt die Deutschen deterministisch als ewige Antisemiten. Die völkische Ideologie wird so negativ gewendet. Deutsche können nur Täter sein, Opfer darf es nicht geben in dieser Identitätslogik.

    !

  48. 48 narodnik 11. Januar 2008 um 22:50 Uhr

    Und die Tatsache das gegen der NS-Imperialismus der allierte Kapitalismus in Stellung gebracht wurde ist nichts positives. Das kann man als Kommunist so hinnehmen (weil es eh logisch ist das die USA/England/Russland zurückschlagen).

    Ich werde deshalb aber ganz sicher nicht zum Jubelperser des vermeintlich besseren Imperialismus. Ganz abgesehen davon haben Amis und Russen gemeinsam in Europa jegliche Abrechnung „von unten“ mit dem Faschismus (auch in Italien gerade) präventiv verhindert.

  49. 49 Vega 11. Januar 2008 um 23:45 Uhr

    Es ist letztendlich egal aus welchen Beweggrúnden die Allierten handelten – faktisch haben sie nunmal NS und Shoah beendet.
    (Wenn Nationen unter menschlichen Gesichtspunkten handeln wúrden taete mich das ehrlich gesagt úberraschen.)
    Insofern freue ich mich tátsáchlich sehr das der allierte Kapitalismus/Staatssozialismus in dieser historischen Situation gewonnen hat, auch wenn ich ihn sonst ablehne. (Die Welt ist nunmal nicht schwarz/weis, es gibt nunmal Sonderfálle).

  50. 50 berliner_in 12. Januar 2008 um 2:46 Uhr

    „die rede hier ist aber von städte- und flächenbombardements, welche das ziel der massenvernichtung und flächendeckenden zerstörung hatte“
    mit deinem vokabular zeigst du recht deutlich, wessen geistes kind du bist. die bombardierungen als „massenVERNICHTUNG“ zu bezeichnen und damit implizit auf die versuchte vernichtung der europäischen jüdinnen und juden zu rekurrieren ist keinen deut besser, als das gelaber der npd vom „bombenholocaust“ oder die parallelen in jörg friedrichs „der brand“. jetzt könnt ihr wieder was von bahmas-parolen erzählen und durch ein einfaches „antideutschen“-bashing der diskussion aus dem weg gehen. nur bringt euch das erstens nicht weiter und geht zweitens an der realität vorbei, denn ich finde die bahamas zum kotzen und kann auch mit dem was unter dem begriff „antideutsch“ gefasst wird nichts anfangen, aber geschenkt…

    „ich weine um keinen soldat und keinen nazi, der auf der seite des NS gekämpf hat und gestorben ist, aber ich verweigere mich der kollektiven partystimmung zwecks abfeiern von flächenbombardements und imperilaistischen kräften, bzw. stalinistischer kampfvereinen…“
    und da ist auch wieder diese absurde unterscheidung in „soldaten und nazis“ auf der einen seite und eine angebliche zivilbevölkerung auf der anderen. habt ihr euch mal irgendeine forschungsarbeit zum ns angesehen? natürlich waren nicht alle nazis, aber bis es den deutschen an den kragen ging, war die geflogschaft zum ns ungebrochen und selbst heute noch wird eigentlich am meisten über die schrecken des krieges geredet (als er dann nach deutschland zurück kam) und kaum über die deutschen verbrechen. aber wer bei der befreiung europas vom ns als erstes an „imperilaistischen kräfte“ und „stalinistischer kampfvereine“ denkt, dem ist eh nicht mehr zu helfen…
    good night!

  51. 51 Angeschiss 12. Januar 2008 um 14:51 Uhr

    ich schliesse mich den ausführungen von narodnik an.

  52. 52 Wendy 14. Januar 2008 um 10:44 Uhr

    „Berliner_in“, auch wenn ich nicht das von dir inkriminierte Wort schrob, will ich mich doch mal an dessen Verteidigung wagen: Die reine Bezeichnung der Bombardements von Städten und in diesen auch von Wohnvierteln (und eben nicht von Infrastruktur der Vernichtungsmaschinerie! das wischen hier einige Diskutant_innen immer mit einem „ja aber“ bzw. „ja, trotzdem“ vom Tisch) als das, was es war, nämlich eine große Vernichtung von Menschenleben (ja, Bomben sind schon dafür da, Sachen und Menschen kaputtzumachen…), das ist kein „Rekurrieren“ auf das Vernichtungswerk der Nazis. Schließlich schrieb ja keine_r „das war scheiße, wie der Holocaust“, sondern nur „das war scheiße“ und vor allem „die haben das nicht gemacht, weil sie Nazis töten wollten“.

    Deinen 0815-Antifa-Disku-Trick-17 „na das hört sich ja an wie bei den Nazis“ kannst du dir auch sparen. Peinlich, sowas. Genauso wie der Rest des Gepöbels.

  53. 53 berliner_in 16. Januar 2008 um 1:26 Uhr

    also erstmal ist das kein „0815-Antifa-Disku-Trick-17″ den ich da mache, sondern eine einfach feststellung. es ist ja wohl möglich die wirkung der bomben mit anderen worten zu beschreiben, als mit denen, die einen eindeutigen bezug zum holocaust haben, oder? deshalb behaupte ich mal ganz plump, das menschen, die in diesem zusammenhang von bombenholocaust, vernichtung oder ähnlichem sprechen entweder total naiv oder politisch hoch gefährlich sind. das du mein „gepöbel“ im übrigen „peinlich“ findest, aber keine argumente vorzubringen vermagst, sagt mehr über dich als über mein geschreibsel aus, aber geschenkt!
    ich versuche es trotzdem nochmal: du kritisierst „Bombardements von Städten und in diesen auch von Wohnvierteln (und eben nicht von Infrastruktur der Vernichtungsmaschinerie!“ und willst offensichtlich nicht verstehen, was ich oben doch schon ganz klar geschrieben habe: die menschen in diesen städten und wohnvierteln gehörten ZUM GROßTEIL zu eben dieser vernichtungsmaschienerie. sie haben die nsdap gewählt, zugesehen oder mitgemacht wen jüdische geschäfte verwüßtet und jüdische menschen gedemütigt, geschlagen, verschleppt und/oder ermordet wurden. sie haben in massen in den rüstungsbetrieben für den endsieg gearbeitet und ihren „lieben“ an der front aufmunternde briefe geschickt. sie haben deren plätze an der heimtfront eingenommen und menschen denunziert, die sich verdächtig machten. sie haben sich den wohnraum und die sachen der deportierten genommen und gut davon gelebt – bis, ja bis der krieg zurück kam. das alles im vergleich zu allen anderen europäischen ländern ohne nennenswerten widerstand. die wenigen, die nicht zu diesem großteil gehörten, die haben sich sicher weniger über die bombardements geärgert, als über die insgesamt zwölf jahre davor, in denen sie sich verstecken und um ihr leben fürchten und kämpfen mußten. sie waren froh über die nahe ankunft der aliierten, denn das war ihre befreiung. sie waren froh über das chaos in dem sie flüchten konnten, oder der blockwart wenigstens andere sorgen hatten, als leuten hinterherzuschnüffeln und sie zu denunzieren…
    doch das könnt ihr enkel der täter_innen wohl einfach nicht verstehen. seit ihr doch mit den grusel-geschichten eurer (uhr)großltern aufgewachsen, die von den schrecken des krieges erzählten und damit nicht den holocaust oder den deutschen vernichtungskrieg im osten meinten, sondern die aliierten bomben, die ihre schöne, ordentliche volksgemeinschaft sprichwörtlich sprengte und zu recht dem erdboden gleich machte.

    warum du als männlich-westlich-weißes subjekt diesen albernen banner da unten hast, hat wahrscheinlich den gleichen grund, wie deine ausführungen: du willst „raus aus deiner haut“, du willst dich nicht mitverantwortlich fühlen für die deutschen verbrechen, du willst normalität – und genau das hast du mit den schröders und möllemanns dieser welt gemein!

  54. 54 Wendy 16. Januar 2008 um 17:53 Uhr

    Schön zu sehen, wie du dich um das Zugeständnis herumschummelst, das den Briten Auschwitz und Vernichtungslager herzlich egal waren. Schließlich haben sie gegen deren Infrastruktur herzlich wenig getan. Das die ganzen Leute da mitgemacht haben, geschenkt. Das die zur militärischen Infrastruktur gehört haben, gelogen. Ich fang ganz bestimmt nicht an zu rechnen „Naja, wenn der Soldat an der Front hört, dass seine Heimatstadt plus Familie plattgemacht wurde, dann wird dessen Moral sinken und der Krieg geht schonmal nen Tag weniger“. Das ist einfach nur menschenverachtend.

    Das mensch sich, wenn er_sie die Bombardements kritisiert, nicht gleich zum Fürsprecher des fröhlichen Zwangskollektives „deutsches Volk“ (est. 1933) macht, solltest du auch zur Kenntnis nehmen. Wurde hier auch desöfteren geschrieben.

    Die Leute, die widerständig waren, mussten selbstverständlich dann auch um ihr Leben fürchten und etliche starben dann auch bei dann Bombardements.

    „Volksgemeinschaft sprengen“, na wenn es nur so einfach wäre… lol.

    Jetzt kommt noch die Bombe: Ich bin nicht für den Holocaust verantwortlich. Meine Identität ist keine „deutsche“. cut – warum liest sich der letzte Teil deines Postings wie ein 0815-AD-Flugblatt? – cut. Was ich deiner Meinung nach nicht alles will… Wegen der ganzen Leute, die ständig kommen und mich mit dem Holocaust „nerven“, oder was? Da hab ich dann mal den Umkehrschluss gemacht, ich wolle nicht mehr für den verantwortlich sein? Du bist ein wirklich schöner, geläuterter Nachkriegs(gesinnungs)deutscher.

  55. 55 berliner_in 16. Januar 2008 um 19:15 Uhr

    „Das die ganzen Leute da mitgemacht haben, geschenkt. Das die zur militärischen Infrastruktur gehört haben, gelogen.“ – du findest es „geschenkt“, dass die leute da mitgemacht haben. für mich ist das der entscheidende punkt. du sagst es sei gelogen, dass sie zur militärischen infrastruktur gehört haben. ich hab das aber garnicht geschrieben. das zitat auf welches du dich wohl beziehst lautet: „die menschen in diesen städten und wohnvierteln gehörten ZUM GROßTEIL zu eben dieser vernichtungsmaschienerie.“ und dem hast du mit deinem „geschenkten“ punkt doch zugestimmt, oder hab ich das falsch verstanden? warum nun die alliierten das und das gemacht haben und wie, ist mir recht egal. fest steht, das sie die mordmaschiene gestoppt haben. und fest steht, das sie von den täter_innen und deren nachkommen dafür von magdeburg über dresden bis berlin „kritisiert“ werden. und genau das macht es politisch nötig zu intervenieren und dieser „kritik“ von giudo knopp bis erika steinbach ein „danke den aliierten!“ entgegen zu brüllen und sie immer wieder auf ihre eigene geschichte zu stoßen. eure „kritik“ an dieser reaktion auf die politischen verhältnisse in diesem land zeigt eigentlich nur, dass ihr unfähig seit diskurse und deren macht zu erkennen, euch hinter vermeintlich ewig gültigen whrheiten zu verstecken ohne auch mal dialektisch denken oder gar agieren zu können, oder wie schon beschrieben schlicht und einfach schuldabwehr @ its best zu betreiben…
    warum bin ich denn für dich ein „Nachkriegs(gesinnungs)deutscher“? – argumentiere doch deine vorwürfe mal aus. ich bringe doch auch belege für meinen anschiss, auch wenn du die vielleicht nicht teilst…

  56. 56 narodnik 17. Januar 2008 um 1:41 Uhr

    Ahja. Aus Auschwitz leitet sich dann die Legitimation für irgendwelche Bombenangriffe auf Städte her, ist klar.

    Zudem ist es nichts als negativ gewendete völkische (!) Ideologie, wenn wir hier von den bösen Tätern gesprochen wird, gleichzeitig aber die Deutschen insgesamt zu Tätern werden die nur Täter sein können und sonst nichts. Diese metaphysische Verabsolutierung führt dann auch wieder schön weg vom faschistischen Akkumulationsregime des Kapitalismus (!) hin zu irgendwelchen Kategorien vom deutschen Wesen das ja letztendlich auf ewig Schuld sei an Weltkrieg und Shoa.

  57. 57 Wendy 17. Januar 2008 um 1:43 Uhr

    Weil es eine anti-emanzipatorische, geschichtsrevisionistische „Kritik“ an den Bombardements gibt, deren wichtigstes Moment die Entschuldigung der deutschen Bevölkerung durch die Wir-haben-stärker/auch-gelitten-Hintertür, soll jemand, der_die den NS, den Krieg, die Shoa differenziert analysiert, darauf kommen, sich bedingungslos und hurra-dankbar auf die Seite der Alliierten zu stellen und den Reaktionär_innen ein ganz „radikal“ daherkommendes „Danke Alliierte!“ „entgegenzubrüllen“? Ist das eine gute Antwort auf deren Geschichtsrevisionismus und Revanchismus? Außerdem ist es verkehrt, bei einer Überlegung den Schluss zu dem mensch kommen WILL (!), davon abhängig zu machen, wer am Ende davon angepisst sein wird. Wenn du, wenn das Licht angeht, bei Erika Steinbach und Guido Knopp stehst, hast du wahrscheinlich was falsch gemacht, wenn neben der Sir Arthur – Bomber bzw. „Butcher“ – Harris steht, auch.

    Es ging doch garnicht um die Mordmaschinerie, sonst wäre doch dort massiv angegriffen worden, wo diese Maschinerie gearbeitet hat, auch am Ende des Krieges. Was hilft es denn den Leuten im KZ in Polen, wenn deutsche Großstädte plattgemacht werden? Das wäre anders angegangen worden.
    Ich finds doch auch gut, dass Nazi-Deutschland da zu Boden gerungen wurde, aber deswegen verfalle ich doch nicht darauf, Panzerbilder an die Wand zu hängen und Bomberpiloten abzufeiern.
    Da machst du dich zum nützlichen Idioten, wenn du alle Kriegshandlungen der Alliierten nachträglich zu antifaschistischen Aktion hochwürdigst.

    Wenn nen Nazi an der Tankstelle von einer Suff-Atze vermöbelt wird, sagst du doch auch nicht: „Danke Suff-Atze! Suff-Atze do it again! Suff-Atze: Antifa!“…

    Alles, was ich will, dass da differenzierter argumentiert wird. Komm´ doch bitte darauf, dass die Alliierten als Ziel deiner Solidarität, deiner Wunschprojektion und als „Partner“ in Sachen Antifaschismus herzlich ungeeignet sind! Churchill hatte große Sympathien für den Faschismus (Mussolini als „größter, römischer Staatsmann“), Stalin hat Verträge mit Nazi-Deutschland abgeschlossen und die U.S.A. sind erst in den Krieg eingetreten, als ihre Interessen im Pazifgebiet bedroht waren. Ansonsten auch alles Staaten, die in der ganzen Welt tatkräftig gezeigt haben, wie menschenfeindlich kapitalistische Staaten sind. Die sowjetische Innen- und Außenpolitik und die britische Kolonialpolitik als Beispiel.

    Zum Thema „Gesinnungsdeutsche“ schreib ich vielleicht später mal was.

  58. 58 Wendy 17. Januar 2008 um 1:44 Uhr

    Achso: Und das ganze „Ihr“, „euch“ und so weiter spare dir bitte. Du musst mich nicht die ganze Zeit mit irgendwelchen Leuten zusammenpacken, mit denen ich politisch nichts am Hut habe.

  59. 59 Wendy 17. Januar 2008 um 1:52 Uhr

    Noch was: Mit der „Entnazifierung“ nach dem Ende des Krieges haben es deine alliierten Freunde unerklärlicherweise nicht so gehabt. Woher dieser plötzliche Gesinnungswechsel?! Da wurden überzeugte Nazis und verdiente MitmacherInnen herangezogen, zum Aufbau des Geheimdienstes, der Justiz, des Staates überhaupt. Da halfen die Entwickler der „Vergeltungswaffe 1″ und 2 beim us-amerikanischen Raumfahrtprojekt und so weiter und so fort.

  60. 60 scheckkartenpunk 17. Januar 2008 um 14:55 Uhr

    @narodnik: das „deutsche wesen“ ist ja in diesem zusammenhang gerade nicht völkisch gekoppelt.

  61. 61 vega 17. Januar 2008 um 16:08 Uhr

    Wendy, ich glaub der Punkt an dem hier vorbeidiskutiert ist, dass du offenbar glaubst Leute wollten die allierten an sich schönreden. Mein Punkt ist das die Allierten im 2. WK als Befreier auftraten und mensch dementsprechend ruhig mal ihren Sieg feiern sollte. Das alle diese Staaten vor und nachdem Krieg massiv bullshit gemacht haben (Kronstadt, Vietnam…) wie alle andern auch ist klar.
    Aber wenn wir vom 2. WK reden dann sind sie numal die Befreier, und nicht die Mörder von Kronstadt.

    Und ihre motive sind mir tatsächlich schnurzpipe, tatsache ist dass sie NS und Holocaust beendeten.

  62. 62 vega 17. Januar 2008 um 16:12 Uhr

    Ach wendy, weil es spaß macht dich zu nerven: Wie hätte der NS beendet werden sollen?

  63. 63 Wendy 17. Januar 2008 um 17:12 Uhr

    Uff… Am besten wäre gewesen, wenn die deutsche Arbeiter_innenschaft im Bunde mit ihren Klassenbrüdern und -schwestern in den von der Wehrmacht und SS besetzten Gebieten den NS durch die kommunistische Revolution hinweggefegt hätten. Alles andere später…

  64. 64 vega 17. Januar 2008 um 18:15 Uhr

    Vielleicht ist dein letzter Kommentar Ironie, die ich nicht erkenne.
    Aber ansonsten: Spinnst du? Es wäre falsch zu sagen, dass eine kommunistische Revolution in NS-Deutschland in weiter Ferne lag, sie wäre schlicht und ergtreifend NIEMALS eingetreten, das VolksdeutscheR XY schlicht und ergreifend zufrieden mit Nationalsozialismus und Shoah war (der Faschismus hat nunmal nicht die Massen geblendet, die Massen haben sich entschieden Faschisten zu sein) Daher wäre selbst nach Ermordung des letzten Juden (und aller anderen vom NS verfolgten) noch lange keine Revolution in Sicht gewesen..

    Es gibt nunmal Situationen, wo die Revolution als Option nicht exestiert, und in solchen Situatuioen sollte mensch sich mit Notlösungen (z.B. die militärische Vernichtung Deutschlands) abfinden, da alles andere in diesem Fall einfach Zynismus ist.

  65. 65 narodnik 17. Januar 2008 um 21:38 Uhr

    Antideutscher Histomat: Round Two, fight!

  66. 66 Wendy 18. Januar 2008 um 11:07 Uhr

    Nicht wirklich Ironie, so hätte ich es mir ideal vorgestellt… In den meisten besetzten Ländern wäre sowas allerdings drin gewesen. Frankreich, Griechenland, Jugoslawien, Tschechien, Slowakei, Polen…

    Ich finds einigermaßen absurd, so richtig gut kannst du ja eine „Sache“ wie den NS kaum beenden. Aber ich hab ja jetzt auch mehr als einmal geschrieben, dass es mir um Differenzierung geht. Und um Distanzierung von imperialistichen Mächten.

  1. 1 gegenstandswechsel Trackback am 06. Januar 2008 um 10:34 Uhr
  2. 2 Dresden anno 2009 « Gratis Mittagsbueffet & Happy Hour-Angebote Pingback am 21. Januar 2009 um 20:51 Uhr
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