Sunday, bloody sunday.

Das Massaker der englischen Armee und ihrer irischen Helfershelfer an friedensbewegten Bürgerrechtsaktivist_innen im irischen Derry hat sich wieder einmal gejährt. Es war der endgültige Schluss der friedlichen Versuche eine irische Unabhängigkeit herzustellen und markierte auch den Anfangspunkt einer weiteren Spaltung der Widerstandsfront in „Fundis und Realos“.

Im Artikel „Warten auf Saville“ von Jürgen Schneider werden interessante, unbekannte Aspekte der Kämpfe behandelt. Wie die Enstehung von kommunistischen Rätestrukturen und der Organisation von Selbstschutz und Selbstverwaltung:

Nicht die IRA hatte die Gründung solcher Strukturen veranlaßt, die Räte waren als die genuinen Organe der Bevölkerung entstanden. Die Bewohner der Stadtviertel sorgten für die Versorgung ebenso wie für die Verteidigung, sie schufen Ansätze einer eigenen Justiz. Free Derry war eine temporäre autonome Zone, wie sie später Hakim Bey in seinem Buch »T.A.Z. Temporäre Autonome Zone« (Berlin 1994) beschreiben sollte. Der Aktivist Eamonn McCann berichtet über Free Derry: »Das Chaos, das wir um uns herum empfanden, war real und reicher an Möglichkeiten als diejenigen, die dann Wirklichkeit wurden (…) Keine politische Tendenz war hegemonial.«


13 Antworten auf “Sunday, bloody sunday.”


  1. 1 narodnik 28. Januar 2008 um 20:36 Uhr

    Up the IRA!

  2. 2 Wendy 28. Januar 2008 um 22:15 Uhr

    Jee-nau! :)

  3. 3 schleicher 28. Januar 2008 um 22:15 Uhr

    Wenn dich das Thema allgemein auch interessiert, lohnt sich hier vielleicht ein Programmhinweis. ;)

    21.02.2008 „Nordirland – Die Geschichte eines langen Konflikts“
    ab 19 Uhr im Vetomat (Scharnweberstr. 35)

    An diesem Abend ist die langjährige Nordirlandaktivistin Uschi Grandel (www.info-nordirland.de) bei uns eingeladen, um zu erzählen, zu referieren und Fragen zu beantworten.
    Sie wird die Ursprünge und Hintergründe des Konflikts in Nordirland beschreiben, sowie die irisch-republikanische Bewegung, den Friedensprozess und seine Entwicklung in den letzten 30 Jahren erklären. Außerdem wird sie eine Bewertung der aktuellen Situation vornehmen. Wie immer Vokü und Infotisch

    Folgeveranstaltung einen Tag später:
    22.02.2008 „Die Irisch-republikanische Bewegung und internationale Solidarität“
    ab 20 Uhr im Zielona Gora (Grünbergerstr. 73)
    Die langjährige Nordirlandaktivistin Uschi Grandel (www.info-nordirland.de) wird an diesem Abend kurz die aktuelle Entwicklung im Nordirlandkonflikt umreißen und schwerpunktmäßig auf die Bedeutung des Friedensprozesses in Nordirland für andere Konflikte eingehen. Beispiele sind der Konflikt im Baskenland oder die Unterstützung des südafrikanischen ANC für den irischen Freiheitskampf. Eine Veranstaltung der Interkomms und Antifa Friedrichshain.

    Quelle: http://antifa-fh.de.vu

  4. 4 Wendy 28. Januar 2008 um 22:19 Uhr

    Ui, was issen mit der Antifa FH los? Dachte ja, dass die „internationale Solidarität“ eher anders auslegen. Also so „Waffen für Israel“-like…
    Jetzt machen schon die antideutschen Antifas die Antiimps, grml. Was mach ich dann?

    Hört sich aber gut an.

  5. 5 schleicher 28. Januar 2008 um 22:32 Uhr

    Nicht immer alles glauben, was in der Szene so alles getratscht wird. ;)

  6. 6 Wendy 28. Januar 2008 um 22:35 Uhr

    Ich will das aber glauben, sonst gehen mir die Feindbilder aus und neue bauen ist voll anstrengend. Naja, sagen wir so: Auch wenn die sich jetzt auf die internationale Solidarität verständigt haben, warm werde ich trotzdem nicht mehr mit denen.
    Vor allem, weil diese „Phase“ bei mir gerade zu Ende geht :( .

  7. 7 schleicher 28. Januar 2008 um 22:44 Uhr

    Was heißt hier jetzt? Keine Ahnung von welcher AFH du redest. ;) aber das muss auch nicht hier ausdiskutiert werden.

  8. 8 Wendy 28. Januar 2008 um 22:57 Uhr

    Ich werde mir jetzt ein paar Buntstifte zusammensuchen und denen meine Kritik auf einem Plakat zusammengefasst übergeben.

  9. 9 schleicher 28. Januar 2008 um 23:03 Uhr

    Da wartet aber schon eine lange Schlange vor dir.

  10. 10 Wendy 29. Januar 2008 um 0:31 Uhr

    Dann kann es nicht gut sein.

  11. 11 keta minelli 29. Januar 2008 um 1:40 Uhr

    genau narodnik: up the ira! drogendealern einen schuss ins knie. sonst wird das volk krank. mit dir möchte ich echt nicht im gulag sitzen.

  12. 12 wurstfinger 29. Januar 2008 um 9:58 Uhr

    @keta minelli
    Mach dir da mal keine Sorgen, das Drogen Verticken haben die Ehemaligen der IRA inzwischen selbst in die Hand genommen. ;)

    Übrigens ist selbst die irische Unabhängigkeitsbewegung nicht homogen und es wäre auch kein Argument gegen das Anliegen oder die Sache (was nicht heißt, dass es da keine gäbe), sondern nur billige Hetze.

  13. 13 Wendy 29. Januar 2008 um 14:26 Uhr

    Der wollte einfach mal wieder Volk sagen und sich empören.

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