»Die Unangepaßten aussortieren«

Interview in der jungen Welt mit Freerk Huisken. Nichts weltbewegendes, aber wenn meine Zeitung des Vertrauens mir mal einen Gefallen tut, möchte ich das auch honorieren.

Leider wurde schon vorher in der Zeitung eine „Kritik“ am Vortrag publiziert, die fast ohne Argumente auskam und sich über das Ausbleiben von Auftritten sog. Nummerngirls aufregte. Naja, was solls.

[…] Zum ersten Punkt: Es ist ebenso verbreitet wie praktisch, Menschen, die in dieser Gesellschaft aus der Rolle oder auffallen, mit dem Hinweis auf ihre Biologie auszusortieren. Bei der Biologisierung oder Naturalisierung gesellschaftlicher Vorgänge nebst ihren Resultaten wird die Natur des Menschen für all die Handlungen verantwortlich gemacht, mit denen sich Menschen im Kapitalismus mit Willen und Bewußtsein mehr oder weniger vernünftig durchzuwurschteln versuchen – für schlechte Noten, für schlechtes Benehmen, für kriminelle Delikte, aber auch für »ungehöriges« politisches Denken und Handeln. Dann sind Menschen eben »verrückt« oder »ticken nicht ganz sauber«, sind einfach »unbegabt« oder gleich »krank«. […]


6 Antworten auf “»Die Unangepaßten aussortieren«”


  1. 1 Rolf 31. Januar 2008 um 23:44 Uhr

    Eine Frage: Ich finde die polemische Anfeindung nicht…wo ist sie?!

  2. 2 Savo Vasic 01. Februar 2008 um 0:11 Uhr

    Du musst nur 70 mal die Taste X drücken und dann die ersten drei Stropfen von „We are a World“ auf Lautstärke 8.5 trällern. Dann erscheint sie Dir, sicher.

  3. 3 lincoln 01. Februar 2008 um 0:28 Uhr

    Der Verweis auf den entsprechenden Artikel steht unter dem Interview.

    @ Savo Vasic
    Der ist ja saukomisch. Hast du lange dafür gebraucht?

  4. 4 Rolf 01. Februar 2008 um 1:32 Uhr

    Und riefen sie: Nein, nein, diese Formulierung ist nicht der Kommunismus und lustig ist sie auch nicht.

    Wendy?

  5. 5 bigmouth 03. Februar 2008 um 0:58 Uhr

    huiskens dualismus ist putzig

  6. 6 Freerk 03. Februar 2008 um 15:55 Uhr

    Deine ein- bis zweizeiler auch und verkehrt zu ca. 99,9 %.

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