Die Sehnsucht nach dem Datenschutz.

· ist ziemlich lächerlich. Wer soll sie denn schützen? Und vor wem? Die Antwort heißt beide Male: Staat (Bürokratie, Behörden, Ämter…). Und was soll da geschützt werden? Daten sind doch Kenntnisse – und um sie zu “schützen”, muß man sie erst einmal haben. Im Klartext also: Der Staat muß Bescheid wissen, um dann immer das zu vergessen, was ihn gerade im gegebenen Zusammenhang nichts angehen soll..
· ist untertänig genug, um sich auf das Bundesverfassungsgericht als seinen größten Trumpf zu berufen. Dabei ist das “Recht auf informationelle Selbstbestimmung” genau besehen eine ziemlich entlarvende Kreation der obersten Rechtspflege der Nation. Die Vorstellung ‘Meine Daten gehören mir’ führt sich nämlich selbst ad absurdum: Ich habe zwar Absichten und Interessen, aber i c h kann mit meinen Daten doch überhaupt nichts anfangen! Die sind es doch überhaupt nur, weil andere, und zwar maßgebliche Interessen sie über mich a n g e l e g t haben, die mich einer praktischen Benutzung und Verfügung unterwerfen.
Deshalb kann auch keiner “seine” Daten verkaufen oder beleihen.
Einen ideologischen Nährwert hat das schöne Recht aus Karlsruhe
aber schon: Seine Anhänger haben, wenn auch nicht praktisch, so
doch in ihrer Einbildung den staatlichen Gebrauch “ihrer” Daten
an die Bedingung geknüft, daß ihnen ihr Verwendungszweck unheim-
lich einleuchten muß. Für mündige Demokraten also allemal eine
nette Serviceleistung…

Quelle: Das elektronische Archiv.


5 Antworten auf “Die Sehnsucht nach dem Datenschutz.”


  1. 1 der Klassensprecher von 1984 06. Februar 2008 um 0:10 Uhr

    Die Texte aus dem Archiv haben einen Blocksatz, der beim einfachen Einfügen die erkennbaren ekligen Umbrüche und überflüssige Leerzeichen enthält.

    Lieber in eine Textverarbeitung einfügen, alles auswählen, dann auf links oder rechtbündig umformatieren (das killt den Blocksatz) und dann erst weiterverwenden.

    Das erhöht die Lesbarkeit ungemein, m‘kay?

  2. 2 Wendy 06. Februar 2008 um 13:39 Uhr

    Das Ding ist, dass es beim reinkopieren in den Beitrag noch okay aussieht. Wenn er dann erstellt wird, siehts plötzlich so komisch aus. Deinen Tip hab ich übrigens schon ausprobiert.

  3. 3 scheckkartenpunk 06. Februar 2008 um 18:32 Uhr

    das sind halt zeilenumbrüche dring, die sind als zeichen nicht sichtbar. da bringt eine formatierung nichts, die müssen alle gelöscht werden.

    ist es denn nicht so, dass datenschutz auch die konkurrenten untereinander vor dem zugriff des jeweils anderen schützen soll? die pauschale einleitung geht da nicht drauf ein. im zuge der diskussion um die verfassungschutzklage geht es ja auch schon um spekulationen daten an beispielsweise die musikindustrie weiterzugeben. das sind dann ja keine staatlichen sondern privatinteressen.

  4. 4 Wendy 06. Februar 2008 um 19:36 Uhr

    Und wie sind die zu löschen?

  5. 5 der Klassensprecher von 1984 06. Februar 2008 um 21:00 Uhr

    Sorry, ich hätte mich etwas deutlicher ausdrücken sollen:
    Also du nimmst den OpenOffice Writer her (sehr zu empfehlendes freies Textverarbeitungsprogramm; gibt’s hier: http://de.openoffice.org/), fügst den Text in ein neues Dokument ein, wählst aus dem „View“ Menü die Option „Nonprinting Character“ (bzw. die jeweilige deutschsprachige Entsprechung) aus, die dir die Zeilenumbrüche anzeigt.

    Dann wählst du alles aus und macht per Menü „Format“->“Autoformat“->“Apply“.

    Die letzte Operation allein reicht auch hin.

    Blocksatz und Zeilenumbrüche perdu. Fertig.

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