Statements.


Umgekehrt wäre es bestimmt nicht verkehrt, um einer guten Sache willen Linke zu spalten. Dann hätte man ein paar mehr für seine Sache gewonnen. Bloß hat der Feminismus überhaupt nicht spaltungswürdiges an sich. Die Revolution ist keine Frauenfrage.

Deine MG.


22 Antworten auf “Statements.”


  1. 1 Savo Vasic 08. Februar 2008 um 14:44 Uhr

    :-O Jetzt wissen wirs.

  2. 2 der Klassensprecher von 1984 08. Februar 2008 um 15:28 Uhr

    Das Ganze gibt’s auch nochmal ausführlicher als Vortrag & Diskussion hier:
    http://www.archive.org/details/GegenStandpunktDieFrauenfrage

    Oder unter anderem auf der CD „Sternstunden kommunistischer Propaganda II“:
    http://doku.argudiss.de/data/isos/sskp2.iso
    (auf http://archiv.argudiss.de/)

  3. 3 Wendy 08. Februar 2008 um 15:45 Uhr

    Hm, das fand ich, ehrlich gesagt, reichlich wirr… Mir ist da beim Hören irgendwie die Einsicht in das Konzept der Vortragenden abhanden gekommen. Einzig die Argumente zur Sprachkritik konnte ich nachvollziehen, wenn ich sie auch weiterhin nicht teile.

  4. 4 keta minelli 08. Februar 2008 um 16:11 Uhr

    aber zumindest mit diesem kurzen satz dort oben haben sie doch recht. auch wenn mensch(!) es besser anders formuliert hätte.

  5. 5 besserscheitern 08. Februar 2008 um 16:19 Uhr

    Und darum gings m.M. nach oberflächlichem drüberhören im ganzen Vortrag. Die Frauenbewegung würde nichts für eine grundsätzliche Veränderung der Gesellschaft bewirken. Sie fordert(e) nur weitereichende Teilhabe am – wie die KT sagen würde – „falschen Ganzen“.

  6. 6 Wendy 08. Februar 2008 um 16:40 Uhr

    Ja, genau, das hat mir auch eingeleuchtet: Weibliche Wähler, weibliche Soldaten…, das braucht es nicht.
    Ich stimme übrigens mit dem Zitat vollkommen überein. Das würd´ ich so unterschreiben.

  7. 7 Savo Vasic 08. Februar 2008 um 17:11 Uhr

    es ist nicht falsch, aber verfälschend.

  8. 8 besserscheitern 08. Februar 2008 um 17:39 Uhr

    Nennt mich Bewegungsschwein, aber ich grübele seit längerem an dem Problem herum, durch welches Medium eine im marxschen Sinne radikale Kritik in eine politische Auseinandersetzung getragen werden soll oder anders: müssen, damit es auch zu einer politischen Auseinandersetzung kommt, nicht Akteure her und wären das heute trotz allem nicht doch wieder die sozialen Bewegungen?

  9. 9 Wendy 09. Februar 2008 um 6:48 Uhr

    Meine Frage: Wie kommst du von radikaler Kritik zu Akteuren und wie kommts du von denen zu den „sozialen Bewegungen“? Ich stelle mal in Abrede, dass es sowas wie eine Bewegung in der BRD überhaupt gibt und das bisschen Restlinke, dass sich so den Tag vertreibt mit Antifa und Mayday ist ganz offensichtlich nicht im Stande eine radikale Gesellschaftskritik zu leisten.
    Die MG hat doch außerdem geschrieben, dass um einer guten Sachen willen Spaltungen schon möglich und nötig sein können. Mit dem Feminismus können die allerdings nichts anfangen, was mir einleuchtet, aber sie schließen nicht aus, dass es irgendwo Schnittmengen mit anderen Strömungen gibt.

  10. 10 Savo Vasic 09. Februar 2008 um 14:55 Uhr

    was sind denn die sozialen bewegungen, auf die du dich beziehst?

    zapatistas? antiglobis von seattle?

    ich will hier nicht gross ausschweifen, aber:

    eine klassengesellschaft kann meines erachtens nach einer analyse der politischen ökonomie nicht von linken beweglern, sondern nur von der klasse der lohnabhängigen aus den angeln gehoben werden.

    ich habe mich nie so richtig ausführlich mit der MG auseinandergesetzt, aber ich bezweifle stark, dass wir mit universitärer „marxologie“ einen schritt näher an die zerstörung dieser gesellschaft rankommen… da macht es meiner meinung nach mehr sinn, sich auf gesellschaftliche bruchstellen (arbeiter_innenkämpfe, studenten_innenproteste, wohnungskämpfe, usw.) zu beziehen, wo sich teilweise schon heute bewusstsein am konstituieren ist.

  11. 11 Hank Roberts 09. Februar 2008 um 16:45 Uhr

    @ Savo Vasic

    „ich habe mich nie so richtig ausführlich mit der MG auseinandergesetzt“

    Überflüssig, das zu erwähnen, das ist offenkundig. „Universitäre Marxologie“ wurde durch die MG kritisiert, so lange sie existierte. Das kann man neuerdings ja auch bequem selber im MG-Archiv überprüfen. Und der GegenStandpunkt verfährt da durchaus nicht anders.

    Insofern ist die Charakterisierung „Universitäre kommunisten aus Deutschland – ziemlich elitär“ schlichtweg daneben.

  12. 12 Ben 09. Februar 2008 um 17:25 Uhr

    ich habe mich nie so richtig ausführlich mit der MG auseinandergesetzt, aber ich bezweifle stark, dass wir mit universitärer “marxologie” einen schritt näher an die zerstörung dieser gesellschaft rankommen

    Du bist putzig, weil Du ja selber sagst, dass du dich kaum auseinandergesetzt hast mit der MG – dann aber so ein ausführliches Urteil abgeben kannst…

    Die „universitäre ‚Marxologie‘“ hat vielleicht schlicht den Zweck, Leute in den Argumenten gg. den Laden zu schulen? Was ist denn daran verkehrt? Du scheinst dich darum ja offenbar nicht zu scheren, geht es dir ja gleich um „Sollbruchstellen bearbeiten“, wo „bewusstseinskonstitution“ stattfindet…als wenn es kein Bewusstsein gäbe! Davon gibs genug, es ist nur grundfalsch…aber Leute die dich dazu ein paar Gedanken machen, sind ja nur universitäre Marxologen…tze.

  13. 13 Savo Vasic 10. Februar 2008 um 1:13 Uhr

    Dann hab‘ ich das wohl tatsächlich verkehrt wahrgenommen (sofern die MG den universitären Marxismus kritisiert hat).

    Aber können mir die beiden Poster_innen auch schreiben, worin die MG ihre Hauptaufgabe sah? Sofern diese tatsächlich auf die Schulung ausgerichtet war: Als ob ein falsches Bewusstsein tatsächlich umgeschult werden könnte… Da bleibe ich doch lieber bei der Konstitution in realen Kämpfen, auch wenn sich da eine Menge Fragen zur praktischen intervention stellen.

    „Insofern ist die Charakterisierung “Universitäre kommunisten aus Deutschland – ziemlich elitär” schlichtweg daneben.“

    Ich bin lediglich Moderator in diesem von dir verlinkten Forum. Mit den publizierten inhalten habe ich, sofern nicht anders vermerkt, nichts zu schaffen.

  14. 14 Hank Roberts 10. Februar 2008 um 13:39 Uhr

    @ Savo Vasic

    1. Da es die MG seit fast zwanzig Jahren nicht mehr gibt, sind solche Diskussionen immer ziemlich uninteressant. Deshalb nur so viel: Die Absichten waren ganz praktische und sicherlich nicht auf den Betrieb eines Schulungswesens ausgerichtet. Oder was denkst du, welche Zwecke eine kommunistische Organisation verfolgt?

    2. Zur Differenz zwischen Marxismus und Marxologie finden sich in diesem Blog ein paar Hinweise anlässlich des Frankfurter Ums Ganze-Kongresses (hier und hier). Insbesondere die Ankündigung der GegenStandpunkt-Veranstaltung „Was von Marx zu lernen wäre“ könnte da hilfreich sein.

    3. Zu den „realen Kämpfen“ und wie man sich dazu stellt empfehle ich als Beispiel die Aufzeichnungen zweier Veranstaltungen des GegenStandpunkt zum Nürnberger AEG-Streik (hier und hier).

    4. Als Forums-Moderator könntest du dann ja dieses doch reichlich blöde Label verändern, oder? :-)

  15. 15 Savo Vasic 10. Februar 2008 um 13:54 Uhr

    kann ich nicht, weil ich mit dem portal nichts zu tun habe.

    bei bumbum-marxisten kann ich also auch erwarten, dass sie die geschichte des linkskommunismus intus haben: also, dort findest du auch meine kritik an seminarmarxismus, organisation&funktion, etc.

  16. 16 Hank Roberts 10. Februar 2008 um 14:22 Uhr

    @ Savo Vasic

    Sag mal, was bist du denn für ein Komiker? Da bekommst du von mir Hinweise auf Texte und Mitschnitte um dich selbst davon überzeugen zu können, dass der Vorwurf „universitäre Marxologen“ einfach nur bescheuert ist, und als Antwort bringst du Albernheiten wie „bumbum-marxisten“ und „Seminarmarxismus“?!

    Okay, Debatte beendet

  17. 17 Ben 10. Februar 2008 um 15:09 Uhr

    Ich hab eine Frage:

    1. Was ist ein Bumbum-Marxismus und was unterscheidet dich davon. Bist du ein Salonmarxist…oder was soll der bessere Marxismus sein?

    2. Was ist denn Linkskommunismus und was ist der schlechtere Kommunismus? Rechtskommunismus`? Wasn das?

    Und Savo: Du bist schon merkwürdig. Hank hat dir schon konkrete Hinweise gegeben, damit du dich davon überzeugen kannst, dass deine kritik quatsch ist. Dann borniert zu sagen: Ignorier ich mal…das ist alles andere als eine sachliche Debatte unter Kritikern dieser Ordnung…kein Wunder auch, dass dann so gut wie gar keine Gemeinsamkeiten zwischen Kritikern dieser Ordnung entstehen bei so einem Verhalten.

    Und wenn du schon auf die „Geschichte des Linkskommunimus“ verweist, wo möglicherweise was zur MG steht, dann machs genau oder halt den Mund von Dingen, mit denen du dich ja „nie ausführlich selbst beschäftigt hast“.

  18. 18 Hank Roberts 10. Februar 2008 um 18:51 Uhr

    Als Nachtrag noch ein Zitat, das ascetonym ausgegraben hat. Es bringt recht gut auf den Punkt, was Marxologen auszeichnet und wodurch sich diese von Marxisten/Kommunisten unterscheiden:

    „es ist jemand, der sich ständig mit MARX beschäftigt, um aus seiner Theorie etwas anderes zu machen als sie ist, und der sich deshalb ständig weigert, den Inhalt der Marxschen Theorie zur Kenntnis zu nehmen, weil er viel zu sehr damit beschäftigt ist, sie zur Legitimation des eigenen Standpunktes weiterzuentwickeln, abzuwandeln und zu bereichern.“

    „Damit allerdings wollen wir nichts zu tun haben.” (Peter Decker)

  19. 19 Wendy 10. Februar 2008 um 21:27 Uhr

    Hört auf euch zu streiten.

  20. 20 Brecht 14. Februar 2008 um 19:37 Uhr

    @ Savo Vasic:

    Darf man jetzt erwarten, dass deine Kritik der „universitären Marxologie“ in Zukunft nicht mehr vom Stapel gelassen wird deinerseits oder kommt nochmal ein Argument?

  21. 21 Savo Vasic 17. Februar 2008 um 21:37 Uhr

    Die Begriffe würd‘ ich überdenken – Nicht jedoch das ursprüngliche Unbehagen gegen das Auftreten, Agieren und schlussendlich auch Argumentieren.

    Wenn die Überprüfung des anderen Argumentes immer nur die „Irrationalität“ als Konsequenz hat, kann dies nur einen Grund haben.

  1. 1 Termine für den März. « Reiten, lesen, Freund_innen treffen Pingback am 01. März 2010 um 23:22 Uhr
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