U-Bahn-Gespräche.

Ein Alki-Pärchen, der Mann ist etwas gepflegter als die Frau, sie trägt eine Plastiktüte mit leeren und vollen Bierflaschen bei sich, er ist mit „N.Y.“-Kappe und billigem Fliegerbrillenimitat angetan.
Aufmerksam werde ich auf die beiden, als er beginnt, laut in sein Handy zu sprechen.

Ich krieg´ nô hundert Euro von dir. Die krieg´ ich in einer Woche! Sonst hau´ ick dé um, wenn ick dé sehe. Haste mich verstanden?! Bist Donnerstag!!

Kurze Pause.

Is mir scheißegal wann.

Energisches auflegen, fröhliches Grinsen. „So macht man dit. Wenn man nô Jeld bekommt.“

Wenig später wird er noch die Kontrolletis anpöbeln. Ich liebe diese Stadt.


8 Antworten auf “U-Bahn-Gespräche.”


  1. 1 k-toffel 26. Februar 2008 um 22:42 Uhr

    die schlafenden bauarbeiter die dann noch anfangen sich vollzusabbern und es nicht mitbekommen sind aber auch nicht schlecht…u-bahn fahren birgt immer wieder neue erlebnisse…naja…ist ja auch underground…

  2. 2 Shizo 26. Februar 2008 um 23:09 Uhr

    haha. Das weckt glatt Erinnerungen an diese großartige Stadt :)

  3. 3 communizm 27. Februar 2008 um 0:04 Uhr

    einst fuhr man mit einem freund in der u-bahn als so ein suffi einstieg und sich neben uns setzte. dann kamen kontrolleure, die er dann etwa 5minuten beschäftigte mit allerlei geschichte ehe er dann endlich seinen fahrschein rausholte. als die kontrolleure dann weg waren, holte der herr glatt seine flasche korn ausm juten stoffbeutel, haut raus: „darauf muss ich erstmal einen nehmen.“ setzt an. nimmt nen ordentlichen schluck und fragt meinen freund ob er nich auch mal nen schluck nehmen wolle. herrlich. es liebe berlin. es lebe der öffentliche personennahverkehr.

  4. 4 Wendy 27. Februar 2008 um 0:30 Uhr

    k-toffel: Hmja, das macht mich immer traurig, zu sehen, wie fertig die Leute sind, obwohl die wahrscheinlich schon jahrelang ihren Job machen und zur gleichen Zeit rausmüssen. In der U-Bahn einpennen, total entgleiste Gesichtszüge :( .

    communizm: Geile Geschichte, es ist wirklich eine großartige Stadt.

  5. 5 narodnik 27. Februar 2008 um 8:13 Uhr

    Die Straßenbahn in Gelsenkirchen soll auch so sein.

  6. 6 keta minelli 28. Februar 2008 um 15:42 Uhr

    Ich lebe zum Glück in einer Stadt, in der man sich jederzeit ein Taxi leisten kann.

  7. 7 Wendy 28. Februar 2008 um 19:33 Uhr

    Wuäh. Taxis. leisten. Ich sach ma: Kurzstrecke is in Ordnung und wenn sich viele Leute eines teilen.

    Hey warte mal, du hast Recht: Das ist ja eigentlich schweinebillig.

  1. 1 Streikerlebnisse Teil 1 | deadrat Pingback am 17. März 2008 um 11:50 Uhr
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