Scheiß auf Tibet.


Nur wenn man sich mit terroristischer Gewalt auf die Weltbühne bombt, wird man irgendwann als politischer Verhandlungspartner akzeptiert.

Wär´ ich Staatsfan würde es jetzt noch: „Straßenschlacht in Lhasa – Die Panzer sind die Antifa“ geben. Denkt mal drüber nach.

Scheiß auf Tibet.

Bau ich nochmal aus, wenn ich Zeit habe.


14 Antworten auf “Scheiß auf Tibet.”


  1. 1 besserscheitern 17. März 2008 um 15:41 Uhr

    Der Beitrag im Spiegel war jawohl schrecklich:

    Gaza als Chiffre von universellem Leid und Unterdrückung. dabei spielt Gewaltlosigkeit in der Ideologie des Dalai Lama eine wichtige Rolle im Gegensatz zum palästinensischen Widerstand im Allgemeinen und der Hamas im Besonderen.

    Ich glaube für eine identitäre Positionierung taugt der Konflikt kaum, beide Konfliktparteien sind für sich genommen Scheiße.

  2. 2 Wendy 17. März 2008 um 15:57 Uhr

    Ich hab den Artikel nicht gelesen, mir wurde nur die Überschrift mitgeteilt. Und die enthält ja viel wahres. Allerdings werden die Tibeter wohl auch irgendwie zum chinesischen Volk gezählt und China meint, Anspruch auf es zu haben, was ja bei Palästina nicht so ist. Hm. Aber das China Tibet auch aus Gründen der nationalen Einheit und Stabilität nicht in die nationale Unabhängigkeit entlassen kann, ist ja wahr.

    Naja… :-/ Eigentlich stimmt am Zitat garnichts. Werds mal ändern. :D

  3. 3 Merkava 17. März 2008 um 15:59 Uhr

    Zur Einordnung der Rolle „Seiner Heiligkeit“ als „nützlicher Idiot westlicher Menschenrechtsdiplomatie“ in der imperialistischen Konkurrenz mit China: Religiöser Fundamentalismus, wie ihn Imperialisten lieben

    Aber aufpassen: Aus dem Umstand, dass einem die religiös aufgeladenen nationalistischen Bestrebungen der tibetischen Aufrührer und ihres Anführers nun wirklich nicht sympathisch sein können, folgt ja mitnichten eine Parteinahme für den chinesischen Gewaltmonopolisten in seinem Kampf gegen separatistische Bestrebungen. In diesem speziellen Fall wie generell ist beim Thema Nationalismus doch Analyse & Kritik und nicht das Daumendrücken für eine der streitenden Parteien angesagt.

    P.S.: Mir ist schon klar, an welche Adresse der Spruch mit den Panzer fahrenden Antifas geht, gibt ja auch genug von diesen Volltrotteln (ADF!), macht’s aber nicht wirklich besser.

  4. 4 fred feuerstein 17. März 2008 um 17:41 Uhr

    ich würd das auch nich vergleichen mit palästina:
    tibet war ausser durch besatzung von kolonialmächten immer ein teil chinas, genau wie die tibeter integraler bestandteil chinas sind. der konflikt der in den 50 ern ausbrach, ist wohl eher ein politischer konflikt der tibetischen feudalisten gegen die chinesischen kommunisten, auf dessen seite übrigens der panschen lama, 2. hinter dem dalai lama, kämfte.
    die gesellschaftlichen zustände die sich in tibet unterm kolonialismus erhalten hatten, sind mit mittelalter noch untertrieben beschrieben.
    ach ja: gewaltfreiheit der buddhisten? isn scherz oder???

  5. 5 besserscheitern 18. März 2008 um 13:37 Uhr

    Ich glaube die Wahrnehmung der Tibeter schon immer unabhängig gewesen zu sein resultiert aus der absolut peripheren Lage Tibets. Integraler Bestandteil ist da schon etwas zu stark. Im alten Chinsischen Weltbild gibt es drei Kategorien von Staaten/Provinzen/Gemeinwesen 1. chinesische 2. von China abhängige Randprovinzen, worunter für Jahrhunderte Tibet fiel und 3. ganz uninteressante Länderein die mit China keine Berührung haben.

    Nochmal wegen der Gewaltlosigkeit: Ich hatte da schon bewusst Ideologie geschrieben, in einigen Regionen des alten Tibets wohnten Kriegerstämme die stolz darauf waren den ganzen Tag mit ihren riesigen knarren rumzurennen. Heute präsentiert sich die Exilgemeinde als harmlose friedfertige Religionsgemeinschaft. Das bis jetzt jeder gesellschaftlichen Organisation ein Gewaltverhältnis zugrunde lag wollte ich nicht in Abrede stellen.

  6. 6 Wendy 18. März 2008 um 15:00 Uhr

    Hm, alles ganz richtig, was hier geschrieben wird, aber der Verweis darauf, dass Chinas überlegene Macht Tibet „schon immer“ unter seine Verwaltung stellte, ist blöd. Da wird ja nur festgestellt, dass dieses Verhältnis der Abhängigkeit und der Kontrolle schon eine Weile existiert. Im Umkehrschluss wird natürlich das Verlangen mancher Tibeter nach einem „eigenen Staat“ nicht besser.

  7. 7 machnow 18. März 2008 um 15:13 Uhr

    schon allein die autorität des DALAI LAMA(rsch) iss doch nen witz.

    der lacht sich schön ins fäustchen, wenn es um legitimation, frauenrechte, emanzipation und wahlen geht. iss er nicht eine reinkarnation, oder so? gefunden auf obskure art und weise. inwieweit dies nicht mit mißbrauch umschrieben werden kann, lass ich mal aussen vor.

    und von gewaltfreiheit kann wohl kaum die rede sein. apokalypse, letztes gefecht und heiliger krieg gibt es im buddhismus ebenso. elitäre ausgrenzung iss für die auch nicht neu. analphabetismus und weltabgewandte apathie – im buddhismus „nirvana“ genannt – sind programm …

    und neben gaza fällt mir noch das kosovo ein. da hat sich die „weltgemeinschaft“ ja geradezu erfolgreich eingemischt. aber auch der irak ist ein wunderbares beispiel erfolgreicher interventionspolitik mit demokratisierungsansinnen. vielleicht aber auch….

  8. 8 fred feuerstein 18. März 2008 um 22:36 Uhr

    also mit dem argument tibet gehörte immer schon zu china, wollte ich niht den chinesischen staat als gut darstellen. es gibt nur keine nationale unterdrückung sondern einfach einen politischen konflikt, der massgeblich durch die interessen usa und deutschlands beeinflusst ist. das gleiche traf ja auch auf taiwan zu. ich meine wenn china ne art kolonialmacht wäre und tibet ein besetztes land wäre, dann wäre das was andere.das würde aber nichts daran ändern,dass der buddhismus,erst recht in der gelbmützen version, an reaktionärem scheiss echt nicht mehr zu übertreffen ist. und der dalai lama ist echt ne marke, ihr müsst mal eijn buch von dem lesen, ist derbe lustig.

  9. 9 besserscheitern 18. März 2008 um 22:50 Uhr

    Na ja, sagen wir es mal so: Mittlerweile ist es für die Chinesen ein realpolitisches Problem und für die Tibeter zusätzlich auch ein ideologisches. In Tibet gibt es ordentlich Bodenschätze und es wäre ein ordentliches Territorium, dass sie verlieren würden außerdem könnten sie sich dann Taiwan absolut endgültig abschminken.

    Die nationale Identität eines eigentständigen Staates Tibet würde sich sehr stark aus den skurrilen bis schrecklichen Aspekten speisen, die hier schon angesprochen wurden.

  10. 10 bigmouth 19. März 2008 um 1:58 Uhr

    ich meine wenn china ne art kolonialmacht wäre und tibet ein besetztes land wäre, dann wäre das was andere

    weil? es sind doch gar nich so wenige kolonialistische elemtente vorhanden – die ansiedlung echter chinesen, herrschaft durch verwaltungsbeamte v ausserhalb, rückdrängugn der „rückständigen“ kultur…

  11. 11 blubb17 19. März 2008 um 12:59 Uhr

    Was gibts denn für Bodenschätze in Tibet?

  12. 12 Wendy 19. März 2008 um 13:52 Uhr

    Mana.

  13. 13 besserscheitern 19. März 2008 um 15:28 Uhr

    Aus sicht der Chinesen (http://www.china-botschaft.de/det/zt/sjwj/t94308.htm):

    „Bodenschätze Tibet verfügt über 90 Arten von Bodenschätzen. Von den 26 Arten bekannter Bodenschatzreserven nehmen 11 Arten den 1 bis 5. Platz des Landes ein. Chromeisenerz kommt auf einer Fläche von 2500 qkm vor, konzentriert im Gebiet von Bagon-See in Nordtibet bis zum Fluß Nujiang und zum Yarlung Zangbo. Der festgestellte Vorrat nimmt den ersten Platz des Landes ein. Das Grubenfeld Norbusa im Bezirk Lhoka ist eine wichtige Basis für die Gewinnung von Chromeisenerz. Der geschätzte Vorrat an Lithium ist einer der größten der Welt. Der geschätzte Vorrat an Kupfer nimmt den zweiten Platz des Landes ein. Die festgestellten Reserven von Borax, Magnesit, Schwerspat und Arsen belegen den dritten Platz des Landes, die Reserven von Kaliglimmer und Torf den vierten Platz und die Reserven von Gips und Porzellanerde den zweiten bzw. den fünften Platz. Weitere wichtige Bodenschätze sind Speisesalz, Soda, Glaubersalz, Schwefel, Phosphor, Kalium, Kieselgur, Doppelspat, Korund, Kristalle und Achat.“

  14. 14 Wendy 19. März 2008 um 16:00 Uhr

    Das Mana verschweigen die natürlich, sonst wird das Interesse der anderen Weltmächte an Tibet noch größer.

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