Ökonomischer Gottesdienst?

Prayer at the Pump

US-Bürger beten an Tankstellen um billigeres Benzin. Gott möge in das Leben „jener selbstsüchtigen, gierigen Leute eingreifen, die die Preise so steigen lassen“.

Washington D. C. (www.kath.net) Was tun gegen die ständig steigenden Benzinpreise? Die US-amerikanische Gruppe „Prayer at the Pump“ („Beten an der Zapfsäule“) ist überzeugt, dass hier nur mehr Gott helfen kann.

Die Mitglieder treffen sich zum Gruppengebet an Tankstellen. Chef der innovativen Gruppe ist der Pensionist Rocky Twyman. Der rührige Mann schaffte es, dass sich am Wochenende an einer Tankstelle in San Francisco gleich 200 Beter versammelten.

Der Preis für eine Gallone (3,79 Liter) Sprit war dort auf vier Dollar (2,59 Euro) gestiegen, ein Preis, der für die US-Amerikaner extrem hoch ist. Miteinander beteten sie dafür, dass Gott „in das Leben jener selbstsüchtigen, gierigen Leute eingreifen“ möge, „die die Preise so steigen lassen“.


2 Antworten auf “Ökonomischer Gottesdienst?”


  1. 1 mr. yello finger 09. Mai 2008 um 13:46 Uhr

    erinnert mich irgendwie an den ollen brecht, der hat doch ma son gedicht geschrieben: „700 intellektuelle beten einen öltank an“

  2. 2 Atta Troll 18. Mai 2008 um 12:52 Uhr

    Vielleicht hat es ja einen ähnlichen Effekt im heutigen Amerika wie das Erdbeben von Lissabon im 18.Jahrhundert un Europa und erschüttert den Glauben vieler Menschen in einen guten und allmächtigen Gott, der doch nicht zulassen kann, dass der Preis für Erdöl über $125 pro Barrel steigt! Oder aber, es löst – Gott will uns Sünder strafen – eine Büßerbewegung aus.

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