You are dumm.

es sollte aber nicht vergessen werden, dass sich amerikanischer und deutscher patriotismus vom charakter her unterscheiden


„natürlich sind die dinge komplizierter und komplexer….“

Deutsch = Blut&Boden // Amerikanisch = Wertenationalismus! In den USA werden Neger und so Pack aus vernünftigen Gründen gelyncht.


15 Antworten auf “You are dumm.”


  1. 1 besserscheitern 19. Juni 2008 um 12:29 Uhr

    Jetzt machst du genau dass was du kritisieren wolltest. Ebenso wie die Dichotomie völkisch/deutsch vs. verfassungspatriotisch/amerikanisch zu holzschnittartig ist, unterstellst du, dass der Rassismus, den es in den USA immer gegeben hat eine konstante intstitutionalisierte Form im Verfassungswerk hätte.

    Tatsächlich ist es doch aber so dass die Verfassung der USA ein Dokument von ungeheurer Sprenkraft war. Sie enthielt zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung so revolutionäre Forderungen, dass es noch über hundert Jahre dauerte bis diese von US Bürgern gegen andere US Bürger durchgesetzt wurden. Selbstverständlich gibt es in den USA weiterhin Rassismus und zwar nicht zu knapp. Aber du hats es in deinem süffisanten Kommentar für meinen Geschmack etwas zu sehr verkürzt. (Wobei mir klar ist, im Dienste welcher Sache dies so geschrieben wurde ;) )

  2. 2 Wendy 19. Juni 2008 um 14:58 Uhr

    Naja, „revolutionär“ ist für mich immer noch etwas anderes.
    Du weist übrigens selbst darauf hin, dass selbst diese fortschrittliche Verfassung für die meisten Bürger_innen der USA lange nicht bzw. nie verwirklicht wurde. Und selbst wenn: Das Problem bleibt doch das System.

    Und selbst der us-amerikanische Verfassungspatriotismus schützt Schwarze dort nicht davor, aufgehängt oder erschossen zu werden. Der Hinweis, dass das alles trotzdem etwas ganz anderes als in Deutschland sei (was durchaus stimmen mag), kommt doch mit dem Interesse daher, dass eine zu affirmieren und das andere im Vergleich schlechter dastehen zu lassen.

  3. 3 besserscheitern 20. Juni 2008 um 0:45 Uhr

    Das kommt mit dem Interesse daher, eine positive Gegenidentität haben zu wollen. Das Dilemma erbag sich als klar war dass Dimitroff überholt war und die Rolle der kapitalistischen Staaten im Kampf gegen den NS neu bewertet werden musste.

    Das Problem ist dieses Bedürfnis nach Identifizierung, dass Antideutsche eigentlich sehr gut kritiseren konnten solange es sich auf Deutschland bezog. Leider haben „sie“ diesen Fehler dann selber wiederholt.

  4. 4 Wendy 20. Juni 2008 um 1:59 Uhr

    Führ´ mal den ersten Punkt aus, ich weiß nicht ganz worauf du hinauswillst (könnte mir was vorstellen…).

    Weißte was? Führ´ den zweiten Punkt auch mal aus. Welche „Identifikationsleistungen“ haben denn Antideutsche besser kritisiert als andere Linke? Okay, die internationale Solidarität mit den Befreiungsbewegungen, aber das waren ja nicht nur identitäre Projektionsleistungen.

  5. 5 lysis 20. Juni 2008 um 9:50 Uhr

    Der Rassismus gegen Schwarze in den USA ist überhaupt nicht mit dem Thema Patriotismus verbunden. Außerdem hat er auch eine andere Struktur als der Anti-Ausländer-Rassismus in Deutschland. Aber da du ja mittlerweile beim GSP gelandet bist, ist das Plädoyer, sich Besonderungen anzuschauen und nicht einfach alles über den Leisten einer allgemeinen Staatskritik zu schlagen, wohl eh für die Katz.

  6. 6 besserscheitern 20. Juni 2008 um 14:07 Uhr

    Mit dem Wegfall der Dimitroffschen Faschismusanalyse sind kapitalistische Staaten nicht mehr das unmittelbar Böse. Es war einfach zu verlockend, die kapitalistischen Staaten für ihre effiziente Bekämpfung des NS zu feieren. Das war ja auch völlig OK, nur innerhalb des Linken Diskurses absolut nicht mehrheitsfähig weshalb sich stärker mit den Siegermächten identifiziert wurde.(Mit dem bekannten Erbgebnis)

    Am Beispiel des Geschichtsrevisionismus und sekundären Antisemitismus konnten die Antideutschen sehr gut bestimmte Identifizierungen mit einem nationalen Projekt kritisieren. Bei den heutigen antideutschen Jugend hab ich oftmals das Gefühl, dass aus dem Einspruch alle Kapitalistischen Länder samt und sonders ohne Ausnahme zu verdammen nur noch ein folkloristscher Bezug geworden ist.

  7. 7 Hinz und Kunz 20. Juni 2008 um 15:21 Uhr

    Der Rassismus gegen Schwarze in den USA ist überhaupt nicht mit dem Thema Patriotismus verbunden. Außerdem hat er auch eine andere Struktur als der Anti-Ausländer-Rassismus in Deutschland.

    Ist ja interessant, führ’s mal aus. Bestimmt haben die Weißen in den USA ihren Rassismus als eine Art Psychomacke mit in die Wiege gelegt bekommen? Bin gespannt.

  8. 8 Wendy 20. Juni 2008 um 15:56 Uhr

    Kapitalistische Länder sind aber scheiße und die haben den Faschismus doch auch nicht aus Menschenliebe, sondern wegen der Staatenkonkurrenz bekämpft. Wir hatten das doch alles schon: Einreisebeschränkungen von Juden, keine Bombardierung der Bahnschienen nach Auschwitz… Wofür soll mensch denn bitte die USA/SU/GB feiern?

    Der zweite Punkt ist mir zu schwammig und speziell und geht auch zu weit in Richtung Psychologisierung.

  9. 9 besserscheitern 20. Juni 2008 um 18:06 Uhr

    „Der zweite Punkt ist mir zu schwammig und speziell und geht auch zu weit in Richtung Psychologisierung.“

    Das ist mir nun zu undeutlich.

    Und auch wenn angenommen wird die Bekämpfung des NS wäre nur aus Staatenkonkurrenz geschehen so muss man dennoch eingestehen dass nichts anderes so effektiv war wie die Bekämpfung durch die Alliierten. Wäre schön wenns anders gewesen wäre, war es aber nicht.

  10. 10 Wendy 20. Juni 2008 um 18:59 Uhr

    Du schriebst was von „feiern“. Als ob die überhaupt „Faschismusbekämpfung“ im Kopf hatten, als die gegen NS-Deutschland in den Krieg getreten sind. Meinetwegen, schön und gut, die haben den niedergerungen, und nun?

  11. 11 mr. yellow-finger 20. Juni 2008 um 19:42 Uhr

    na das is doch voll toll und so… darfst dich jetzt zum personal von soner schönen einrichtung wie der brd zählen, die viel besser, demokratischer und freier ist… sorry, aber das hat doch was vom streit über die konsistenz von scheiße, findste nich?

  12. 12 Kunz und Hinz 20. Juni 2008 um 19:48 Uhr

    Der Rassismus gegen Schwarze in den USA ist überhaupt nicht mit dem Thema Patriotismus verbunden. Außerdem hat er auch eine andere Struktur als der Anti-Ausländer-Rassismus in Deutschland.

    Ist ja interessant, führ’s mal aus. Bestimmt haben die Weißen in den USA ihren Rassismus als eine Art Psychomacke mit in die Wiege gelegt bekommen? Bin gespannt.

    Wer deine Fehler nicht macht, muss nicht notwendig eine vergleichbare Dummbeuteltheorie haben.

    Der „Rassismus“ gegen Ausländer legitimiert einen Umgang mit Leuten, denen Nationalisten ideell das Bleiberecht entzogen haben. Ihre kulturelle, manchmal auch rassische Andersartigkeit soll dabei ihre Vertreibung, Abschiebung begründen. Patriotisch, also auf der Ebene der Nationalmoral angesiedelt, ist die Ausländerfeindlichkeit darin, dass Deutschland für die Deutschen reklamiert wird, der Politik also Versäumnisse bzgl. ihrer Fürsorgepflicht für die Volksangehörigen vorgeworfen werden. Als Patrioten, für die ideale Nation werden solche Leute aktiv gegen Ausländer.

    Anders der Rassismus gegen Schwarze in den USA: Da wird die sozialen Stellung der Leute rassistisch legitimiert. Sie werden zwar als Angehörige der Nation aufgefasst, aber als minderwertige. Wegen der ihnen unterstellten Negernatur sollen sie den sozialen Bodensatz der USA bilden, Slums bevölkern etc.. Der Notwendigkeit die gesellschaftliche Position Bodensatz, Pauper zu besetzen hat sich dort des Rassismus der Südstaatler bedient, ihn aufgegriffen und Schwarze bevorzugt zum gesellschaftlichen Bodensatz gemacht. Dass sie es dann sind bestätigt dem Rassisten das, was er ohnehin schon über sie denkt: Sie sind von Natur aus minderwertige Staatsbürger.

  13. 13 Wendy 20. Juni 2008 um 19:51 Uhr

    Na, das war doch mal erhellend.

  14. 14 Hinz und Kunz 23. Juni 2008 um 7:23 Uhr

    @ Kunz und Hinz:

    Bestritten war nicht, dass (die beiden) Rassismen sich durchaus unterschiedliche „Argumente“ zulegen, sondern die Behauptung von Lysis, dass das nichts mit Patriotismus zu tun hätte.

    Und da sind deine Ausführungen eine komplette Bestätigung meiner These. Die ganzen Rechtfertigungen amerikanischer weißer Bürger über die „Neger“ sind ein negatives Sammelsurium von *Ansprüchen* an einen korrekten amerikanischen Bürger für ein erfolgreiches Amerika. Wie soll der Bürger aussehen? Erfolgreich, reich und moralisch anständig. Wie nicht? Erfolglos, arm, moralisch verdorben – genau das, was in den „Neger“ hineingespiegelt wird. Auf so einen Gedanken kann logisch nur derjenige kommen, der seinem Vaterland die Daumen drückt und das dafür notwendige Personal in den Untertanen sucht und findet bzw. eben nicht. Der Gedanke der Aberkennung von Staatsbürgerschaft ist dabei nur eine Option bei den Konsequenzen des Patriotismus, aber auch nur das. Man kann da eben auch die Staatsbürgerschaft komplett anerkennen (immerhin benutzbare Neger!) und trotzdem Rassentrennung fabrizieren etc. pp.

  15. 15 Wendy 23. Juni 2008 um 14:34 Uhr

    Das war erhellender.
    thumbsup*

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