Feindbildpflegepersonal I

Achmed Toprak
Fuck, jetzt habe ich heute schon von zwei Leuten Beitragsüberschriften geklaut. :( Das alles wegen Dr. Ahmed Toprak, der ist Professor an der Fachhochschule Dortmund „forscht“ so:

Toprak kritisiert, dass im Kontext der Zwangsehe das öffentliche Augenmerk vor allem auf die Frauen gerichtet ist und Männer kaum thematisiert werden. In seiner Studie „Das schwache Geschlecht – Die türkischen Männer“ beschäftigt sich der Pädagoge Ahmet Toprak mit Gewaltprävention und interkultureller Pädagogik. In acht Interviews befragte er 15 junge türkische Männer, die ihre Ehefrau durch die Eltern in deren Heimatdorf auswählen ließen, obwohl sie in Deutschland zwischen 1964 und 1982 geboren wurden bzw. aufwuchsen. […]
Das Ergebnis dieser Arbeit ist die Erkenntnis, dass nicht wenige junge türkischer Männer und Familien der Zwangsehe/Ehearrangement offen gegenüberstehen oder sie sogar selbst praktizieren. Die Männer, die im Rahmen der Studie befragt worden sind, sind bewusst einseitig gewählt worden. Sie stammen allesamt aus traditionellen bildungsarmen Verhältnissen und somit ist die Studie laut dem Autor „nicht repräsentativ

1.2

Jemand drückte es so aus, dass er auch einfach eine Studie über mich machen und diese dann für Erkenntnissgewinnen über „Berliner Antifas“ nutzen könnte. Arbeitstitel: „Die Berliner Antifas. Zwangsblogging, Proletentum und Doppelmoral der Ehre.“. Das wär´ ungefähr genauso wissenschaftlich, wie wenn Dr. Toprak3 nach einer Studie mit 15 (in Worten fünfzehn) ausgewählten Jugendlichen aus „traditionellen bildungsarmen Verhältnissen“ zum Schluss kommt, alle türkischen Männer fänden es gut, wenn sie irgendwen heiraten sollen, zu dem sie wahrscheinlich kaum einen emotionalen Bezug haben und dafür eventuell sogar in die (unbehaglichen Gegenden der) Türkei zurückmüssen, aus der ihre Eltern stammen…

Sein Fazit: Alles Türken, alle gleich, alle Monster. Seine Artikel zu den türkischen Väter-Monstern sind auch sehr interessant.

Georg Klauda in seinem Artikel: „Mit Islamophobie gegen Homophobie?“ schreibt da eine gute Entgegnung zu.

Seine Seite bei der FH Dortmund (dort findet ihr auch die Schlägerväterartikel).

P.S.: Georg Klauda bringt bald ein Buch heraus. Titel: Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt.

  1. http://www.socialnet.de/rezensionen/3252.php [zurück]
  2. Quelle [zurück]
  3. Vor drei Jahren gab ich ein Interview im WDR, danach hat mir meine ehemalige Hauptschullehrerin eine E-Mail geschrieben: „Ich hatte mal einen Schüler, der hieß auch Ahmet Toprak, aber das können nicht Sie sein, denn der war so schlecht, dass er kein Doktor sein kann.“ [zurück]

6 Antworten auf “Feindbildpflegepersonal I”


  1. 1 turbo 02. Juli 2008 um 11:30 Uhr

    Gestern hat ich eine Unterhaltung darüber was cooler ist: Lateinische Weisheiten oder grieschische Fabeln.

    Da ich kein Latein in der Schule lernte und immer mit der Aussprache hadere, entschied ich mich für grieschische Fabeln.

    Doch beides ist doch peppiger als dieser Text und der Moment an dem ich diese Wurst von Text gelesen habe und mir doch nicht mehr gesagt wird, als das die Abstraktion von Phänomänen, teilweise peinlich hinterlegt, siehe die 15 Befragten, nicht die Absolution erreicht und auch, zu Recht, kritisierbar ist. bakghapgqhhinagvaw2i hmmm delphine oder besser noch MEGADELPHINE

  2. 2 Wendy 02. Juli 2008 um 12:44 Uhr

    Da hast du vollkommen Recht, ich hätte es bei zwei, drei Links und ein paar guten Punchlines belassen sollen. Ach, weißte was, ich änder´ das eventuell gleich mal so um.

    Megadelphine, ftw.

  3. 3 besserscheitern 02. Juli 2008 um 14:21 Uhr

    Oder du machst eine saubere soziologische Methodenkritik und gibst nochmal Infos rüber, in welcher Art die 15 jungen Männer befragt wurden. Sollte es sich um offene Interviews handeln, fehlt dir schon mal einer deiner Skandale an der Forschung des Dr. Toprak.

  4. 4 Wendy 02. Juli 2008 um 14:47 Uhr

    Ich hab´ den jetzt einfach kürzer gemacht, der Punkt wird auch so klar, ansonsten kann Georg Klauda dit besser als ich und das Handwerk der Soziologie werde ich, wenn ich hoffentlich noch für i r g e n d e t w a s anderes angenommen werde, nie lernen.

  5. 5 besserscheitern 02. Juli 2008 um 16:16 Uhr

    „…das Handwerk der Soziologie werde ich, wenn ich hoffentlich noch für i r g e n d e t w a s anderes angenommen werde, nie lernen“ … müssen? ;)

  6. 6 Wendy 02. Juli 2008 um 16:49 Uhr

    Die Aussage bleibt gleich, oder?

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