Ich lebe noch.

Wenn ich hier ab und an mal draufschaue, dann freue ich mich immer, dass sich pro Tag immer noch knapp hundert Leute auf diesen Blog verirren, obwohl seit längerer Zeit nichts mehr hier passiert ist. Das wird sich aber, wenn auch nicht sofort, wieder ändern. Keine Sorge! Zur Zeit habe ich jedoch zu wenig Zeit und Möglichkeiten, um regelmäßig etwas zu bloggen.

Meine Alma Mater1 stiehlt meine Zeit, doch nach langer Zeit des Nichtstuns, war es doch bitter nötig, dass ich meinem Leben wieder eine Perspektive, eine Richtung gebe. Dementsprechend glücklich war ich, als der Brief mit der vorläufigen Immatrikulation an der weltweit bekannten Akademie in meinem Briefkasten landete.

Wenn ich sehe, was für „Skandale“ ich verpasst habe, überkommt mich fast ein wenig Wehmut

„studiVz“: Ehemalige Klassenkameraden (der, der in der Stunde mal einpinkelt hat, weil er sich nicht getraut hat, zu fragen, ob er auf Toilette darf und der, der immer die Mädchen verhauen hat, bis ihm irgendwer mal aufs Maul gehauen hat) posieren stolz in der Bundeswehruniform und im Mario-Barth-T-Shirt. Deutsche Ottos sind eben so. Opfer!

Immerhin: Ich bin cool geblieben. :D Obwohl… *grusel*

Diaspora. Schulkamerad_innen, die nicht ganz so scheiße oder sogar überhaupt nicht scheiße waren, ziehen weg und die Streber_innen bleiben hier oder kommen von woanders her, um – immerhin – ein Studium an gerade einmal mittelmäßigen Berliner Unis abzureißen. Dafür Berlin. Die alten Freund_innen studieren und werden ausgebildet in urbanen Perlen wie Halle, Cottbus, Eisenhüttenstadt und Hamburg.

Zum Abschluss noch ein interessanter Text der Situationistischen Internationalen
[über] das Elend im Studentenmilieu“. Durch den Text bin ich noch lange nicht durch, aber er beschreibt die Eigenheiten des studentischen Status´ doch sehr treffend und mit einer angenehmen Distanz, die anderen oft fehlt. So kommt zum Beispiel der überhaupt nicht hochzuhaltende Schwebezustand der auszubildenden Studenten zwischem Stammklasse und Proletariat zur Sprache und wird analysiert, genauso wie das seltsame Selbstbild der Student_innen, das mensch so sogar schon an anderen (oder an sich selbst, nicht in meinem Fall) an sich festgestellt hat. Wenn ich mit dem Text durch bin, werde ich mal meine Lieblingsstelle(n) vorzeigen. Viele gute Punchlines sind ja durchaus enthalten.

In diesem Sinne: Erst-Semester, schreibts euch hinter die Ohren!

P.S.: Bald werde ich in diesen Beitrag das wahrscheinlich prolligste Lied der Welt editieren. Be aware!

Update: Endlich: Die Lokalmatadore – Gefangene der Straße (Ich hoffe, es funktioniert, der File-Upload ging verdächtig schnell…)

  1. welch´ Ironie: „Alma Mater“ und mancademy! [zurück]

25 Antworten auf “Ich lebe noch.”


  1. 1 Johann 04. November 2008 um 18:18 Uhr

    der c0unt als bebilderung taugt vorzüglichst!

  2. 2 Savo Vasic 06. November 2008 um 16:06 Uhr

    wendy liest kluge dinge.

    ps: die leser von wendy können sich ersatzweise, bis der blog wieder läuft, auch am kiosk ne „wendy“ kaufen.

  3. 3 Wendy 06. November 2008 um 17:44 Uhr

    @beide: In der Tat!

  4. 4 tee 07. November 2008 um 14:38 Uhr

    ui, gar keine 58 kommentare? jaja, so ist das mit der bekackten loyalität …

  5. 5 Wendy 11. November 2008 um 20:33 Uhr

    Ja, Schweine… Und schon wieder einen Skandal verpasst: „Stomper 98″, „Egotronic“ und das „Conne Island“. FUCK. Die Welt braucht meine ätzenden Kommentare. :(

  6. 6 blackone 13. November 2008 um 2:47 Uhr

    hier passieren echt sachen in letzter zeit, unglaublich.

  7. 7 coole sau 13. November 2008 um 18:23 Uhr

    Und das Lied ist immer noch nicht da, Wendy enttäusche nicht!

    ♥Tekknoatze

  8. 8 Wendy 14. November 2008 um 13:27 Uhr

    Jaaaaaa… Ich hasse mich selbst dafür.

  9. 9 sauerkraut 19. November 2008 um 23:30 Uhr

    jetzt mach was! *mitdemstockinsaugepiek*

  10. 10 Wendy 20. November 2008 um 14:57 Uhr

    Ich hab´ was gutes in Petto, aber Probleme, es zu Bloggen. :(

    „Ick will dô arbeiten jehen!“…

  11. 11 besserscheitern 22. November 2008 um 17:15 Uhr

    Kenn ich garnicht das Lied. Von welchem Album issen dat?

  12. 12 coole sau 22. November 2008 um 18:22 Uhr

    armutszeugnisse wenn mich nicht alles täuscht.
    nicht das prolligste lied aber immerhin nicht schlecht :D

    ♥Tekknoatze

  13. 13 Wendy 23. November 2008 um 13:54 Uhr

    Also ich find´ dieses pathetisch-traurige Fernfahrermotiv schon sehr „prollig“, aber eben nicht auf „rischtisch geil“– oder Proll-HipHop-Style, sondern eher etwas altmodischer.

    Fernfahrer, Leute! :D

  14. 14 der Klassensprecher von 1984 23. November 2008 um 16:25 Uhr

    Fernfahrer, Leute!

    Raus aus der Szene, rauf auf den Bock!

  15. 15 coole sau 23. November 2008 um 18:59 Uhr

    Ja, ich hab nur was anderes erwartet ;)

  16. 16 besserscheitern 26. November 2008 um 17:58 Uhr

    „Raus aus der Szene, rauf auf den Bock!“

    :D Hammergeil!

  17. 17 der Klassensprecher von 1984 26. November 2008 um 19:14 Uhr

    Raus aus der Gesellschaft, rein in den Rock!

  18. 18 ignaz 08. Dezember 2008 um 19:40 Uhr

    Das Original dieses Titels stammt übrigens von Manfred Krug, aus dem Soundtrack seiner 80er-Kultserie „Auf Achse“. Gibts leider nicht bei youtube.

  19. 19 Wendy 09. Dezember 2008 um 12:44 Uhr

    Du weißt echt alles. Dass das ein Manfred-Krug-Cover ist, adelt denn Song nun endgültig.

  20. 20 ignaz 19. April 2010 um 14:26 Uhr

    Ich hab den Track gefunden! Manne Krug im Duett mit Gunter Gabriel! Wenn ich ihn dir mailen soll, schreib einen Kommentar auf meinem Blog. Ich lösch den dann wieder. Obige Mailadresse geht nicht mehr…
    Bestes,
    ignaz

  21. 21 Wendy 19. April 2010 um 16:23 Uhr

    Done.

  22. 22 ignaz 19. April 2010 um 16:34 Uhr

    sie haben post.

  23. 23 Wendy 19. April 2010 um 16:41 Uhr

    Das ging ja schnell. Danke!

  1. 1 antifa heißt… « im*moment*vorbei Pingback am 10. November 2008 um 0:59 Uhr
  2. 2 Aus aktuellem Anlass. « Reiten, lesen, Freund_innen treffen Pingback am 19. April 2010 um 16:40 Uhr
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