Gegen den widerlichen Moralismus der Antideutschen.

Die Blogosphere ist gerade voll mit weinerlichen bis empörten Beiträgen darüber, dass es doch tatsächlich eine gewisse Gefahr darstellt, in der Nähe von Anti-Kriegs- bzw. Anti-Israel-Demonstrationen mit mehrheitlich palästinensischer Teilnehmerschaft die israelische Fahne zu schwenken.
Allein von der Fahne Israel lässt sich dieser Mob schon provozieren!“, „Das reicht schon um die Antisemiten zum Toben zu bringen!“.
Erstens Mal ist der Zweck solcher Aktionen die Provokation und dann ist es verwunderlich, dass sich bei Eintreten des gewünschten Effekts – die Demo wird in ihrem Ablauf gestört, man produziert Bilder vom tobenden Mob –, darüber echauffiert wird, dass er eingetreten ist.
Zweitens Mal führt Israel einen Krieg gegen die Hamas, der die Zivilbevölkerung in Gaza nicht schont, sondern „Kollateralschäden“ äußerst großzügig als in Kauf zu nehmende Variable mit einplant. Da gehen dann Leute, die etwas gegen diesen Krieg und oftmals als palästinensisch-nationalistische negative Abziehbilder der fahnenschwenkenden, linksdeutschen Kids auch gegen den Staat Israel haben, auf die Straße um ihren Unmut auszudrücken und gehen dann doch tatsächlich gegen Leute vor, die sich mit dem Schwenken der Fahne bewusst positiv zum Krieg und zu allen anderen Aktivitäten Israels stellen. Es ist Krieg, ihr seid Nationalisten, jetzt macht doch bitte nicht schon nach ein paar Schellen auf ernüchterte Soldaten im Schützengraben: Wer in allen Zeiten zu seinem (Wahl-)Volk steht, der muss vielleicht noch ganz andere Härten in Kauf nehmen. Es erzeugt Fremdscham, wenn kriegsgeile Nationalisten, die sich positiv zu Bombardierungen von Wohnvierteln und UN-Besitz, der Abriegelung eines ganzen Landstriches von Medikamenten, Nahrungsmitteln und Strom, Phosphorgranaten, Panzer und tote Palästinensern stellen, den Ausbruch der „verabscheuungswürdigen“ Gewalt erst dann bemerken wollen, wenn ihnen Empörung von der anderen Seite der Barrikade und vielleicht auch die ein oder andere Faust entgegenschlägt.

Da ich nicht tekknoatze bin und daher auch in der Lage bin, mich von Textpassagen zu distanzieren, sofern sie dumm sind1, die ich nicht mittrage, verbreite ich hier nur den Teil von brodagandas Artikel, den ich auch mittragen kann. Das „Solidarität mit Kuba, Liechtenstein, Taka-Tuka-Land oder gerade eben auch Israel ist politisch eine feine Sache“ ist, bestreite ich mit so ziemlich jedem Beitrag, den ich hier schreibe.

Zuvor nur noch eine Empfehlung: Haut euch, haut euch, haut euch auf die Schnauze! – aber heult dann nicht rum, wenn es weh tut, meine lieben Kindersoldaten.

Jetzt brodaganda über „Hasserfüllte Fanatiker“:

Auf der menschlich-individuellen Ebene wiederum muss man ein wirklich zynisches Arschloch sein, wenn man Leuten, deren Verwandte gerade in den palästinensischen Gebieten getötet werden, unbedingt mit der Nationalflagge desjenigen Staates im Gesicht rumfuchteln muss, der sie getötet hat. Es ist traurig, aber kaum verwunderlich, wenn manche sogar meinen, derart sadistischen Geistern könnte man nur mit einer Tracht Prügel aus ihrer pubertäten Phase helfen.

Nun ist es natürlich das Recht eines jeden, in den Wunden der Palästinenser nochmal richig tief die Finger rumzudrehen. Aber wirklich ekelhaft ist die Doppelmoral, die dieses Klientel an den Tag legt, wenn andere auch mal Rechte für sich in Anspruch nehmen möchten: „Tatsächlich zeigten die Demonstranten mit ihren anti-israelischen Parolen, den Palästina-Flaggen, die sie haufenweise mit sich trugen, und einer Fahne der Hamas, deren Präsenz die letzten Zweifel darüber ausräumte, dass sie keineswegs der Wunsch nach “Frieden” auf die Straße trieb, sondern die klare Parteinahme für den Terrorkrieg gegen Israel.

Es mögen bestimmte Parolen und die einsame Fahne der Hamas zu kritisieren sein. Aber interessant ist, was den Demonstranten eben auch nicht zugestanden werden soll: der Wunsch nach einem Staat Palästina an der Seite Israels gemäß UN-Teilungsplan, der mit dem “haufenweisen herumtragen” der palästinensischen Fahne ausgedrückt wird. Mit der Negierung des Rechts auf einen Staat Palästina einher geht der Traum national frustrierte (Anti-)Deutscher von einem Groß-Israel als Surrogat für den eigenen Nationalismus.

Dabei ist den selbsternannten Verteidigern Israels, die sich so gern als Opfer der Gewalt stilisieren, die ihnen angeblich vom Mob drohen würde, der Wunsch deutlich anzumerken, dieses gefühlte Verhältnis umzudrehen und selbst einmal ordentlich Gewalt auszuüben: „Die Organisatoren der Demonstration haben von der Hamas gelernt, wie man “palästinensische Familien” als Schutzschilder benutzt, indem sie ihre mörderischen Absichten hinter derer demonstrativer Unschuld verbergen. Bei den Hamas-Demonstrationen, die bereits in den vergangenen Wochen überall in Deutschland stattgefunden haben, spiegelte sich dieser Geist schon in der Form ihres Auftretens wider: Frauen und Kinder zuerst.

In die gleiche Kerbe schlägt die LJG Perusch: „Die anderen durften unter dem Schutz der Polizei weiter marschieren und ihre hasserfüllten Parolen skandieren.

Von welcher Gewalt gegenüber den Teilnehmern einer palästinensischen Demonstration muss man denn träumen, um auf den Gedanken zu kommen, diese würden sich hinter “Frauen und Kindern verstecken”? Von welchen Gewaltphantasien muss man getrieben sein, um ernsthaft der “Schutz” der Demonstranten durch die Polizei zu bemängeln? Ohne von einem Angriff auf die Demonstranten zu phantasieren, ist der Schutz durch die Polizei völlig irrelevant, wie selbst ein wohlgesonnender Kommentator bemerkt hat.

Wenn hier etwas wahnhaft ist, dann wie unbedingt parteiisch sich für einen Nationalismus in die Kerbe geworfen wird, um im gleichen Atemzug den gegnerischen Nationalismus zu verdammen. Merkt ihr noch was?!

  1. Der Text der „Kritischen Initiative Schaumburg“ und der selbstgefertigte Flyer von tekknoatze sind unterirdisch. Beispiel gefällig: Die deutsche Vernichtungsmaschinerie gerade als Abfall von der Zivilisation, der Aufklärung und der Moderne und nicht als eines ihrer vielen abscheulichen Produkte. Wie war das nochmal mit „Dialektik der Aufklärung“? Und natürlich muss das „deutsche Wesen“ der Barbarei betont werden. Die Ermordeten waren ja schließlich, dass wussten schon die Nazis, keine Deutschen, sondern Juden, Kommunisten, Schwule und anderes unarisches Personal. [zurück]

46 Antworten auf “Gegen den widerlichen Moralismus der Antideutschen.”


  1. 1 xXaftershowXx 21. Januar 2009 um 17:00 Uhr

    Wendy: Ich liebe dich von Tag zu Tag mehr!

  2. 2 Brodaganda 21. Januar 2009 um 17:43 Uhr

    Was ist das für eine Linke, die nicht mal mehr Solidaritätätä mit Taka-Tuka-Land üben will? Verdammtes Pack!

    Naja, jedenfalls hat meiner Meinung nach die wechselnde Gewaltverherrlichungs-/Opfer-Rolle der antideutschen Heulsusen mehr Beachtung verdient. Da gibt es bestimmt noch einiges zu schreiben.

  3. 3 der Klassensprecher von 1984 21. Januar 2009 um 18:20 Uhr

    […] sich für einen Nationalismus in die Kerbe geworfen wird […]

    Bresche, wendy. In die Bresche!

  4. 4 spence 21. Januar 2009 um 18:27 Uhr

    ja, wirklich mal.
    diese idioten sollten sich mal von ihrem judenknacks erholen und lieber die antiimperialistische front aufbauen.

  5. 5 Wurstmullah 21. Januar 2009 um 20:55 Uhr

    @ spence

    Echt?

  6. 6 Wendy 21. Januar 2009 um 20:55 Uhr

    xXaftershowXx: Danke.

    Brodaganda: Da bin ich wohl reingefallen. Überall sehe ich nur noch Feinde… ;)

    Klassensprecher von 1984: Naja, aber Kerben kann man auch vergrößeren…

    spence: Alter, du kommentierst noch Blog-Beiträge, wenn sich dein Land im Krieg befindet?! Ran an den Feind!

  7. 7 spence 21. Januar 2009 um 21:44 Uhr

    @wendy:
    polemik darf man nicht mit polemik kontern, das ist unsachlich.

  8. 8 spence 21. Januar 2009 um 21:46 Uhr

    Und welches Land meinst du überhaupt?
    Palästina oder Israel?

  9. 9 w 21. Januar 2009 um 22:56 Uhr

    „Heulsusen“

    hier diskutieren echt ma die ganz harten.

  10. 10 No Matter 22. Januar 2009 um 0:19 Uhr

    Nach – Pazifisten
    .-.-.-.-.-.-.-

  11. 11 IdrawESCAPEplans 22. Januar 2009 um 0:24 Uhr

    aha …
    wenn ich eine israel fahne schwenke will ich also keinen palästinensischen staat und wenn ich mal „empört“ ne hamas fahne wedle sieht die welt ganz anders aus. du brauchst erstaunlich viel zeilen um diesen banalen blödsinn zu verpacken.

  12. 12 Wendy 22. Januar 2009 um 0:31 Uhr

    Idep: Da müssten wir uns dann in die Niederungen der israelischen Politik begeben.
    Ein souveräner palästinensischer Staat mir selbstkontrollierten Grenzen, Autonomie, Selbstimmung etc ist mit einem (souveränen) israelischen Staat nicht zu haben. Beide Nationalismen beanspruchen das gleiche Gebiet, u.a. Das weiß auch die poltische Elite in Israel. Wenn du also eine israelische Fahne schwenkst, dann stellst du dich feindlich zum palästinensischen Nationalismus und positiv zu allen Schritten, die der israelische Staat gegen diesen bisher ergriffen hat.

    Wo den Rest deines Kommentars hernimmst, erschließt sich mir nicht. Mir scheint, du bist noch besoffener als ich.

  13. 13 narodnik 22. Januar 2009 um 0:35 Uhr

    Solidarität mit Duracel!

  14. 14 w 22. Januar 2009 um 0:58 Uhr

    Auch Arme haben Beine.

  15. 15 IdrawESCAPEplans 22. Januar 2009 um 1:48 Uhr

    @wendy
    nee heute nur ein feierabendbier für die arbeiterklasse ;)

    es gibt bezüglich der nationalismen verschiedene ansprüche und die sind teilweise im widerspruch. da stimme ich zu. dennoch ist eine zwei staatenlösung weder durch eine palästina- noch durch eine israelfahne in von grund auf in frage gestellt. zwei politische gemeinwesen die sich akzeptieren und demzufolge geöffnete grenzen haben würden einen allgemeinen zugang zur region für alle garantieren. klar gibt es da diskussionpunkte wie den status jerusalems oder der golan höhen aber das sind diskusionen die wir hier eh nicht führen brauchen.

  16. 16 Wendy 22. Januar 2009 um 1:57 Uhr

    IdEP: Die Nationalisten beider Seiten sehen das offenbar anders als du (dementsprechend ist genau diese Sicht der Dinge durchs Fahne schwenken in Frage gestellt). Staaten einigen sich nicht „einvernehmlich“, wenn einer den anderen auch einfach unbehelligt dominieren kann.

    PoWi-Student.

  17. 17 IdrawESCAPEplans 22. Januar 2009 um 2:01 Uhr

    dann hätte israel gaza auch einfach besetzen können ;)

  18. 18 Wendy 22. Januar 2009 um 2:12 Uhr

    Also erstens Mal waren Gaza und das Westjordanland lange Zeit besetzt, mittlerweile scheint man aber in Israel eingesehen zu haben, dass es noch bessere Mittel gibt, um die Palästinenser unter Kontrolle zu halten. Zumindest scheint man das zu glauben.
    Staaten und ihre Führer erzielen auch nicht immer das, was sie mit ihren Handlungen bezwecken wollen.

  19. 19 Keta Minelli 22. Januar 2009 um 2:46 Uhr

    Boah, ihr geht mir alle sowas von auf die Nerven, ich kündige mein Blogsport-Abo.

  20. 20 bessersccheitern 22. Januar 2009 um 12:42 Uhr

    Das war ja ein ganz billiger Trick hier zu diesem Zeitpunkt die Israelsoli-Karte zu spielen, um den Traffic hochzutreiben. :P Inhaltlich isses ja von beiden Seiten der selbe Scheiß wie immer. Faszinnierend das es immer noch funktioniert.

  21. 21 Wendy 22. Januar 2009 um 12:59 Uhr

    besserscheitern: So könnte man das sehen. ;) Nene, es ist mir wirklich hart auf die Eier_stöcke gegangen. Da fliegen hier ein paar Beleidigungen oder auch mal Fäuste hin und her und die tun so, als wäre das völlig unprovoziert und als würde da der antisemitische Wahn offenbar werden, während in Gaza die Toten auf den Straßen und die unversorgten Schwerstverletzten in den überfüllten Krankenhäusern liegen.

    Schließt du mich bei „beide Seiten“ mit ein? Dann muss ich mich eventuell noch dazu äußern. Ach, selbst wenn nicht: Du musst den Antideutschen immer und immer wieder die Argumente um die Ohren hauen.

  22. 22 bessersccheitern 22. Januar 2009 um 14:25 Uhr

    Na ich finds schon verständlich, dass ein Staat dafür sorgen will, dass seine Gesellschaft nicht unter ständiger Angst aufgrund von Raketenbeschuss leben muss (- auch wenn aufgrund der Frühwarnsytseme sehr wenige Menschen sterben, so ist dies doch Terror im Sinne des Wortes), ich will mir aber nicht das Hirn nach Möglichkeiten zermartern, wie man einer aufgebrachten Bloggergemeinde über 1000 Tote Menschen als die richtige Methode für den Zweck verkauft.

    Das Gazabloggen erscheint mir auch generell angesichts des Leids dortunten nicht unbedingt ein würdiger Umgang. Beiderseits.

  23. 23 Wendy 22. Januar 2009 um 14:31 Uhr

    Ach, wenn du vom Staatsstandpunkt so einige Dinge verständlich findest (zum Beispiel das Staaten immer auf den Schutz ihres Volkes bedacht sind) und dir dann bewusstermaßen die Kritik steckst… fick dich. Ernsthaft.

    Es ist schon konsequent, dass du die Floskel „Kommunismus“ noch nicht einmal mehr im Mund führst.

    Und weil ich dich mag: Komma klar! Ey.

  24. 24 Subtext 22. Januar 2009 um 15:51 Uhr

    Ein souveräner palästinensischer Staat mir selbstkontrollierten Grenzen, Autonomie, Selbstimmung etc ist mit einem (souveränen) israelischen Staat nicht zu haben. Beide Nationalismen beanspruchen das gleiche Gebiet, u.a.

    Das ist so nicht richtig. Das Objekt des israelischen wie des palästinensischen Nationalismus ist jeweils umstritten. Je nach Definition sind die u.U. eben doch vereinbar.

    Die Israelfahnen sind von den Schwenker_innen i.d.R. zwar als eine Solidarisierung mit dem Staat Israel in seiner Existenz, deshalb aber nicht zwangshalber mit seinen Handlungen gemeint. Du hast nun schon damit recht, dass das i.d.R. anders verstanden werden dürfte. Deine Behauptung, die würden sich „positiv zu Bombardierungen von Wohnvierteln und UN-Besitz, der Abriegelung eines ganzen Landstriches von Medikamenten, Nahrungsmitteln und Strom, Phosphorgranaten, Panzer und tote Palästinensern stellen“, macht das aber nicht richtiger. Zumal deine Aufzählung dafür spricht, dass du dich über die Ereignisse in der Jungen Welt „informiert“ hast.

    Unabhängig davon bleibt richtig, dass man sich bei Israel als Nationalstaat keine Illusionen zu machen braucht über sein taktische Verhältnis zu den Menschen seines eigenen und erst recht des potentiellen palästinensischen Staatsvolkes.

    P.S.:

    klar gibt es da diskussionpunkte wie den status jerusalems oder der golan höhen aber das sind diskusionen die wir hier eh nicht führen brauchen.

    Dieser Satz demonstriert ganz wunderbar das Phänomen, dass sich unzählige Besserwisser_innen nach dem Lesen von drei Zeitungsartikeln zu Israelexpert_innen berufen fühlen. Wink mit dem ganzen Gartenzaun: Um die Golan-Höhen streitet sich Israel nicht mit den palästinensischen Akteuren.

  25. 25 !besserleben 22. Januar 2009 um 15:57 Uhr

    Na ich finds schon verständlich, dass ein Staat i.G. dafür sorgen will, dass seine Gesellschaft nicht unter ständiger Angst aufgrund von Bombenbeschuss leben muss (- zumal aufgrund der mangelnden Frühwarnsytseme sehr viele Menschen sterben, so ist dies doch Terror im Sinne des Wortes)

    Alter, tu doch nicht so, als wärst du ne grundsätzlich neutrale Person, die beim Vergleich der Kriegsparteien dann die israelische Sicht verständlicher findet. Du hast doch längst schon vorher den von Israel definierten Sicherheitsstandpunkt eingenommen („Terror“ „Selbstverteidigung“)

  26. 26 Wendy 22. Januar 2009 um 16:00 Uhr

    subtext: Sagt denn die Quelle der Informationen etwas über deren Richtigkeit aus?

    Zum Fahne schwenken: Ich hab‘ noch keinen gesehen, der auf seine Fahne geschrieben hat, womit er sich jetzt nun alles solidarisiert und womit nicht. Das Schwenken der Fahne ist eine Solidarisierung mit dem Staat – und damit mit seinen Aktionen.

    Edit: Ja, du hast recht. Es gibt nicht den einen palästinensischen oder israelischen Nationalismus.

  27. 27 bessersccheitern 22. Januar 2009 um 16:04 Uhr

    „…und dir dann bewusstermaßen die Kritik steckst… fick dich. Ernsthaft.“

    Nur um es noch mal festzuhalten: Wir reden hier über Bloggen, also über mit Beschimpfungen des Gegners garnierte Selbstinszenierungen und nicht über ernsthafte Kritik. Oder willst du wirklich das ganze elende Geschmiere auf dem Planet Blogsport als Kritik verkaufen? Das sind Bekenntnisse, die den moralischen Mehrwert ihrer jeweils bevorzugten Position mitnehmen wollen.

    Und weil ich dich mag: Schraub ma runter! Ey.

  28. 28 Wendy 22. Januar 2009 um 17:17 Uhr

    Siehe besserleben.

    Oder willst du wirklich das ganze elende Geschmiere auf dem Planet Blogsport als Kritik verkaufen?“ – längst nicht alles, aber Teile davon. Wenn für dich auch Positionierungen Bekenntnischarakter haben, die mit Argumenten untermauert werden, dann hast du wohl einfach eine andere Definition von „Bekenntnis“ als ich.

  29. 29 Subtext 22. Januar 2009 um 18:05 Uhr

    Sagt denn die Quelle der Informationen etwas über deren Richtigkeit aus?

    Du drehst mein Statement um. Ich habe von der Aufzählung und deren Konnotation ausgehend eine Vermutung über die Quelle angestellt und nicht von einer Quelle ausgehend eine Aussage über die Richtigkeit gemacht.

    Zum Fahne schwenken: Ich hab’ noch keinen gesehen, der auf seine Fahne geschrieben hat, womit er sich jetzt nun alles solidarisiert und womit nicht. Das Schwenken der Fahne ist eine Solidarisierung mit dem Staat – und damit mit seinen Aktionen.

    Du könntest dir doch mal das Argument einleuchten lassen (um aus dem dir vertrauten Wortkanon zu schöpfen), dass deine Interpretation eine zwischen anderen möglichen ist. Und der Nachweis, dass sie plausibler ist, steht aus. Den doch bitte zwischen „mit dem Staat“ und „und damit seinen Aktionen“ einfügen.

  30. 30 Lathandir 22. Januar 2009 um 18:53 Uhr

    Was will den waiting hier? Geh woanders spielen.

  31. 31 IdrawESCAPEplans 22. Januar 2009 um 19:13 Uhr

    @ subtext:
    stimmt die golan höhen sind mir da wirklich reingerutscht. danke für die richtigstellung

  32. 32 w 22. Januar 2009 um 19:29 Uhr

    „die tun so, als wäre das völlig unprovoziert“

    haha. judenschweine rufen die also nur, weil sie provoziert wurden? hast du analog dazu auch eine theorie mit miniröcken und vergewaltigern?
    volldepp.

  33. 33 Wendy 22. Januar 2009 um 20:15 Uhr

    Subtext: Na, nichts, was der israelische Staat bis jetzt angestellt hat, konnte seine Freunde dazu bringen, sich von ihm zu entsolidarisieren. So kann man das auch angehen.

    waiting: Die Beleidigungen an diese Leute wären wohl kaum gefallen, wären da keine Leute zum beleidigen gewesen. Und die Rede vom „Judenstaat“ bzw. die Gleichung, dass Israel die staatliche Vertretung für alle Juden der Welt ist, haben die Palästinenser ja nun nicht aufgemacht.

  34. 34 w 22. Januar 2009 um 20:20 Uhr

    „waiting: Die Beleidigungen an diese Leute wären wohl kaum gefallen, wären da keine Leute zum beleidigen gewesen. Und die Rede vom “Judenstaat” bzw. die Gleichung, dass Israel die staatliche Vertretung für alle Juden der Welt ist, haben die Palästinenser ja nun nicht aufgemacht.“

    oh man, du bist noch dümmer als gedacht.
    und wieso palästinenser?

    „Und die Rede vom “Judenstaat” bzw. die Gleichung, dass Israel die staatliche Vertretung für alle Juden der Welt ist, haben die Palästinenser ja nun nicht aufgemacht.“

    ne, aber die nazideutschen aufgezwungen.

  35. 35 !besserleben 22. Januar 2009 um 21:53 Uhr

    oh man, du bist noch dümmer als gedacht.
    und wieso palästinenser?

    Wendy will damit sagen, dass beim Schwenken der Fahne einer Kriegspartei nun wirklich nicht vom Hocker fallen muss, wenn man der gegnerischen Kriegspartei gegenübertritt und diese ihren Rassismus vom Stapel lässt. Das ist bei Palis nicht anders, als sonst bei anderen Nationalisten auch, wenn man sich „schöne“ Begriffe für den Gegner einfallen lässt in Kriegszeiten. In der Regel ist doch genau das der Zweck von Israel-Fahnenschwenkern, um bei der entsprechenden Reaktion noch „Antisemit“ rufen zu dürfen und sich so moralisch noch mehr ins Recht setzen, als sie es ohnehin schon tun.

    Leicht zu verstehen, aber du Trottel scheinst in deinem Deutschtum offenbar noch so verhaftet zu sein, dass die Grenzen der Aufklärung bei dir sehr eng gesetzt sind, ne?

  36. 36 !besserleben 22. Januar 2009 um 22:11 Uhr

    Oder willst du wirklich das ganze elende Geschmiere auf dem Planet Blogsport als Kritik verkaufen? Das sind Bekenntnisse, die den moralischen Mehrwert ihrer jeweils bevorzugten Position mitnehmen wollen.

    Dazu zählst du natürlich nicht, ne, wo du es „schon verständlich“ findest, wenn Israel mal wieder zur Schlacht ruft.

  37. 37 andreas 23. Januar 2009 um 3:10 Uhr

    es ist richtig beobachtet, dass jene, die mit israelischen fahnen und parolen zu propalästinensischen bzw. antikriegs-demonstrationen gehen, mit dem wunsch hingehen, verbal und physisch angegriffen zu werden. es ist wie bei den burschenschaftern, die nach der „mensur“ die wunden mit rosshaar behandeln, damit deutliche narben daraus werden.

  38. 38 scheckkartenpunk 23. Januar 2009 um 4:11 Uhr

    ja andreas, was du nicht so alles richtig beobachten kannst. ist halt auch alles einfach mal denen so zugefallen, was da an dreck geäußert wird, weil die von denen „provoziert“ werden, die du da als provokateure ausgemacht hast. wahrscheinlich haben diese noch vorher handzettel verteilt, was denn im falle eines falles zu skandieren wäre.

    deinen wirren mist dann noch mit burschis zu verknüpfen bist du dir dann erwartungsgemäß auch nicht zu schade, du trottel.

  39. 39 narodnik 23. Januar 2009 um 4:23 Uhr

    Anti-German self-fulfilling-prophecy!

  40. 40 andreas 23. Januar 2009 um 4:38 Uhr

    ich hab das gefühl, da fühlt sich jemand betroffen…naja, das ist nicht mein blog und nicht mein thread, daher muss ich nicht auf jeden dreck eingehen.

  41. 41 bessersccheitern 23. Januar 2009 um 13:30 Uhr

    „Dazu zählst du natürlich nicht, ne, wo du es “schon verständlich” findest, wenn Israel mal wieder zur Schlacht ruft.“

    Gerade zwischen einer Horde argumentfetischisierender Rudelblogger, wie es die GSP Jungschar des Planet Blogsport nun mal ist, erfordert es schon ein wenig Masochismus, bloße Meinungen als konsistente Kritik zu verkaufen.

    Formal gesehen hat das ja sogar den Vorteil, dass die Qualität der Auseinandersetzungen steigen könnte, wenn wirklich argumentiert wird. Die GSP Jünger scheinen mir nur bisweilen die Macht der Argumente (vor allem der eigenen :P ) zu überschätzen, aber das führt weg vom Thema.

  42. 42 Wendy 23. Januar 2009 um 13:36 Uhr

    Das war ja jetzt ein ganz feines Gedicht, aber inhaltlich kam überhaupt nichts bei rum. Aber das verschleiert manch einer gerne – mit feinen Gedichten…

    Ne „Meinung“ ist keine Kritik, aber sie muss sich – wie in deinem Falle – Kritik gefallen lassen. Und dann so zu tun, als wäre die Meinung etwas, dass aufgrund seiner Unbegründetheit nicht mehr zu kritisieren ist, ist ganz schön arm.

  43. 43 bessersccheitern 23. Januar 2009 um 17:44 Uhr

    Da steht überhaupt nichts, was deinen Vorwurf plausibel macht. Kritisier doch ruhig!

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