Archiv für Januar 2009

Hail to the world, the king is here.

Le Roi est mort, vive le Roi!

„Krieg solchen Zuständen!“

Ich dokumentiere hier ungekürzt einen Artikel von Uli Krug aus einer Zeitung, in der man solche direkten Artikel zu den Tanz- und Saufgewohnheiten der Deutschen, die nur durch „die Gnade der späten Geburt“ ihrem Schicksal als Wehrmachtslandser, SS-Soldaten und KZ-Wärter „entkommen“ sind, eigentlich nicht erwarten würde.
Ansonsten schreibt Uli Krug verdienstvolle Artikel in der Zeitschrift Bahamas. Dieser Artikel ist jedoch aus dem „Südkurier“.

Aber jetzt der Artikel (man, der schreibt mir echt aus der Seele!!):

Kultknüller und Abtanz-Schmankerl

Stilechter geht es fast nicht mehr als auf dem Revival der sagenumwitterten Villinger Jugendbälle in den wilden Siebzigern: Der Saal im Münsterzentrum perfekt dekoriert mit Original-Plakaten der damals in der Region reüssierenden Cover-Bands, einem Riesen-Travolta-Schattenriss, zeitgenössischen Platten, Hüllen und Werbung – und überall die legendären und einst unvermeidlichen Pril-Blumen.

Zugegeben: Damals hieß der Slogan noch „Trau keinem über 30“, während jetzt die Devise „Kein Eintritt unter 18 Jahren“ lautet. Davon abgesehen, wirkt die Szenerie bereits schon am Eingang echt: wie in Schulzeiten drücken sich fröhlich erregte Grüppchen (damals sagte man: Cliquen) im Eingangsbereich des Münsterzentrums herum, um auf Bekannte zu warten – und natürlich um zu rauchen, denn drinnen herrscht ein in den Siebzigern noch undurchsetzbar gewesenes Rauchverbot.

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„Seien Sie Teil der attraktivsten Protestdemonstration der Geschichte!“

Ulises Ruiz, Diktator des mexikanischen Bundesstaates von Oaxaca, beabsichtigt die schönen und begabten Supermodels der Miss Universe Wahl zu benutzen, um die brutale Unterdrückung gegen die lokalen sozialen Bewegungen zu rechtfertigen.

Aber wir Supermodels werden nicht zulassen, dass dies geschieht.

[…]

Aus diesem Grund haben wir die internationale Bewegung der Supermodels für Oaxaca gegründet (APMO, Volksversammlung der Models für Oaxaca). Der Schönheitswettbewerb am 18. April wird Teil der einzigen sozialen Bewegung sein, die beabsichtigt die Tyrannei durch Schönheit und Talent zu stürzen – und der einzige Laufsteg, auf dem es wert ist bei einem Wettbewerb anzutreten.

Alle Models der Volksversammlung der Models für Oaxaca werden in einem grandiosen Medienevent in New York weltweite Aufmerksamkeit genießen. Gleich im Anschluss an die Demonstration und den Streik der APMO gegen Donald Trump und die NBC, dessen Datum angekündigt werden wird, wird die Verleihung des ersten APPY Preises stattfinden, der heuer erstmalig an den Schöpfer der effektivsten Aktion zur Befreiung Oaxacas vor der Diktatur verliehen wird. Die Gewinnerin oder der Gewinner des APPY wird eine kostenlose Reise nach Oaxaca erhalten, und für den Weltfrieden antreten dürfen. (Wenn die Gewinnerin oder der Gewinner bereits in Oaxaca leben, wird ihr Preis aus eine Reise außerhalb des Staates bestehen)

Quelle: narconews, dort auch der gesamte Artikel. Leider schon vorbei, sonst hätte ich mich spontan auch zur Wahl gestellt.

Merkt es euch mal: „Aber wir Models sind keine billigen Strohpuppen für Diktatoren„!

So ist das im Kapitalismus…

…oder wie Homer Simpson (Kommunistische Partei der U.S. und des A.) es ausgedrückt hat: „Das ist Geld, man kann es gegen Waren und Dienstleistungen eintauschen“.
Ich hoffe mal, hinter der abgeschalteten TOP-Seite stecken wirklich verpeilte Autonome, die den Überweisungsschalter nicht gefunden haben.

Solange: löl.

>>Israel will arabische Parteien von Wahl ausschließen<<


SpiegelOnline:

[…] Jerusalem/Gaza – Es ist noch knapp einen Monat hin bis zur israelischen Parlamentswahl am 10. Februar, aber das Klima in der Knesset ist jetzt schon vergiftet: Israels Wahlkomitee will die arabischen Parteien von der Wahl ausschließen – sowohl die Partei Balad als auch die vereinigte arabische Liste Ta‘al sollen an der Abstimmung nicht teilnehmen – so hat es am Montag das zentrale Wahlkomitee mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

[…]

Der arabische Parlamentsabgeordnete Ahmed Tibi nannte die Entscheidung „rassistisch“ und kündigte an, sie vor dem obersten Gerichtshof anfechten zu wollen. Eine Gruppe von „Faschisten und Rassisten will die Knesset und das Land Israel ohne Araber sehen“, sagte Tibi. In der Knesset mit 120 Abgeordneten verfügen die arabischen Parteien über sieben Sitze, knapp ein Fünftel der sieben Millionen Bürger Israels sind Araber.

Na, die Palästinenser in Israel, pardon, die Israelis arabischer Herkunft (so sicher sollte man sich der Verteilung seiner Loyalität schon sein) haben ja anscheinend ein richtiges Glück, dass sie in der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ leben. Aber wer weiß auch, was die schon wieder in ihren Moscheen planen…

Vergleichslogiker garnicht erst in die Tasten hauen, Kommentare wie „Na, immer noch besser als in Gaza, wo man von der Hamas aufgehängt wird!“ oder „Na, immer noch besser als im Faschismus, da hat man noch nicht mal die Möglichkeit, vom Parlament verboten zu werden!“ sind hier fehl am Platz.

Ach scheiße, ich werde alt und weise: Mit ein bisschem jugendlichen Überschwang hätte ich das Ganze doch unter „Ermächtigungsgesetze“ bloggen können.

Wenigstens hört Israel jetzt auf seine deutschen Freunde:

[Die] Regierungspolitik Israels ist viel zu liberal, gibt großes Problem mit Islamismus in Israel, es gibt im Prinzip die Hamas in der Knesset in Form des Islamic Movement, die an Wahlen teilnimmt. Von wegen Apartheid. Muslime mit 3-4 Parteien, halte ich für Skandal, es ist eine antisemitische, schwulen- und frauenfeindliche Orga. Müssten sofort von rechtsstaatlichen Wahlen ausgeschlossen werden.

Jetzt kann sich Grigat aber wirklich mal in die offiziöse Politikberatung verabschieden, oder?

Was man nicht so alles…

…beim Kacken erfährt:

Peinliche Panne bei der Verbrecherjagd

Polizei hielt Polizei fest – Täter haute ab

Berlin – Eine unglaubliche Panne der Polizei brachte zwei Räuber unverhofft Glück: Beamte einer Funkstreife hielten versehentlich einen Zivilbeamten fest. So konnten die eigentlichen Täter fliehen…
Der peinliche Vorfall ereignete sich am 30. Dezember, erst jetzt gab ihn die Polizei zu. Die mutmaßlichen Täter hatten einen Getränkemarkt in der Düsseldorfer Straße in Wilmersdorf überfallen. Das Duo bedrohte den Wachmann mit einer Machete, forderte Geld. Zeugen alarmierten die Polizei. Kurz darauf fuhr eine Zivilstreife vor. Ein Beamter ging in den Laden und wurde ebenfalls von den Räubern bedroht. Es kam dann zu einem Handgemenge zwischen dem Wachmann, dem Polizisten und den Räubern. Die Beamten einer dann noch angerückten Funkstreife griffen ein und nahmen einen Mann fest. Nur leider den Kollegen! Als das Chaos geklärt war, waren die Dibebe weg.
Der missratene Einsatz wird jetzt überprüft. Konsequenzen können folgen. A. W.

Berliner Kurier, liest sich, wie vom Praktikanten geschrieben.

Backpfeifen, Jammer-Ossis, Assi-Wessis.

Wenn die Onkelz Comedy wären, dann wären sie Mario Barth.

(…in Jeans-Jacken würde ich noch hinzufügen wollen). Betrunken fanden wir diesen meinen Ausspruch witzig. Kann als Nachtrag zu dorfdiscos unerträglichen Bemerkungen hier verstanden werden.

Frankfurt, Halle, linke Schläger.


Wenn Freunde von (nationalen) Volksbeschützungsunternehmungen den Respekt fordern, der sonst – ihrer Meinung nach – nur (nationalen) Volksbefreiungsbewegungen zukommt:

Hätte der Aufnäher [mit der Sowjetfahne, W.] den irischen, baskischen, kurdischen oder auch palästinensischen Nationalwimpel symbolisiert, wäre das verschämt erpresste, für gewöhnlich unter Wiederholungszwang gegen israelische Fahnen vorgetragene Argument [»Nationalstaat!«] des Völkerfreundschafts-Antiimperalisten gewiss entfallen, da es sich hier aus seiner Sicht um »Nationen ohne Lebensraum« handele.

Warum gibt es zum Angriff auf das Büro der D“K“P in Halle eigentlich keine Flut von Blogbeiträgen betroffener Blogger, die sich immer gegen jedwede innerlinke Gewalt aussprechen?

Am Abend des 15.11.08 wurden die Scheiben des „Helene – Glatzer – Zentrums“ (Die Kommunistin Helene Glatzer wurde im Jahre 1935 durch Gestapo hingerichtet.) der DKP in Halle(Saale) eingeworfen. An die Außenwände wurden Parolen - „Save Israel“, „ Smash DKP/SDAJ“, „Nazis raus“ – gesprüht.

Ansonsten enthalten das Flugblatt der Neocommunistinnen, Sinistra! und der Text der Gruppe „Waffe der Kritik einige richtige Beobachtungen von und kluge Überlegungen zum gemeinen, unangenehmen Antifa-Schläger antisexisitschen Türsteher.
Ich empfehle das Lesen, ob ich meine Lieblingsstellen mal raussuche: fraglich, keine Motivation, gerade.

Und: In Schönfließ in Brandenburg wurde ein Mann von ´nem Bullen erschossen. Querschläger(, Notwehr), man kennts ja. A.C.A.B.

„Aus aktuellem Anlass“.

Im Jiddischen, wo der Ausruf „Oi!“ als „einer der charakteristischsten“ gilt, drückt er „u.a. Abscheu, Schmerz, Erstaunen oder Verzückung“ („Yiddish exclamation to denote disgust, pain, astonishment or rapture“)

Kritiker der Theorie, das „Cockney-Oi!“ leite sich in irgendeiner Form vom gleichlautenden jiddischen Ausruf ab, werfen ein, dass der Jiddisch-Experte Leo Rosten in seinem Buch The Joys of Yiddish ganze 29 verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für den jiddischen Ausruf „oi!’ aufzählt, von denen allerdings keine haargenau mit einem „call for attention“ übereinstimmt. Dagegen ließe sich wiederum einwenden, dass Leo Rosten mit seinen 29 Beispielen vermutlich immer noch nicht alle möglichen Bedeutungen abgedeckt hat und dass es wohl in der Natur eines Ausdrucks wie „oi!“ liegt, in seiner Bedeutung nicht allzu festgelegt zu sein.

– Alan Götz

Original.