Arbeiter nehmen Sony-Manager als Geisel.

Aufstand in einer Sony-Fabrik nahe Bordeaux: Aufgebrachte Arbeiter haben den Frankreich-Manager des japanischen Konzerns als Geisel genommen. Die Beschäftigten fordern bessere Abfindungen, wenn das Werk Mitte April schließt.

Bordeaux – In der Nähe von Bordeaux findet eine besondere Form von Arbeitskampf statt: Aufgebrachte Arbeiter einer Sony-Fabrik haben den Frankreich-Manager des japanischen Konzerns als Geisel genommen. Serge Foucher und weitere Sony-Vertreter wurden über Nacht in der Fabrik in Pontonx-sur-l‘Adour festgehalten.

Die Arbeiter verlangten bessere Abfindungen, wenn das Werk Mitte April geschlossen werden soll. Die Behörden versuchten, die Arbeiter am Freitag zur Aufgabe zu überreden. Die Zufahrt zur Fabrik ist mit Baumstämmen blockiert. weiter…(SpOn)


7 Antworten auf “Arbeiter nehmen Sony-Manager als Geisel.”


  1. 1 dorfdisco knows best 13. März 2009 um 18:44 Uhr

    Da sollten die Schaeffler Mitarbeiter mal ins Praktikum gehen.

    edit: …ups, habe ich wohl meinen Klassenhass doch noch nicht ganz abgestellt

  2. 2 Savo 14. März 2009 um 17:51 Uhr

    vernünftig, diese leute.

  3. 3 Wendy 15. März 2009 um 3:42 Uhr

    Warum sollte man auch nicht wütend auf Kapitalisten sein?

  4. 4 Oompa Loompa 15. März 2009 um 14:38 Uhr

    ich glaub es geht schon wieder los *sing*

  5. 5 Wendy 16. März 2009 um 0:30 Uhr

    Ich glaube auch. :)

  6. 6 Wendy 16. März 2009 um 15:13 Uhr

    Interessant dazu auf Indymedia:

    Sich Sachwerte anzueignen um eine bessere Verhandlungsposition zu erlangen ist eine gute Idee, aber auch das Festsetzen des Top-Managers (es ging nur um eine Nacht!) ist eine unterstützenswerte Aktion. Es ist ein Bisschen radikaler, aber bestimmt kein Terror im Vergleich zum Terror, den das Kapital-Regime den Arbeitern in aller Welt tagtäglich aufzwingt.

    Warum sollten sich die Arbeiter bei der Wahl ihrer Kampfmittel dem anpassen, was der bürgerlichen Gesellschaft als opportun erscheint? Freiwillig werden die Besitzenden nichts von ihrem Besitz abgeben und sei er noch so groß und freiwillig werden die Mächtigen nichts von ihrer Macht teilen. Ein bisschen (mehr) Zwang ist also notwendig, damit die Masse der Menschen in Würde leben kann.

    Erinnert sei an Aktionen der Brigate Rosse, die Personalmanager und Vorstandsmitglieder entführte, sie verhörte und damit an umfangreiche Informationen über Strategien von Lohndrückerei und „Prozessoptimierung“ kam. Der Personalmanager beispielsweise wurde am Morgen nach dem Verhör ans Fabriktor gekettet, an dem die Arbeiter vorbeiströmten, die zum Schichtwechsel kamen. Keiner der Arbeiter kettete ihn wieder los!

  7. 7 Oompa Loompa 17. März 2009 um 15:48 Uhr
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