Hedonistische Antifa Berlin: Bei uns wird „Holocaust“ noch groß geschrieben!

Friends Forever!
Nach der „ISAG“, der Berliner Untergliederung der Clowns-Armee, die sich laut Selbstverständnis der „verunglimpfung und verächtlichmachung der berliner linken polit-szene mit den mitteln der satire und des straßentheaters“ verschrieben hat – hier sei zum Beispiel auf den Namen der „Truppe“ verwiesen, der nicht ganz zufällig eine große Ähnlichkeit zu bewaffneten „Friedensmissionen“ der NATO oder der EU aufweist – , hat sich eine weitere Spaßguerilla-Truppe gegründet. Gemeint ist die „Hedonistische Antifa Berlin“. Auch hier versteckt sich der erste Scherz bereits im Namen. Jedem denkenden Menschen erscheint es natürlich absurd, „Hedonismus“, also die Erhöhung des Lustgewinns über alle Tätigkeiten und Antifa-Aktivismus miteinander zu verbinden. Wo steckt denn in Schlägereien, langweiliger Recherchearbeit, der Bedrohung durch Repression etc. der Lustgewinn? Na gut, Schlägereien machen manchen Zeitgenossen schon Spaß…

Ihr erstes wirkliches Werk hat die „HAB“ allerdings mit ihrer Persiflage antideutscher Machwerke zum Themenkomplex „Antisemitismus & Antizionismus“ abgeliefert. Vielleicht ist es etwas zu viel des Guten, wie hier in bekannter, wenn auch überhöhter, Manier die Stichworte antideutscher Geschichtspolitik heruntergerasselt werden. Ich konnte noch drüber lachen. Dem ein oder anderen Leser werden sicherlich schon ähnlich „kreative“ Interpretationen der Geschichte vorgekommen sein, wie sie hier ins lächerliche gezogen werden. Der beste Teil sei hier mal zitiert:

- schon in der Bibel steht das die Juden Verschwörerische Mörder sind
- die Römer zerstörten jüdische Tempel und vertrieben sie aus Palästina
- zu Zeiten der Industrialisierung führen Juden oft moderne Berufe aus die etwas mit Geld zu tun haben → Profit und Reichtum → ökonomische Ungerechtigkeiten werden mit Juden identifiziert
- HOLOCAUST
- Äußerungen von Persönlichkeiten wie Bischof Richard Williamson und Mahmud Ahmadinedschad
- Hamas Angriffe auf israelische Städte

.

:D

P.S.: Ich sehe gerade, dass die letztens noch als nationalbolschewistisch beschimpfte „Autonome Neuköllner Antifa“ anscheinend auch auf die Blödel-Schiene umgestiegen ist, wenn auch mit härterer Gangart: Sie fordert gleich dadaistisch dazu auf, das eigene Gehirn zu verprügeln – „beat up your brain“.


14 Antworten auf “Hedonistische Antifa Berlin: Bei uns wird „Holocaust“ noch groß geschrieben!”


  1. 1 forty 08. April 2009 um 15:40 Uhr

    OMG. Wie alt sind die, 10? Oder ist nur die Zielgruppe dieser grandios ausformulierten „Geschichte des Antsisemitismus“ in diesem Alter?

    Diesen Sommer wollen wir an Gitterstäben der Gesellschaft rütteln
    Ja, es ist nur ein Laufstall der sie vom guten Leben trennt.

  2. 2 Difficult is Easy 08. April 2009 um 16:55 Uhr

    Headdesk Antifa Berlin
    die überschrift eines geplanten artikels zu dem quatsch sollte wenigstens erscheinen.
    vielleicht kann man sich hier mal den rest des textes vornehmen. hab ich jetzt gerade aber keine zeit für. stecken aber ein paar amüsante fehler drin.

  3. 3 schons 08. April 2009 um 17:08 Uhr

    Wo steckt denn in Schlägereien, langweiliger Recherchearbeit, der Bedrohung durch Repression etc. der Lustgewinn?

    hedonistische antifa heißt doch einfach nur, dass man rave oder das was man dafür hält hört, harte drogen nimmt und ansonsten den gleichen identitären bandenkram für die gute sache veranstaltet. früher hieß das mal popantifa.

    anderes thema: wird es dir nicht langsam langweilig auf beknackte antideutschkiddies einzugehen und ganz tabubrechend gegen israel und leute, die behaupten, dass antisemitismus existiert (klar, wir earlyperfornerlinke sind über diesen irrtum längst im bilde) zu stänkern? das is in etwa so wie nach bielefeld auf eine trottelige wg-studentenparty mit einem haufen uncooler menschen zu fahren, das mit berlin zu vergleichen, um danm ein stykespendenkonto für solche kunden einzurichten.

  4. 4 Oompa Loompa 08. April 2009 um 17:44 Uhr

    @schons: …bis die scheiße aufhört!

  5. 5 Wendy 08. April 2009 um 17:54 Uhr

    Ich schreib‘ doch garnicht mehr so oft über Antideutsche. Auf den letzten zwei Seiten Blog ist genau ein Beitrag über die, watt willse denn?

    Und der „Text“ ist halt zu geil.

    Edit: Was ist dieser „Antisemitismus“, von dem du sprichst? Der kam in diesem komischen Text auch schon vor…?!?

  6. 6 Harris 09. April 2009 um 3:22 Uhr

    was haben wir denn bitte mit der HAB zu tun? wir haben nix mit denen am hut und ich verstehe nicht, warum mensch uns hier mit denen in einem artikel erwähnen sollte.

    ps: wo steht denn, dass die antideutsch sind?

  7. 7 Wendy 09. April 2009 um 14:04 Uhr

    Harris, „ihr“, die „ISAG“, wart halt die Clownsgruppe, die kurz vorher das politische Parkett der Stadt betreten hat. In puncto Dummheit nehmt ihr euch nichts. Ernsthaft mit dir diskutieren? Werde ich nicht.

  8. 8 schons 09. April 2009 um 17:05 Uhr

    mit harris würde ich schon nicht diskutieren, weil er _mensch_ statt _man_ schreibt. das ist ja mal uberlame.

  9. 9 rofl 09. April 2009 um 17:38 Uhr

    duden ftw!

  10. 10 Wendy 09. April 2009 um 22:26 Uhr

    Ich begrüße, dass schons „uber“ statt „über“ schreibt!

  11. 11 lampe 10. April 2009 um 17:44 Uhr

    XD schöner text. und schons begriffsklärung, was hedonistischeantifa ist, find ich auch klasse.

  12. 12 coole sau 14. April 2009 um 17:09 Uhr
  13. 13 rera 15. April 2009 um 21:18 Uhr

    einfach nur aua!

    *an-den-kopf-fass*

  14. 14 Wendy 16. April 2009 um 2:01 Uhr

    Sie lebt noch, sie lebt noch… Ich kann rera nur beipflichten, „fast forward hannover“ geht ja nun wirklich mal garnicht! ;)

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