Archiv für Juni 2009

„Sexismus gegen Rechts“ wird anscheinend super.

Siehe hier, läuft grad rauf und runter bei mir. Video ist auch großartig und sehr süß von den Jungs, dass sie sich am Ende noch von Autonomen haben verkloppen lassen. Sowieso: die Autonomen in dem Video! =)

Blog-Geburtstag Nummer Zwei.

Und wieder ist der gute alte Wendy-Blog ein Jahr älter und zu diesem besonderen Anlass habe ich mir selbst einen neuen Header geschenkt (bzw. schenken lassen; dicken Dank an die Layouterin vom Dienst!). Was längeres gibts vielleicht irgendwann mal, genauso wie das Lied, das hier eigentlich stehen müsste und mit größerer Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit hier auftauchen wird.

Hass und Liebe.

-Wendy

John Heartfield – Zeitausschnitte-Ausstellung Berlin.

JOHN HEARTFIELD – ZEITAUSSCHNITTE
FOTOMONTAGEN 1918-38
Eröffnung am 28. Mai um 19 Uhr
Ausstellung: 29. Mai bis 31. August 2009

Begleitprogramm zur Ausstellung. Die Ausstellung selbst. Is´ in der Berlinischen Gallerie, die wohl noch in Kreuzberg liegt, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin.

Protest-Song.

„Wer hat den Mut, für euch sich zu schämen?“.

Danke Autonome!

Gestern früh brannten auf dem Gelände der Firma Bärenmenü in Lichtenberg zehn Transporter. Die Täter waren in das Gelände an der Sewanstraße eingebrochen und hatten mit Brandbeschleunigern die nebeneinander geparkten meist neuwertigen Autos angezündet. Betroffen waren auch Wagen der Firma Menütaxi, die im Auftrag von Bärenmenü arbeitet.

Anschlag auf das Schulessen (Berliner Zeitung)

Wirklich alles, komplett, was uns diese scheiß Firma an Nahrungsabfall in die Grundschule geliefert hat, war ungenießbarer Dreck.

Bildungsstreik und so.

Es passt also manches nicht zusammen im Streikaufruf: Da stellen die Streikkomitees der Schüler eine Reihe von Forderungen auf, in denen ihre Kritik an staatlicher Schulpolitik zusammengefasst ist, um dann am Ende wieder mit einem Plädoyer für die gerade eben kritisierte staatliche Bildungspolitik aufzuwarten. Im Schoß des Staates fühlen sie sich letztlich doch besser aufgehoben als in dem der Wirtschaft, verkünden sie mit ihrer Absage an jeglichen Einfluss ökonomischer Macht. Als ob man hierzulande zwischen Staats- und Geldmacht wählen könnte! Und wenn sie – siebtens – schlussendlich „Schluss mit Repressionen gegen Schüler und Schülerinnen“ rufen, wird es noch eine Spur absurder. Wer übt denn hier, bitte schön, Repression aus? Es sind immerhin staatliche Bildungsbehörden, die jene Schüler disziplinieren und bestrafen, welche sich durch Vorschriften nicht von ihrem Schulkampf abhalten lassen wollen. Und eben diese staatlichen Einrichtungen sollen der adäquate Ansprechpartner für solche Forderungen sein, deren demonstrativer Vortrag mit Sicherheit wieder einigen Schülern staatliche „Repression“ einträgt?!
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„Free Tibet!“ auf Persisch – ein ganzes Land als Projektionsfläche. Zur Begeisterung einiger Linker über die oppositionellen Ausschreitungen im Iran.

Wie in anderen Staaten wird im Iran das Führungspersonal des Staates durch die Bevölkerung gewählt. Das iranische politische Establishment, welches seit der (islamischen) Revolution1 gegen den damaligen Herrscher des Irans, den Schah, aus fundamentalistischen, schiitischen Muslimen besteht, wendet hierbei allerdings einen Trick an, der auch in anderen Staaten unter anderen Vorzeichen zur Anwendung kommt, im Iran jedoch sehr viel rigoroser ausgelegt zu werden scheint: Gewählt werden darf nur, wer mit der Verfassung übereinstimmt, also die Prinzipien der „islamischen Revolution“ und die rigide Koranauslegung der mächtigen religiösen Kaste achtet.
In der „Jungle World“ schreibt dazu Wahied Wahdathagh:

Auch der Präsident wird alle vier Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt, die aber nur zwischen Kandidaten wählen darf, die der Wächterrat schon vorher gewählt hat.

2 Kandidieren dürfen „nur loyale Islamisten“. Damit sollte eigentlich schon alles zu Mir-Hossein Mousavi gesagt sein, der sich selbst als „radikaler Reformer“ darzustellen versucht und dessen Wahlkampf-Phrasen von westlichen Staatschefs und deutsch-linken Bloggern (schildkroete, don‘t panic!, „im*moment*vorbei“) auch geglaubt werden. Ist dem aufmerksamen Wächterrat hier ein linker Hoffnungsträger durch die Lappen gegangen, der jetzt die Polit-Szene des Irans aufmischt? Selbstverständlich nicht, doch dazu später.
Vorher sei noch in aller Kürze gesagt, dass es den größtenteils „antideutschen“ Personen aus der Linken, die sich unkritisch-solidarisch mit der oppositionellen Protestbewegung zeigen, garnicht darum geht, eine linke oder gar revolutionäre Bewegung als Objekt ihrer Solidarität zu haben. Den Demokratieidealisten, die ubik, Ali Schirasi, schildkröte, don‘t panic! und „im*moment*vorbei“ heißen, geht es darum, den zweitschlimmsten aller politischen Sonderfälle nach dem Faschismus bekämpft zu sehen: Den Islamismus. Beziehungsweise: Ihre Vorstellung vom im Islam(ismus) aktualisierten Faschismus, „Islamfaschismus“ genannt. Die Feindschaft zum Islam(ismus), dem angeblich antimodernen, antizivilisatorischen Projekt ist so groß, dass es „erstmal“ als große Erleichterung erscheint, wenn die Leute im Iran anstatt unter einem islamischen Regime bald unter einem säkulär-demokratischen Regime zu leiden hätten. Die (Antifa-)Moral vom „kleineren Übel“ setzt sich fort und als Kritiker muss man sich Zynismus oder unsolidarisches Gebahren vorwerfen lassen3. Die Wahl zwischen zwei Sorten Scheiße ist meine nicht. (mehr…)

Addiction.

http://xkcd.com/597

Yeah.

Achso, Streber auslachen.

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„…umsGanze!“ in guter (?) Gesellschaft.

Papst geißelt falsche Freiheit. (taz)

Begleitet von Chören, Orchestern und in Anwesenheit von 420 Bischöfen, 26 Kardinälen und tausenden Priestern, Seminaristen, Mönchen und Nonnen, prangerte der Papst eine „falsch verstandene Freiheit“ in der Welt an. „In so vielen unserer Gesellschaften breitet sich mit dem materiellen Wohlstand eine geistige Wüste aus, eine innere Leere, eine ungenannte Furcht, eine stille Ahnung der Hoffnungslosigkeit.“

:P