Gute Freunde kann niemand trennen: Diskussionsveranstaltung von TOP Berlin, Leipziger Antifa und INEX zu „antinationaler Kritik“.

Da in meiner Kommentarspalte dafür Werbung gemacht wurde und ich diese Veranstaltung nicht völlig uninteressant finde, weise ich hiermit nochmal gesondert auf die Disku-VA dieser illustren Runde hin. Thema ist in bestem Antifa-ist-sexy-Englisch „Why we´re still not lovin` Germany!“. Das Ganze steht in Zusammenhang mit einer Demonstration gegen Deutschland und so, die in Leipzig stattfinden wird.

Wer sich jetzt fragt, wie TOP und Leipziger Antifas darauf kommen, einem etwas von antinationaler Kritik zu erzählen, steht genauso ratlos da wie ich und sollte vielleicht einfach am 17.09.09, 20h im Monarch1 in Kreuzberg 36 aufschlagen, um dort mitzudiskutieren. Das ist dann hoffentlich gewinnbringender als das wirre Gequatsche der Referenten – der Ankündigungstext ist durchaus als Drohung zu verstehen.

Außerdem wurde in „Tims“ Comment auch ein Text des Antifa AK Köln und der Antifa frankfurt beworben, in den es sich mal lohnt, hineinzuschauen. Die empörten Reaktionen von einigen ehemaligen Freunden der Autoren lassen zumindest hoffen.2 Die inkriminierten Sätze3 finde ich zumindest schon mal sehr richtig und sie deuten an, dass vielleicht wenigstens ein Knackpunkt „antinationaler Kritik“ verstanden wurde – nämlich, dass man die demokratische Bundesrepublik Deutschland nicht genauso wie und auch nicht an Nazi-Deutschland kritisieren kann.

Die Diskussionsveranstaltung, die mit dem Text beworben wird, klingt hingegen schon von vornherein wie ein Griff ins Klo. Thomas Ebermann, Jutta Dithfurth und die Schwätzer von der TOP, welche im Zuge ihrer (immer noch laufenden?) antinationalen Kampagne bewiesen hat, dass sie sehr gut dichten, aber wenig erklären können, labern sich einen ab. Linker Trommelkreis. Da darf die Gruppe Krisis selbstverständlich nicht fehlen

Anscheinend ist die „radikale Linke“ 20 Jahre nach der Annektion der DDR und dem Ende des Realsozialismus immer noch so dumm und ratlos wie damals.

  1. Skalitzer Strasse 134 [zurück]
  2. „Antifa [f] und Ak Antifa Köln aufs Maul.“ – hoffen wir auch, dass wenn ein Echo zurückkommt, nicht wieder in den altbekannten Opfer-Modus verfallen wird. [zurück]
  3. So will die antideutsche Linke diesem Staat immer noch mit dem Verweis auf die besonderen Verbrechen seiner Geschichte an den Kragen und flaggt wohl auch im Saarland und in Leipzig wieder Israel-, bzw. Alliiertenfahnen aus dem Zweiten Weltkrieg als Zeichen ihrer „kompromisslosen Ablehnung“ Deutschlands. „[zurück]

82 Antworten auf “Gute Freunde kann niemand trennen: Diskussionsveranstaltung von TOP Berlin, Leipziger Antifa und INEX zu „antinationaler Kritik“.”


  1. 1 tee 14. September 2009 um 14:17 Uhr

    wo erzählen die leipziger antifas denn was von „antinationaler kritik“?

  2. 2 tee 14. September 2009 um 14:20 Uhr

    sorry, war gerade dem link nicht gefolgt.

    na kann sich nur um einen ausrutscher handeln, sonst machen die doch keinen hehl draus, dass es ihnen nicht um antinationalismus, sondern nur gegen deutschland, geht.

  3. 3 tee 14. September 2009 um 14:21 Uhr

    das heisst … top berlin will ja erstmal mit ihnen drüber diskutieren ;)

  4. 4 coole sau 14. September 2009 um 15:38 Uhr

    >Thema ist in bestem Antifa-ist-sexy-Englisch „Why we´re still not lovin` Germany!“.

    Und dein Header ist? Bestes GSP-is-sexy-English?

    (Verzeih‘, heete bin ich ein wenig grantig.)

  5. 5 nada 14. September 2009 um 16:20 Uhr

    „…von einigen ehemaligen Freunden der Autoren…“

    lol

  6. 6 Wendy 14. September 2009 um 16:47 Uhr

    Immerhin habe ich so beide Seiten beleidigt.

  7. 7 nada 14. September 2009 um 16:55 Uhr

    schlimmer junge

  8. 8 kaputt 14. September 2009 um 17:06 Uhr

    „immerhin“ wendy, immerhin

  9. 9 Wendy 14. September 2009 um 17:56 Uhr

    Wenigstens hast du dir die schlechten Witze gemerkt, wenn dir die Kritik der Nation schon nicht einleuchten wollte.

  10. 10 saltzundessick 14. September 2009 um 18:58 Uhr

    „Annektion der DDR“ , aus welchem spartakist ist denn dieser terminus abgeschrieben? der ddr und ihrer bevoelkerung konnte die annektion gar nicht schnell genug gehen.

  11. 11 Wendy 14. September 2009 um 19:39 Uhr

    Die haben die DDR doch wirklich nur angegliedert – Regierung aufgelöst, Staatsform abgeschafft, Sicherheitsbehörden aufgelöst, Partei verboten, politisches Personal verfolgt. So sieht keine „Vereinigung“ aus.

    Und was für ein Subjekt mit „die DDR“ gemeint ist und wie diese ihre Auflösung gewollt haben könnte, verstehe ich nicht.

  12. 12 skp 14. September 2009 um 21:40 Uhr

    Außerdem wurde in „Tims“ Comment auch ein Text des Antifa AK Köln und der Antifa frankfurt beworben, in den es sich mal lohnt, hineinzuschauen.

    wieso lohnt sich das denn?

    wegen der annexion solltest du vielleicht eine klage vor der un anstrengen, schließlich ist das seit 1945 unrecht.

  13. 13 Wendy 15. September 2009 um 1:44 Uhr

    Stimmt, Nationalsozialismus, Realsozialismus – alles das gleiche…

    Und sowieso: Wo prangere ich das moralisch als „Unrecht“ an, wenn ich die schlichte Tatsache benenne, dass das eine Annektion war?

  14. 14 tee 15. September 2009 um 3:48 Uhr

    Die haben die DDR doch wirklich nur angegliedert – Regierung aufgelöst, Staatsform abgeschafft, Sicherheitsbehörden aufgelöst, Partei verboten, politisches Personal verfolgt. So sieht keine „Vereinigung“ aus.

    geschichte, wendy. tatsachen.

  15. 15 tee 15. September 2009 um 3:58 Uhr

    Stimmt, Nationalsozialismus, Realsozialismus – alles das gleiche…

    wendy, erst nachdenken und dann schreiben. und besser nicht deine moral projizieren ;)

    „seit 1945 unrecht“ LOL!

  16. 16 tee 15. September 2009 um 4:09 Uhr

    aber einigen wir uns drauf, dass eine „vereinigung“ zwischen 2 (staats)subjekten ein neues hervorbringt, was da nicht der fall war. die ddr schloss sich ja nur („selbstbestimmt“!) an.

    [unterstellung]diesen „anschluss“ prangerst du an, weil es deiner meinung nach doch hätte gleichberechtigt zugehen sollen. da hat die ddr doch glatt ihr (realsozialistisches) gesicht verloren![/unterstellung]

    wendy, letzter ehrverteidiger der ddr.

  17. 17 skp 15. September 2009 um 8:28 Uhr

    ehrlich gesagt hätte mich mein erster punkt viel mehr interessiert.

    was die annexion betrifft: was sonst als moralische empörung soll das sein, wenn du den beitritt – nach grundgesetz möglich (da tut auch die änderung über dessen gültigkeit nichts zur sache, die war ja vorher bekannt) und mit erklärtem beitrittswillen der ddr sowie einigungsvertrag vollzogen so bezeichnest? das trifft es doch nicht – daß das beitrittsgebiet danach keine eigene regierung, keinen eigenen sicherheitsapparat und keine eigene staatsform hat liegt doch in der sache, wenn die ihren beitritt zu einer anderen herrschaft erklären. wieso sollten da auf einmal herrschaft und gewaltmonopol geteilt werden? das personal wurde ja weitestgehend übernommen. und wiedervereinigung trifft es auch – sagt das doch schlichtweg nur aus, daß historisch deutscher boden und deutsche volksmasse wieder unter einer herrschaft vereint sind – so viel blut und boden-denke haben die deutschen schon noch drauf.

    dafür haben sie im einigungsvertrag ausgehandelt, daß beispielsweise eine so „großartige errungenschaft“ wie die s51 qua ausnahmegenehmigung nicht gedrosselt werden muss.

  18. 18 bigmouth 15. September 2009 um 10:13 Uhr

    der korrekte term ist beitritt. wo ist denn da was annektiert worden?

  19. 19 FICK SKP/TEE/BIGMOUTH 15. September 2009 um 10:59 Uhr

    KORREKTER TERM LAUTET KAPITULATION!

  20. 20 @skp 15. September 2009 um 11:31 Uhr

    der deutsche boden ist eben nicht unter einer herrschaft, wenn man deiner blut-und-boden-unterstellung folgt.

    DANZIG, BRESLAU UND STETTIN SIND DEUTSCHE STÄDTE, WIE BERLIN!

  21. 21 Sev 15. September 2009 um 13:15 Uhr

    Erstmal: Wird hier über begriffliche Entsprechungen diskutiert oder stellt das eine moralistische Wertabwägung dar?

  22. 22 l wie laggard 15. September 2009 um 13:50 Uhr

    kapitulation DER SED-FÜHRUNG ist korrekt. dass die linke davor besser drauf war, darf übrigens bezweifelt werden … die waren doch vorher großteils auch nur dumm!

  23. 23 cosmojl.blogsport.de 15. September 2009 um 14:07 Uhr

    Seit wann dürfen hier eigentlich Bauern wie cosmo-irgendwas kommentieren?

    - Die Schriftleitung.

  24. 24 arsch mit ohren 15. September 2009 um 14:38 Uhr
  25. 25 A.M.P. 15. September 2009 um 14:40 Uhr

    @Cosmojl: Lang lebe die kleinere Übeldemokratie…na dann richte dich halt in die Verhältnisse ein, dann kannst du auch in deiner liberalen pluralistischen Demokratie jede Nationalflagge wedeln, die du willst. Und mit dem Kapitalismus kommst du ja wie man so hört ganz gut klar. Diejenige/n, die am Arsch sind haben halt dann ihre Chancen nicht genutzt. Ach ja der Vollständigkeithalber: Vollhorst!

  26. 26 naklar 15. September 2009 um 16:37 Uhr

    Wer sich jetzt fragt, wie TOP und Leipziger Antifas darauf kommen, einem etwas von antinationaler Kritik zu erzählen, steht genauso ratlos da wie ich

    mit dem leipziger aufruf wurde sich hier schon befasst.

  27. 27 skp 15. September 2009 um 23:05 Uhr

    @FICK SKP/TEE/BIGMOUTH

    KORREKTER TERM LAUTET KAPITULATION!

    ja, kapitulation vor deiner begriffs- und historischen unkenntnis. trottel

    die konterrevolution hat bestimmt nicht den beitritt realisiert, weil die ddr, also deren herrschaftspersonal kapituliert hätte – das damals aktuelle herrschaftspersonal wurde genau wegen des schnellen beitrittprogramms gewählt. das beantwortet auch die frage wie salty dazu kommt, daß es denen nicht schnell genug gehen konnte. alle diejenigen, die an dem demokratischen wahlprogramm teilgenommen haben und den schnellen beitritt nicht oder auch gar nicht wollten wurden vom wahlvolk abgewatscht. die haben sich das neue elend tatsächlich gewählt.

    @@skp

    der deutsche boden ist eben nicht unter einer herrschaft, wenn man deiner blut-und-boden-unterstellung folgt.

    DANZIG, BRESLAU UND STETTIN SIND DEUTSCHE STÄDTE, WIE BERLIN!

    sag bloß. es soll ja tatsächlich ein gar nicht so kleines grüppchen geben, daß hofiert unter anderem von der cdu/csu, diesen anschluß immer noch gerne betreiben wöllte. wieso die anschlußträume blut-und-boden-deutscher was ehemaligen deutschen boden betrifft den begriff wiedervereinigung für den zusammenschluß der beiden existierenden staaten auf deutschem boden, die sich beide als „deutsch“ begriffen haben – da muss man sich nichts vormachen, obsolet werden läßt, das führst du nicht aus. parolen wie „wir sind ein volk“ und die von beiden staaten eingerichtete anschlußmöglichkeit des jeweils anderen deutschen staatsgebietes läßt du halt unter den tisch fallen. ich mußte in der ddr noch „deutschland einig vaterland“ im musikunterricht lernen. deutsche aus der brd, die in die ddr wollten, um da staatsbürger zu werden, hatten es auch einiges leichter als beispielsweise menschen aus vietnam oder mosambique. da ging die blut-und-boden ideologie schon noch vor den sogenannten sozialistischen brudervölkern. das war auch durchaus im rassistischen alltag der ddr spürbar.

  28. 28 skp 15. September 2009 um 23:18 Uhr

    @wendy: ich würde trotzdem gerne wissen, wieso es sich lohnt diesen text zu lesen.

  29. 29 l wie laggard 16. September 2009 um 0:20 Uhr

    das war auch durchaus im rassistischen alltag der ddr spürbar.

    zB wenn vietnamesinnen, die schwanger wurden in der ddr, abtreiben mussten oder abgeschoben wurden.

  30. 30 Wendy 16. September 2009 um 1:36 Uhr

    skp: Steht doch im Beitrag.

  31. 31 hasSKapPe 16. September 2009 um 2:08 Uhr

    „das damals aktuelle herrschaftspersonal wurde genau wegen des schnellen beitrittprogramms gewählt.“

    eben, die durften plötzlich wählen und genau darin
    liegt die kapitulation.

  32. 32 l wie laggard 16. September 2009 um 10:22 Uhr

    die kapitulation hatte ihre grundlage in der falschen kapitalismuskritik der ddr-sozialisten und der entsprechend falsch eingerichteten gesellschaft („sozialistischer markt“ u.s.w.). wenn man so nen scheiss veranstaltet, muss man tatsächlich führung sein und unterbuttern.

  33. 33 FICK SKP/TEE/BIGMOUTH 16. September 2009 um 10:35 Uhr

    @SKP:
    „blut-und-boden-denke“
    wenn wir uns darauf einigen könnten, das dumme märchen vom deutschen sonderweg zu begraben und damit begriffe wie volkstumspolitik, blut-und-boden-denke, nacht-und-nebel-aktion auf jeglichen staat anwendbar zu machen, dann kannst du dieses vokabular gerne benutzen. heul nur nicht rum, wenn jemand vom „lebensraum im osten jerusalems“ spricht/schreibt. passt halt arsch auf eimer.
    kein staat verzichtet gerne auf territorium und teile des beanspruchten staatsvolks. das ist halt keine deutsche besonderheit, sondern nationalistischer standard.

    warum sollten überhaupt vietnamesen ddr-bürger werden, man war doch eh schon gemeinsam im ostblock angelangt und verbrüdert. die einbürgerung würde sich nur lohnen, wenn es sich um westler handelt.

    zu den ursachen des zusammenbruchs des ostblocks (inkl. weiterführender lektürehinweise):
    http://ascetonym.blogsport.de/textsammlung/dienst-am-kapitalismus/

    GEGEN SKP/TEE/BIGMOUTH/L HELFEN KEINE GEDICHTE!

    @hasSKapPe:
    die kapitulation lag schon in der wahl der mittel in der auseinandersetzung der systeme. statt weltweiter revolution, gab es weltmarkt und weltdiplomatie. die kommis hätten weniger reden schwingen und vetos im un-sicherheitsrat durchdrücken und mehr agitation betreiben sollen. aggressiv. kampfansage. aber dazu waren sie wohl nicht in der lage, wegen der fehler ihrer theorie. (die arbeiterklasse ist aus sich heraus ein revolutionäres subjekt, wird verführt; den sozialismus in seinem lauf, halten weder ochs noch esel auf usw.)

  34. 34 l wie laggard 16. September 2009 um 10:46 Uhr

    skp: Steht doch im Beitrag.

    oh man. dass gegen ADs gebasht wird? u.a. durch den gebrauch der psychoanalyse als kritikersatz („narzissmus“ etc)? wow, ja das ist wirklich beeindruckend! v.a. wenn man vorher selber beklagt, dass ADs sich mit „seelen“ und so zeugs beschäftigen. lol
    etwa durch denunziation von kritik als nur kritik? hey, schon mal überlegt, dass das eigentlich nicht nur ADs trifft?:

    Die Fans der „reinen“ Theorie ersparen sich in ihren endlos um sich selbst kreisenden Debatten auf Blogs, die ohnehin nur von Leuten gelesen werden, die das gleiche Problem haben, die Niederlagen einfach ganz. Wer sich raus hält, kann schließlich auch nichts falsch machen.

    na dann steht der bewegung ja nichts mehr im wege!

    aber stimmt – „dichten“ kommt vor im titel. und ein bisschen wirres zeug zur nation. nationale zugehörigkeit und damit verknüpfte privilegien (sind seit h4 nicht mehr so groß :( ), und im zweifelsfall muss man alle lebensbereiche der nation unterordnen. aha. aber der jargon passt, die phrasen passen! – zumindest streckenweise.

    wie auch immer:

    Trotzdem sollte auch die antinationale Linke mit ihrer Kritik an Staat und Nation bei den Feiern im Saarland und in Leipzig präsent sein. Schließlich ist man sich auch sonst nicht dafür zu schade mit allen möglichen Reformisten auf die Straße zu gehen.

    lol
    wenn man eh bei jedem scheiß mitmacht … besser als nur theorie. lieber auch mal was falsch machen. da macht man wenigstens was, die anderen debattieren ja nur blöd auf blogs rum (hey, das erinnert mich an was! – an die disku um die broschüre. jetzt versteh ich endlich, warum da niemand von u.g. mitdebattiert hat).

  35. 35 Wendy 16. September 2009 um 13:41 Uhr

    Im Beitrag stehen die Sätze, die mir gefallen haben und welche mich leise optimistisch gestimmt haben, das mit dem Text vielleicht doch was los sein könnte. In diesem Sinne: Siehe oben!

  36. 36 skp 16. September 2009 um 22:46 Uhr

    wenn wir uns darauf einigen könnten, das dumme märchen vom deutschen sonderweg zu begraben und damit begriffe wie volkstumspolitik, blut-und-boden-denke, nacht-und-nebel-aktion auf jeglichen staat anwendbar zu machen, dann kannst du dieses vokabular gerne benutzen.

    wo gibt es denn das antragsformular für die erteilung deiner erlaubnis und wird die dann auch von allen anderen anerkannt?

    was darf ich denn dann alles nicht mehr sagen? kannste da mal eine liste der dir nicht genehmen äußerungen verfassen?

    erklär doch mal, warum „blut-und-boden-denke“ im bezug auf die begrifflichkeit „wiedervereinigung“ falsch sein soll und mach hier nicht nen gegenstandswechsel zu „deutschen sonderweg“. da gings hier nirgends drum.

    warum sollten überhaupt vietnamesen ddr-bürger werden, man war doch eh schon gemeinsam im ostblock angelangt und verbrüdert. die einbürgerung würde sich nur lohnen, wenn es sich um westler handelt.

    wieso sollten im ostblock angelangte und verbrüderte vietnamesen sich den alltäglichen rassismus ddrdeutscher geben müssen? wo kommt der überhaupt her? vlt. haben deine phantasiert angekommenen und verbrüderten ja gar nichts davon vollziehen können, weil ddr-nationalisten und -rassisten da gar kein interesse daran hatten.

    da stellt sich schon die frage, wieso die zum teil von polizisten vorm mob geschützt werden mußten.

    du glaubst wahrscheinlich tatsächlich daran, daß mit dem beitritt schlagartig ein großteil der ehemaligen ddr-bürger den rassissmus drauf hatten, weil die sich auf einmal in einem bürgerlich demokratischen staat wieder gefunden haben.

  37. 37 l wie laggard 17. September 2009 um 1:02 Uhr

    warum sollten überhaupt vietnamesen ddr-bürger werden, man war doch eh schon gemeinsam im ostblock angelangt und verbrüdert. die einbürgerung würde sich nur lohnen, wenn es sich um westler handelt.

    bei dir kommt eigenartigerweise was nicht vor:

    http://wendy.blogsport.de/2009/09/14/gute-freunde-kann-niemand-trennen-diskussionsveranstaltung-von-top-berlin-leipziger-antifa-und-inex-zu-antinationaler-kritik/#comment-11982

    es wurde selbstverständlich auch darauf geachtet, dass die vietnamesischen arbeitskräfte nicht allzu oft in berührung kommen mit guten deutschen u.s.w.

    ein glasklarer rassismus. war aber auch kein kommunismus. dazu muss man die ddr und co auch nicht verklären. man muss die sowieso nicht in schutz nehmen.

  38. 38 l wie laggard 17. September 2009 um 1:57 Uhr

    die kapitulation lag schon in der wahl der mittel in der auseinandersetzung der systeme. statt weltweiter revolution, gab es weltmarkt und weltdiplomatie.

    interessant. ich dachte immer, der gsp sei der meinung, „sozialismus in einem lande“ sei machbar. und da ist natürlich klar, dass ein agrarisches land wie die su nach 1917 und dann gerade nochmal nach dem bürgerkrieg außenhandel betreiben muss. für die ddr gilt das auch, weil so viel durch den krieg zerstört wurde. – und damit ist man aufm weltmarkt.
    dazu fügen sich natürlich absurditäten, wie dass auch die ddr und su miteinander gehandelt haben etc. und massig „innenpolitische“ fehler. es ist zB überhaupt nicht einzusehen, wieso man ein nationales geld braucht (und den menschen aufherrscht), wenn man außenhandel betreibt. das geld war eh nicht konvertierbar.

    aber das mit dem weltmarkt ging nicht anders (es ist ja nicht so, dass man nicht auf die weltrevo gesetzt hätte zu beginn und auch noch bis in die 1980er hinein kommunistische revos unterstützt hätte, wenn es denn der außenhandel zuließ), und ich möchte auch mal sehen, wie du nach einer revolution von einem tag auf den anderen auf autarkie schaltest (um unabhängig vom kapitalistischen weltmark zu sein). das geht nicht mal heute in kurzer zeit. das ist die realität, sich da selber anzulügen bringt gar nichts. oder wo kriegst du das öl und das erdgas zum produzieren her? – bis dass man auf ne andere energiequelle umsatteln kann, weil sich eventuell – trotz agitation etc – revos in erdölländern verzögern?

    die alternative zu nem „sozialismus in einem lande“ mit außenhandel – das ziel autarkie im auge, weil man sich eben nicht drauf verlassen kann, dass prompt überall revos ausbrechen und erfolgreich sind –, ist es, die revo aufzuschieben, bis auch andere länder „bereit sind“ für eine revo. genau das lehnt aber afaik der gsp ab. oder täusch ich mich?
    (ich geh jetzt mal davon aus, dass du der gsp-theorie nahestehst, wegen der verlinkung eines blogs, der wiederum dem gsp nahesteht.)

    daran, dass die ne falsche theorie hatten, zweifle ich nicht (zB ddr-mark). die nicht durchgeführte abkoppelung vom weltmarkt war jedoch kein theoretischer fehler (bzw.: nicht nur), sondern schlicht (zumindest über einige jahrzehnte hinweg) der realität geschuldet.

    die arbeiterklasse ist aus sich heraus ein revolutionäres subjekt … den sozialismus in seinem lauf, halten weder ochs noch esel auf usw.

    nunja. mir stellt sich schon die frage, ob sich in stalins realpolitik – im gegensatz zu seinen phrasen – wirklich diese haltung zeigt. hab da so meine zweifel. denn sonst hätte der doch das alles einfach gelassen?! ich halte stalins ausführungen in dieser sache schlicht und ergreifend für legitimatorisches geschwätz. der wollte, wenn er wieder mal ein kommando erteilte, halt sagen, dass es geschichtlich notwendig ist. auch ne art, sich selber aus der verantwortung zu nehmen.
    hätte er aber wirklich geglaubt, dass die lohnarbeiter alle von der geschichte in den sozialismus getragen werden, hätte der sein projekt abgeblasen und abgewartet.

  39. 39 skp 17. September 2009 um 2:22 Uhr

    @wendy: ganz ehrlich gesagt hätte ich sogar von dir erwartet (ja,ja immer dieses ansetzen fremder maßstäbe), daß du nicht einfach auf billige schlüsselsätze reinfällst, sondern dir den text schon etwas aufmerksamer durchliest.

    diese identitären phrasen, die in einen vertrottelten text reingestreut sind und außer effekthascherei nichts können.

    das belustigende ist, daß du die top, die weit von diesem gefasel der antifa [f] und des ak antifa köln entfernt ist, als schwätzer bezeichnest und dann so’nen text als „mal lohnenswert“ empfiehlst.

  40. 40 Szenekenner 17. September 2009 um 8:52 Uhr

    „Identitär“? Womit sind die Phrasen denn identisch?

    „Schwätzer“ ist vielleicht insofern eine treffende Kritik, als dass die Leute in dem Verein wirklich mehrere linksradikale Standpunkte nebeneinander stehen lassen und man nicht weiß, ob sich nun wieder die antideutsche, die gemäßigt antideutsche oder die fast antideutsche mit GegenStandpunkt-Abo-Seite in Wort und Schrift durchsetzt. Oder ob man es mit linken Partynulpen wie imv zu tun hat.

    Eine inhaltliche Einheit wird man da eh nicht erleben, das spaltet den Verein und man wäre ja ein BOT wie beim GSP und das wäre – ein RIESENSKANDAL!

  41. 41 Wendy 17. September 2009 um 12:46 Uhr

    skp: In dem Beitrag steht nichts weiter als dass der Text interessant klingt und man ihn mal lesen sollte – nicht, dass er inhaltlich in allen Punkten richtig wäre. Und wenn ich schreibe, dass mir ein Satz „schonmal“ gut gefällt, dann geht daraus hervor, dass ich den Text noch nicht vollständig gelesen habe. Die Überschrift finde ich übrigens etwas peinlich.

    Wie du darauf kommst, dass der Großschreiber hier meinen würde, in der DDR hätte es keinen Rassismus gegeben, erschließt sich mir nicht.

    lahmacun: Abgesehen davon, dass ich deine Behauptung in der Richtung nicht nachprüfen kann, solltest du selbst wissen, dass es zwei völlig verschiedene Frage sind, ob man den „Sozialismus in einem Land“ für möglich oder für anstrebenswert hält.

  42. 42 bigmouth 17. September 2009 um 13:18 Uhr

    @l: korrektur: afaik hat der ostblock den aussenhandel ab ende der 60er deutlich ausgeweitet (vorher war das ein einstelliger %anteil am gesamten handeln im ostblock) – das war also nicht den zerstörungen des krieges geschuldet. auch war die SU erdölexporteur. die SU musste hingegen getreide importieren, weil sie es nie auf die reihe bekam, die produktivität ihres agrarsektors hinreichend zu steigern, um die bevölkerung zu versorgen

    die vorstellung, dass mit mehr aggressiver agitation sich die westlichen arbeitermassen schon auf seiten der SU geschlagen hätten, finde ich auch ziemlich fragwürdig. leute müssen schon agitiert werden wollen, damit das was bringt

  43. 43 l wie laggard 17. September 2009 um 13:27 Uhr

    für möglich oder für anstrebenswert

    ja, der witz ist nur, die konnten sich das nicht aussuchen. und dann wird das, was das zur zeit möglich ist, schnell zum derzeit anstrebenswerten.

    von welcher behaupung sprichst du? wenn du das möglich/anstrebenswert meinst: ddr kaputt deutschland ganz, stalin – wer war das? s. 255

  44. 44 Wendy 17. September 2009 um 13:43 Uhr
  45. 45 l wie laggard 17. September 2009 um 13:45 Uhr

    afaik hat der ostblock den aussenhandel ab ende der 60er deutlich ausgeweitet

    ja, da war stalin ja schon tot. in der tat war die su anfang der 1950er fast autark – und das wusste auch der westen, dem das gar nicht gefiel. daran, dass ab mitte / ende der 1950er dahingegend das meiste falsch lief, besteht kein zweifel. ich rede aber von den ersten jahrzehnten – und zwar bis zu stalins tod.

    auch war die SU erdölexporteur.

    lies meine beiträge einfach mal gründlich. die frage richtete sich an den kommentierenden, und war: wie würde er das im falle von deutschland handhaben? wie will er sich nach ner revo denn von der weltwirtschaft abkoppeln? – das geht einfach nicht von heute auf morgen. derweilen ist d im gegensatz zur su in den 1920ern arg im vorteil.

    die vorstellung, dass mit mehr aggressiver agitation sich die westlichen arbeitermassen schon auf seiten der SU geschlagen hätten, finde ich auch ziemlich fragwürdig

    oh man, das hab eh nicht ich behauptet. – im gegenteil: ich hab gesagt, dass anfang der 1920er der entschluss gefällt wurde, mit westlichen staaten zu handeln, war eine notwendigkeit, die daraus entstand, dass die agitation nicht aufgegangen war. es gab dann drei möglichkeiten:
    1. handel
    2. revo canceln und abwarten, bis weltrevo
    3. nicht handeln und revo nicht canceln = steinzeitkommunismus auf subsistenzniveau (wenn überhaupt) mit dem ziel, durch reines menschenvernutzen (ohne maschinen, die man sich einkauft etc) die produktivität zu steigern

    stalin hat ein mischmasch aus 1. und 3. umgesetzt (auf die steigerung der prod durch reines vernutzen, wollte der halt auch nicht verzichten – unabhängig von handel).

    nr. 1 bedingt aber nicht all die anderen fehler, die sich stalin und co leisteten. nr. 1 hätte so brutal nicht ausfallen müssen … und da geht’s dann um ne falsche kapitalismuskritik.

  46. 46 l wie laggard 17. September 2009 um 13:58 Uhr

    was willst du mir mitteilen, wendy? ich bin auch der meinung, dass es machbar ist (und sie habens auch gemacht). „sozialismus in einem lande“ hieß in dieser situation aber u.a.: handel. also weltwirtschaft.

    warum nahmen die denn an, dass es ne weltrevo braucht? – v.a. wegen der wirtschaftlichen verflechtung.
    und was macht man dann, wenn es zu keiner weltrevo kommt, obwohl man das durchaus unterstützt hat?

    das gerede davon, dass man was anderes hätte machen sollen und lieber agitieren … das ist lächerlich, denn die wahl gab es nicht. der weltrevoplan ist damals einfach vorläufig gescheitert. und dann stand ne entscheidung an.

  47. 47 bigmouth 17. September 2009 um 14:16 Uhr

    ob man jetzt eine brutale kommandowirtschaft, wo die zwecke der produktion niemals angelegenheiten der produzierenden waren, wirklich „sozialismus“ nennen sollte?

  48. 48 bigmouth 17. September 2009 um 14:20 Uhr

    das „brutal“ bezieht sich jetzt auf mitte der 20er bis in die 50er

  49. 49 Wendy 17. September 2009 um 14:26 Uhr

    1. handel
    2. revo canceln und abwarten, bis weltrevo
    3. nicht handeln und revo nicht canceln = steinzeitkommunismus auf subsistenzniveau

    Wo hast du diesen Blödsinn nur her, lahmacun?

  50. 50 Neoprene 17. September 2009 um 14:39 Uhr

    „und was macht man dann, wenn es zu keiner weltrevo kommt, obwohl man das durchaus unterstützt hat? “

    Das stimmt doch gar nicht, daß die das getan hätten. von der Politik des Blocks der vier Klassen in China mitteder 20er Jahre angefangen, über die Kapitulation gegenüber Hitler und dann das Abwürgen der Revolutionspflänzchen nach den zweiten Weltkrieg von Italien bis Griechenland bis zur Katastrophe der Volksfrontpolitik in Indonesien, die der zahlenmäßig größten kommunistischen Bewegung der kapitalistischen Welt das Genick gebrochen hat, war doch davon nichts zu sehen. bis hin zur Umarmung von Pinochet, als der noch ganz demokratischer General von Allende war durch Fidel Castro der dem Ausverkauf von 1968 in Frankreich …

    Man ist schon mit verdammt wenig Reformismus oder Einer-muß-den-Bluthund-spielen-Politik zufrieden sein, wenn man diese Geschichte als Geschichte der Förderung von Revolutionen außerhalb es eigenen Blocks ansieht.

  51. 51 l wie laggard 17. September 2009 um 14:59 Uhr

    ob man jetzt eine brutale kommandowirtschaft, wo die zwecke der produktion niemals angelegenheiten der produzierenden waren, wirklich „sozialismus“ nennen sollte?

    hab eh schon oben geschrieben, dass die ne falsche kapitalismuskritik hatten. das ist überhaupt kein einwand gegen das von mir vorgebrachte. ich hab auch weiter oben geschrieben, dass man die ddr zB gar nicht verteidigen muss. dazu haben die tatsächlich viel zu viele fehler gemacht.

    @neoprene: der entschluss, mit dem feind handel zu betreiben, viel 1922. wie viele revos wurden bis dahin denn abgewürgt?

  52. 52 bla 17. September 2009 um 15:12 Uhr

    Ich find das ein wenig merkwürdig wie hier einzelne Momente der Erklärung der SU als Anleitung zum Aufbau eines sozialistischen Gemeinwesens benutzt werden.
    Es stimmt ja, dass die Bolschewiki mit der NÖP zum einen Notwendigkeiten gerecht werden mussten dies aber zum anderen in einer Art und Weise taten die ihrer verkehrten Kapitalismuskritik entsprang; aber was hat das mit der restlichen Diskussion zu tun?

  53. 53 l wie laggard 17. September 2009 um 19:16 Uhr

    als Anleitung zum Aufbau eines sozialistischen Gemeinwesens

    huh? – ist von meiner seite aus nicht so gemeint. ich denke nur, man macht es sich zu einfach, wenn man von den katastrophalen bedingungen absieht, mit der die junge su konfrontiert war. ein schrecklicher bürgerkrieg (zB bereits 1918 war der großteil des schienennetzes zerstört worden …), umringt von feinden.

    aber was hat das mit der restlichen Diskussion zu tun?

    ich hab nur auf diese äußerung reagiert:

    die kapitulation lag schon in der wahl der mittel in der auseinandersetzung der systeme. statt weltweiter revolution, gab es weltmarkt und weltdiplomatie.

    das ist einfach zu simpel. fehler haben sie massig gemacht, aber es ist doch nicht so, dass die weltrevo 1922 vor der tür gestanden wäre, hätten die ein bisserl mehr agitiert. (allerdings: zu kritisieren wäre dann auch wieder, wie sie agitiert haben; aber auch ne vernünftige kritik hätte doch nicht so schnell ne weltrevo herbeigeführt, das ist doch quatsch.)

    ich bin ansonsten für ne gnadenlose kritik der fehler des realsoz, finde es zB auch falsch, dass hier von manchen der nationalismus der ddr runtergespielt wird u.s.w.
    aber ganz so einfach, wie von manchen behauptet, wäre es nicht gelaufen.

    von mir aus muss man die debatte aber auch nicht weiterführen.

  54. 54 Neoprene 17. September 2009 um 19:57 Uhr

    Es gab gerade in den letzten Jahren bei Trotzkisten wieder eine ernsthafte Diskussion über 1923 nicht 1922. Also um die Frage, ob die Situation im Inflationsdeutschland nicht auch einen deutschen Oktober möglich gemacht hat. Ein Farbwechsel in Deutschland wäre zwar noch nicht gleich *die* Weltrevolution gewesen. Aber daß dann Kommunisten sowohl in der SU als zumindest in Europa ganz anders dagestanden wären, das liegt auf der Hand.

  55. 55 l wie laggard 17. September 2009 um 20:42 Uhr

    Aber daß dann Kommunisten sowohl in der SU als zumindest in Europa ganz anders dagestanden wären, das liegt auf der Hand.

    na klar.

    der meinung waren auch die stalinisten:

    In Sachsen und Thüringen waren die objektiven Voraussetzungen vorhanden, um einen Brückenkopf für den siegreichen Kampf der Arbeiterklasse zu schaffen. (ulbricht)

    ich finde nicht, dass man das alles so simpel abhandeln kann. was zB machte olga benario in brasilien? urlaub? und wie kam sie dahin? man kann das mmn nicht auf ein „die wollten keine revos mehr“ runterkürzen.

  56. 56 Szenekenner 17. September 2009 um 21:19 Uhr

    Langweilig.

  57. 57 Neoprene 17. September 2009 um 21:54 Uhr

    „ich finde nicht, dass man das alles so simpel abhandeln“

    Genau, und deshalb habe ich ja auch ein paar Geschichten aus der Geschichte gebracht, die gegen dieses selbstgefällige „Mehr war eben nicht drin, ihr Spinner“ der Stalinisten angeführt werden können.

  58. 58 Szenekenner 18. September 2009 um 14:25 Uhr

    Wo ist der Bericht? Meine Szenekenntnisse verlassen mich aktuell leider! :-P

  59. 59 Wendy 18. September 2009 um 16:27 Uhr

    Wenn jemand so freundlich wäre, würde auch ich mich sehr freuen.

  60. 60 laylah 18. September 2009 um 17:18 Uhr

    alle erzählen, was sie so für aktionen machen. der top-typ will die lea kritisieren, aber der inex-typ geht dazwischen und will erstmal was über nationalismus in ostdeutschland erzählen. er wird aus dem publikum nach seiner kritik am nationalismus gefragt und meint, er hätte halt ne andere position als die nationalisten und würd die halt bekämpfen. die frage wird wiederholt, aber nicht mehr beantwortet, weil der genosse wohl zu „oberlehrerhaft“ rüberkommt und die allgemeine erheiterung / entrüstung ein willkommener vorwand ist, über was anderes zu reden. die frage, ob protestierende ddr-bürger bananen und pornos oder freiheit und gleichheit wollten, wird diskutiert. danach wird es langweilig. am ende kritisiert der top-typ dann doch noch den lea-typ. die lea hätte den nationalisten jenseits der blutundbodenideologie nichts vorzuwerfen. nach gerade mal eineinhalb stunden, die sich aber deutlich länger anfühlen, ist dann schluss.

  61. 61 asv 18. September 2009 um 17:36 Uhr

    wir machen zwar viel mit der top und finden das auch gut, aber wie in diesem fall meinen wir, dass man nicht jeden idioten aufs podium bitten sollte. die lea ist ja nun nicht unbekannt als nationale antifa.

  62. 62 Wendy 18. September 2009 um 17:42 Uhr

    Hört sich an wie die typische TOP-Veranstaltung der letzten Monate.

    asv: Ich nehme mir mal unhöflicherweise heraus, die Authenzität dieses Kommentars anzuzweifeln.

  63. 63 Leo 18. September 2009 um 17:55 Uhr

    So langsam kommt dann schon der Verdacht auf, dass es kein Zufall ist, wenn die TOP-Veranstaltungen, von denen man in letzter Zeit gehört hat, zum in die Tonne kloppen waren. Vermutlich geht tatsächlich kein Weg daran vorbei, die Kritik an TOP & Co im Rahmen einer eigenen Veranstaltung zu präsentieren, z.B. beim JL-Seminar im November.

    Die Wartezeit kann man ja z.B. mit einem aktuellen Vortrag von Freerk Huisken überbrücken, bei dem es explizit auch um die Kritik von solchen Vorstellungen wie der von der „falschen Freiheit“ geht: Demokratie: Wertesystem, Volksherrschaft oder Herrschaftsform der kapitalistischen Klassengesellschaft?

    Die ausführliche Fassung der Argumentation ist übrigens in den entsprechenden Kapiteln des Grundgesetz-Buchs von Albert Krölls nachzulesen.

  64. 64 skp 18. September 2009 um 19:40 Uhr

    @leo:

    Vermutlich geht tatsächlich kein Weg daran vorbei, die Kritik an TOP & Co im Rahmen einer eigenen Veranstaltung zu präsentieren

    ---

    am ende kritisiert der top-typ dann doch noch den lea-typ. die lea hätte den nationalisten jenseits der blutundbodenideologie nichts vorzuwerfen.

    du teilst die aussage des top-typen also nicht? oder wie kommt dein schluß eine kritik an der top zu üben nach dem einzigen bericht hier von laylah zustande?

  65. 65 skp 18. September 2009 um 19:45 Uhr

    @wendy:

    Wie du darauf kommst, dass der Großschreiber hier meinen würde, in der DDR hätte es keinen Rassismus gegeben, erschließt sich mir nicht.

    wie kommt man sonst drauf die vietnamesen wären in der ddr irgendwo angekommen? und dazu natürlich wieso er „blut-und-boden-denke“ in bezug auf den begriff „wiedervereinigung“ moniert – argumentlos – da unterstelle ich das halt. das nehm ich mir halt mal so raus – wieso sollte er sonst damit anfangen, wenn er das teilen sollte?

  66. 66 Wendy 18. September 2009 um 19:50 Uhr

    Er hat doch ganz klar geschrieben, warum die in der DDR waren und wie das ideologisch begleitet wurde.

  67. 67 Leo 18. September 2009 um 23:46 Uhr

    Laylahs Bericht bestätigt ja nur das, was auch schon von der TOP-Veranstaltung im Mai zu hören war: Kritik wird auf die ganz blöde Tour (MG, igitt!) per Feindbildpflege abgebügelt. Online-Diskussionen sind ebenso unerwünscht, weil man es da ja mit „anonymen Privatpersonen“ zu tun hat. Dann sollte man das halt zur Kenntnis nehmen und was eigenes machen (s.o.). Ich halte jedenfalls den Besuch von TOP-Veranstaltungen und virtuelle Debatten mit Leuten aus deren Umfeld mittlerweile für Zeitverschwendung.

  68. 68 tee 19. September 2009 um 2:40 Uhr

    der top-typ will die lea kritisieren, aber der inex-typ geht dazwischen

    boah, echt KEINE , EY!

  69. 69 tee 19. September 2009 um 2:41 Uhr

    mift. keine feministischen standards haben diese typen meinte ich: http://www.conne-island.de/nf/168/15.html

  70. 70 FICK SKP 19. September 2009 um 2:44 Uhr

    @skp:
    „wo gibt es denn das antragsformular für die erteilung deiner erlaubnis und wird die dann auch von allen anderen anerkannt?“
    du bist offenbar das einschwören auf folgsamkeit gewöhnt und reagierst empfindlich. hätte ich wissen müssen, bei einem so selbstkritischen totalitären charakter wie dir. TUT MIR EHRLICH LEID, DASS DU IN DER DDR ZUR SCHULE GEHEN MUSSTEST!
    du hast hier „– argumentlos –“ etwas von blut-und-boden-denke geschrieben. weil ich befürchtete dir etwas zu unterstellen, frug ich lieber nach, ob du dir mit mir einig wärst, dass diese sogenannte blut-und-boden-denke zum imperialismus bürgerlicher staaten gehört. da dem nicht so ist und du den für eine ganz besondere qualität hältst, finde ich den einsatz an dieser stelle falsch.

    „was darf ich denn dann alles nicht mehr sagen? kannste da mal eine liste der dir nicht genehmen äußerungen verfassen?“
    ich sagte bereits ES TUT MIR LEID. deine besondere biographie macht dich natürlich empfindlich für eingriffe in die nutzung deiner meinung. lass ruhig alles raus!

    „erklär doch mal, warum „blut-und-boden-denke“ im bezug auf die begrifflichkeit „wiedervereinigung“ falsch sein soll und mach hier nicht nen gegenstandswechsel zu „deutschen sonderweg“. da gings hier nirgends drum.“
    erklär du doch mal was du so besonders an der blut-und-boden-denke findest. die hast du hier einfach eingeführt. ich denke da halt an den umgang mit volk und raum, wie in staaten so pflegen. darüber werden bürgerkriege und richtige kriege geführt, man benutzt am beanspruchten volk begangenes „unrecht“ als diplomatisches druckmittel, beschwört die einheit der bevölkerung, pflegt ihre nützlichen seiten, bekämpft was schädlich erscheint, vergrößert sein gebiet, falls man sich mit den mitgelieferten menschen abfinden kann, etc.
    mir stößt das nicht als spezifisch deutsch auf, was du wohl mit diesem begriff andeuten willst. den deutschen sonderweg habe ich aus einem anderen kommentar von dir entführt. es passt halt zusammen, allerlei grausamkeiten, die bürgerliche staaten an ihrem und an fremden völkern durchziehen sind in deutschland teil eines sonderweges und brauchen besonders prägnante, moralische grusel evozierende begriffe wie antisemitismus (statt rassismus) und blut-und-boden-denke (statt imperialismus, evtl. noch mehr?). einen gegenstandswechsel kannst du mir da gerne vorwerfen, nur solltest du das auch nachweisen. so snd die regeln halt. ich denke du hast da was nicht mitbekommen, als du dir das irgendwo abgeschaut hast und es für einen tollen trick hieltest. is ja nich so schlimm, jetzt weißte das ja.

    „du glaubst wahrscheinlich tatsächlich daran, daß mit dem beitritt schlagartig ein großteil der ehemaligen ddr-bürger den rassissmus drauf hatten, weil die sich auf einmal in einem bürgerlich demokratischen staat wieder gefunden haben.“
    nein.

    (da schau her, wie einfach der teil abzuhandeln war.)

  71. 71 Prof. Argumentwatch 19. September 2009 um 7:33 Uhr

    Ja mei, dann gengas halt net zu TOP-Veranstaltungen in Berlin, sondern zu andern Leit im Romn vom UG, vielleicht hams Bock zu „falscher Freiheit“ zu diskutieren, sonst sam‘ halt gschiedne Leit. Wo is des Problem? Wo des Argument?

    Ansonsten wäre ich hoch erfreut genaure Informationen über die Veranstaltung zu erhalten.

  72. 72 Prof. Argumentwatch 19. September 2009 um 7:52 Uhr

    Jo mei, dann sam‘a heut in Berlin neet kompatiebel. Kimmas hoilt woanders hi, um über‘d „folsche Freiheit“ zu diskutiern. Gibt ja gnouch Gruppen in da BRD. Versouuuchts moi in andern Ug-Gruppn. Wenns net hie haut, sommo hoilt gschiedne Leit. So loofts hoilt.

  73. 73 Szenekenner 19. September 2009 um 9:29 Uhr

    die frage, ob protestierende ddr-bürger bananen und pornos oder freiheit und gleichheit wollten, wird diskutiert. danach wird es langweilig.

    LOL, danach? :-D

    Gute Zusammenfassung, Laylah.

    @ Leo
    Jo, Kritik an deren Theorie, wo sowieso nicht klar ist, welche bei den vielen, die da unterwegs sind, gilt – solche Kritik jedenfalls wird genau so zurückgewiesen, wie du es gesagt hast.

    @ SKP
    Dass die – vielleicht sogar korrekt gesagte – Kritik an Euren Kumpels aus Leipzig irgendwann nach 1,5 h kommt, spricht Bände, wo es doch um Nationalismus gehen sollte. Auch ansonsten ist Laylahs Bericht aufschlussreich über die offenkundig diskutierten Inhalte…

  74. 74 Stromsau 19. September 2009 um 10:28 Uhr

    „Die haben die DDR doch wirklich nur angegliedert – Regierung aufgelöst, Staatsform abgeschafft, Sicherheitsbehörden aufgelöst, Partei verboten, politisches Personal verfolgt. So sieht keine „Vereinigung“ aus.“

    Du, Wendy… ich glaube, die haben die Partei nicht verboten. Die haben sie behalten, als Projektionsfläche und Blitzableiter benutzt, sie haben ihr ihre Errungenschaften und Fehler als Stöckchen hingehalten – und diese Partei ist gesprungen, hat sich dem neuen Staat zunächst zunehmend erfolgreich angedient und als sie grade mal nicht gefragt war 2002 eine Klatsche gekriegt. Das hat sie bewogen, mehr Altansichten zu kompostieren und noch mehr eine um Deutschland bemühte normale Partei zu werden – Ähnlichkeiten mit diesem Fall hier sind sicher nicht rein zufällig. Nein, verboten haben sie sie nicht. Und wie man sieht, war es auch gar nicht nötig.

    Man darf nicht vergessen, dass an den Demos zur Reform der DDR nach den Vorbildern Gorbatschow und Kohl auch zahlreiche SED-Mitglieder mitgelatscht sind. Und dass sie mit eigener Energie und ohne schlechtes Gefühl Führungspersonal, aber auch so Figuren wie den Karl-Eduard von Schnitzler zügig entsorgt haben, ganz ohne Vorgabe aus dem Westen.

  75. 75 Szenekenner 19. September 2009 um 11:18 Uhr

    tee: omg…der Männergefahr wirksam entgegentreten!

  76. 76 skp 19. September 2009 um 20:25 Uhr

    @ SKP
    Dass die – vielleicht sogar korrekt gesagte – Kritik an Euren Kumpels aus Leipzig irgendwann nach 1,5 h kommt, spricht Bände, wo es doch um Nationalismus gehen sollte.

    ich finde den pluralis majestatis etwas komisch, wo haste denn den quatsch her? in leipzig kenn ich keine sau.

    @FICK SKP: haste grad dein psychologie semester hinter dir? da dein geschwafel ausschließlich aus in mich gelegten phantastereien besteht betrachte ich das als abgehakt. mit märchenkritik hab ichs jetzt nicht so. vlt. kannste das ja mit weiteren frankfurtern und kölnern zum nächsten gedicht ausarbeiten.

  77. 77 skp 20. September 2009 um 18:06 Uhr

    aber eine erklärung geb ich dir dann doch noch mit:

    frug ich lieber nach, ob du dir mit mir einig wärst, dass diese sogenannte blut-und-boden-denke zum imperialismus bürgerlicher staaten gehört.

    ganz klar nein. und das zumindest bis dahin, bis du richtig darlegen kannst, daß die ddr ein imperialistischer bürgerlicher staat war.

    „blut-und-boden-denke“ kann ein bestandteil der ideologie der nation sein. und die hatte die ddr ganz gut drauf: von der vorbehaltenen wiedervereinigung der beiden deutschen staaten, dem deutschen volksbegriff – die sorben waren eben eine minderheit, weil die nicht dazugehört haben. bis zur konkurrenz der sozialistischen staaten im warschauer pakt. damit habe ich auch schon vorher erklärt, wieso ich der meinung bin der begriff „wiedervereinigung“ trifft. da stand in dem zusammenhang weder hier noch anderswo von meiner seite aus irgendwas zu „deutscher sonderweg“. daß das ein deutsches spezifikum wäre, das phantasierst du da rein, weil du mich gerne aus was für gründen auch immer blamieren möchtest.

    solche dummheiten wie bei dir, die passieren halt, wenn man meint gelernte textbausteine und phrasen ersparen das verstehen, um dann verbal den macker geben zu können. troll

  78. 78 walter 21. September 2009 um 13:46 Uhr

    „blut-und-boden-denke“ als bestandteil der ideologie der nation in der ddr. skp, du hast sie ja nicht mehr alle…

  79. 79 skp 21. September 2009 um 13:58 Uhr

    das habe ich nicht gesagt, ich habe gesagt die ddr hatte ne ideologie des nationalismus drauf.

    weiter oben habe ich angesprochen, dass nationalisten schon noch die denke drauf hatten. das war aber nicht auf das staatsprogramm bezogen.

  80. 80 Tipp 28. September 2009 um 11:40 Uhr

    Am 2. Oktober 2009, 19.00 Uhr, in Berlin, Monarch, Skalitzer Str. 134: Was ist Nationalismus?

    Gibt es einen „guten Nationalismus“? Die Frage wird von der Mehrheit der hier lebenden Menschen mit einem klaren „Ja!“ beantwortet. Sei es der „Otto-Normal-Verbraucher“, die Kanzlerin persönlich oder deren singendes Artillerie-Regiment aus „Sportfreunde Stiller“, „Fler“, „Dissziplin“ und Sammy Deluxe – sie alle bekennen sich zu Deutschland. Ein „gesunder Nationalismus“ ist in Ordnung, der Nationalismus á la NPD wiederum wird abgelehnt. Auch wenn sie sich zwar in ihrer Liebe zu Nation einig sind, so scheint zumindestens äußerlich, die Meinung über das Handeln dieses Staates auseinanderzudriften. Wir denken jedoch, dass unter Anderem das nationale Wir-Gefühl den Rückenwind für den kapitalistischen Alltagsbetrieb (Hartz 4, Krieg, usw.) liefert. Der Frage, warum das so ist und warum die Nazis, wie auch die „guten Nationalisten“ dem selben Grundprinzip folgen, wollen wir mit „Junge Linke – Jimmy Boyle Berlin“ zusammen nachgehen.
    Anschliessend: Electro-Lounge

    Eine Veranstaltung im Rahmen der ‚No Nation‘

  81. 81 Hank 28. Dezember 2009 um 13:07 Uhr

    Mitschnitt einer Veranstaltung am 15. Dezember in Chemnitz mit einem Referenten von TOP Berlin zum Thema: Deutschland und die Herrschaft der falschen Freiheit.

    Von dieser „falschen Freiheit“ ist allerdings nicht (mehr?) die Rede, sondern u.a. vom Streit mit der Leipziger INEX.

  82. 82 Wendy 28. Dezember 2009 um 17:27 Uhr

    Nach dem, was man so hört, soll der Vortrag ganz schlimmer Quark sein.

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