Investoren gesucht.

Mir wird ja oft vorgeworfen, dass ich die deutsche Nazi-Szene unterschätzen würde. Blödsinn! Ich bin mir des Potentials und der Größe dieser Bande durchaus bewusst und auch die finanziellen Ressourcen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, sind durchaus bedenklich. Und um zu verhindern, dass diese Deppen ihr Geld in ausländischen Designer-Klamotten („Thor Steinar“), Nazi-Gold oder schwedischen Samenbanken anlegen, habe ich mit ein paar Freunden ein paar intelligente und vielversprechende Geschäftsideen auf den Markt gebracht.

Über Schleusungspunkte, Judenpresse und die neuesten Demo-Infos tauscht sich der moderne Nationalist seit neuestem über stahlgetwitter.com aus. Das ist wie Twitter, nur mit einem zornigen deutschen Adler anstatt einer Taube. Und die „Usability“ wird durch deutsche Sätze einfachster Struktur erhöht. Wieder mal keine Ahnung, wohin mit den Anti-Antifa-Fotos der letzten Wochen? Noch nie was von flakr.com gehört? Komplexer als Stahlgetwitter ist dann racebook.com, wo man nicht nur Fotos hochladen, Statusberichte updaten und kommentieren, sowie an Tests teilnehmen kann. Auch der Ariernachweis kann (und äh muss) in einem gesonderten Bereich über fünf Generationen und mehr abgelegt werden. Und wenn die Frau Mama oder Vati auch angemeldet sind, kann man sich von dern kernigen Gesundheit gleich selbst überzeugen. Hier kauft keiner die Katze im Sack. Natürlich gibt es auch Neonazis, die so einen Nachweis nicht erbringen können. Für sie gibt es studiKZ.net. Das Gleiche in braun. Solch zweifelhaftes Kanonenfutter ist zur Rassezüchtung zwar nur sehr eingeschränkt nutzbar, treibt aber die Zugriffszahlen von judporn.com in die Höhe. Im stillen Kämmerlein erfreuen die Volksverweser von nebenan, exotische Schönheiten und rassige Zigeunerweiber das einsame Herz der lebensunwerteren Kameraden. So wird jeder glücklich.
Die schrecklichen Pamphlete von Volksgenossen wie nw-berlin.net werden ab sofort an besonderer Stelle im Weltnetz gesammelt: Planet Blockwart, wo garantiert kein Anti-Antifa-Netztagebuch mehr gelöscht wird.
Aber Vorsicht: Die Repressionsorgane schlafen nicht und jeder Kamerad sollte genau überlegen, wieviele Informationen er preisgibt. Es wird empfohlen, sich für jeden Dienst eine eigene E-Post-Adresse bei hatemail.com, dem anonymen Mail-Provider von der Szene für die Szene, anzulegen.


7 Antworten auf “Investoren gesucht.”


  1. 1 Stressfraktur 09. November 2009 um 16:19 Uhr

    Sähr gut.

  2. 2 sumsum 10. November 2009 um 15:56 Uhr

    haha. geil.

  3. 3 deadrat 11. November 2009 um 15:59 Uhr

    Puh,
    und ich dachte schon du legst hier mein Geschäftskonzept frei.

    Find’sch gut,
    wie wäre es mit dem Aussehfachmann,der die Kameraden auf ihren Äußeres mustert auf
    the national satorialist ?

  4. 4 Wendy 11. November 2009 um 18:22 Uhr

    Klar! Kann ja nicht angehen, wie manche „Kameraden“ alljährlich auf Trauermärschen erscheinen.

  5. 5 frei.wild 12. November 2009 um 10:49 Uhr

    gegen natzis!
    für die brüderlichkeit!

  6. 6 bernt 17. November 2009 um 12:13 Uhr

    Haha. Die tote Ratte wäre ein super Nazimodeberater. Schließlich hechtet er auch jedem noch so beschissenen Szenetrend hinterher. Ich hab gehört, Fixies sind grad der letzte Schrei. Im Frühling wird der aktuelle Trend „Schlüpfer über der Hose tragen“ sein. Deadrat, du kannst jetzt schon Trendvorreiter sein…

  7. 7 Wendy 19. November 2009 um 14:28 Uhr

    Beef! Das bringt Einschaltquoten. Weiter im Text!

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