Anschlag auf Mohammed-Verächter: Religionskritik?

Interessanter Kommentar von Werner Pirker in der jungen Welt: Anschlag auf Mohammed-Verächter: Religionskritik? Mittlerweile bin ich ja kein „Pirker-Fan“ mehr. Ganz im Gegenteil. Dieser Kommentar ist jedoch auf eine, nicht völlig sinnentleerte Art und Weise, „differenziert“, kritisiert also die „westliche Wertegemeinschaft“ als Weg der Mobilisierung der „westlichen Welt“ in den imperialistischen Auseinandersetzungen nach Ende der Blockkonfrontation, schont jedoch auch den Islamismus nicht, was in den Artikeln von Rupp, Pirker und Mellenthin leider viel zu oft vorkommt. Staatlich garantierte Meinungsfreiheit und das Recht auf freien, künstlerischen Ausdruck sind natürlich keine tolle Sache, so wie Pirker das hinstellt. Schließlich ist damit ja nicht gesagt, dass Meinung, Kunst und Satire nicht wandelbaren staatlichen Regelungen unterworfen wären. Naja, und von Leuten, die dem bürgerlichen Staat schon danken, dass er sie (zu den meisten Sachen) das Maul auftun lässt, wollen wir garnicht erst anfangen… ;)


6 Antworten auf “Anschlag auf Mohammed-Verächter: Religionskritik?”


  1. 1 lahmi 04. Januar 2010 um 23:00 Uhr

    Du findest Islamismus also nicht kritikwürdig oder wie darf man Dein Geschwurbel verstehen?

  2. 2 HANS MARTIN SCHLEYER WURST 05. Januar 2010 um 1:48 Uhr

    Bei Pirker merkt mensch immer das ihm während seiner Funktionärslaufbahn in Moskau ein paar marxistische „Basics“ eingetrichtert worden sind. Und so verzweifelt er auch seine merkwürdigen „Befreiungvorstellungen“ seit Untergang seines Brötchengebers (der SU) in irgendwelche islamischen Bewegung projeziert, im Gegensatz zu Leuten wie Elsässer bleibt er immer noch Kommunist, und ist sich bei aller Schizophrenie in Sachen Antiimperialismus zum Glück zu Schaden gleich den ganzen Marxismus über Bord zu werfen um wie Elsässer zum bornierten protektionistischen Nationalisten zu mutieren. Die Schulung der KPDSU kann sooooo schlecht nicht gewesen sein….

  3. 3 Wendy 05. Januar 2010 um 2:43 Uhr

    lahm: Leseschwäche? Kannst nichts für. :*

    HMSW: „Und so verzweifelt er auch seine merkwürdigen „Befreiungvorstellungen“ seit Untergang seines Brötchengebers (der SU) in irgendwelche islamischen Bewegung projeziert“ – generell wäre ich geneigt, dir in dem Punkt Recht zu geben, in diesem kleinen Kommentar ist davon erfreulicherweise nichts zu lesen. Habe ich ja auch oben geschrieben und daher findet sich dieser Artikel hier auch verlinkt. Warum man bei Pirker immer mal wieder eine gewisse Systemkritik aufblitzen sehen kann, während Elsässer mittlerweile Ahmadinedschad zum neuen Jahr gratuliert, ist eine Frage von mittlerem Interesse. An der Qualität der beschissenen Schulungen der „K“PdSU wird es nicht liegen.

    Womit nicht gesagt sei, dass Pirker den „radikalen“ Gehalt solcher Schulungen, so er sie denn überhaupt jemals genossen hat, heute vielleicht ernster nimmt als Elsässer.

  4. 4 Wendy 05. Januar 2010 um 15:17 Uhr

    Gerade an der Theorie von der „friedlichen Koexistenz“ der Systeme lernt man beispielsweise ganz bestimmt keinen Antiimperialismus…

  5. 5 fatalflaw 05. Januar 2010 um 16:56 Uhr

    „…, schon jedoch auch den Islamismus nicht,…“

    da gehört doch sicherlich noch ein „t“ ans schon.
    machts etwas leichter für die leute mit leseschwäche…

  6. 6 Wendy 05. Januar 2010 um 17:13 Uhr

    Ah, geändert. Danke.

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