Winterabend

In unserer schönen Republik hat jedermann einen Wohnsitz. Wo, das hängt von allerlei ab – Eltern, wo’s Arbeit gibt, wo Wohnungen frei sind –, bloß von ihm selbst in den allerseltensten Fällen.
Wie groß der Sitz ist, wie ausgestattet und was man sonst so davon hat, das bestimmt sich für die meisten ebensowenig nach ihrem Gusto – schon eher nach der Größe des Geldbeutels. Und was um die Wohnung rum alles so in näherer und weiterer Umgebung ist, das resultiert neben den bisherigen aus weiteren Entscheidungen f r e m d e r Leute, ob sie dort Straßen, Fabriken oder sonst was haben wollen. Und was man selbst in Glücksfällen dieser Frage von seiner Umgebung hat, da sind die sonstigen Lebensumstände – sprich Arbeit auch nicht zu vernachlässigen! Das Zuhause in dieser Republik ist also eine ziemliche Zwangsangelegenheit – und eine beschissene meist dazu. Aller Grund also, darüber nicht froh zu werden und etwas dagegen zu unternehmen!?
Von wegen! Wo man sich gezwungenermaßen aufhält, heißt nicht einfach so, sondern H e i m a t – und soll als solche gleich ein Gegenstand der Liebe und Zuneigung sein und ein positives Gefühl in einem hervorrufen. Und dieses Gefühl ist so u n b e d i n g t, daß es sich jeden – noch so verrückten -Inhalt geben kann. Von der harmlosen Idiotie, es müsse immer genau der Fußballverein gewinnen, in dessen Nähe man haust, bis hin zu der Überzeugung, dieser Flecken Erde gehöre sich auf jeden Fall verteidigt – Heimat, Heimat, über alles!1

  1. Ankündigung Diskussionsveranstaltung der Marxistischen Gruppe: Heimat, Umwelt, Leben – Nein danke! [zurück]

15 Antworten auf “♥”


  1. 1 tee 04. Februar 2010 um 19:19 Uhr

    ahh, haste deinen blogsport.eu-blog doch noch gekriegt :D

  2. 2 Wendy 05. Februar 2010 um 0:03 Uhr

    Der alte wurde gelöscht oder so. Mit dem neuen habe ich ganz was Besonderes vor. Aber an dieser Stelle verrate ich erstmal nichts…

  3. 3 tee 05. Februar 2010 um 1:43 Uhr

    na da bin ich ja mal gespannt …

  4. 4 Wendy 05. Februar 2010 um 2:46 Uhr

    Darfst du auch. Und: Ja.

  5. 5 else 05. Februar 2010 um 14:11 Uhr

    Also deinen Wohnsitz habe ich gefunden:
    http://granma.antifa-versand.de/wp-content/uploads/2010/02/wendy.jpg

    Meine HEIMAT wäre das nicht, aber da steht ja auch nicht EL-SE Wenn es Dir in den nächsten Tagen zu kalt wird, sag bescheid, dann kannst Du Dir nen Platz mit Nicole bei uns im Laden teilen.

    Achso, und Cheers zu deinem zweijährigen Geburtstag!

  6. 6 ignaz 05. Februar 2010 um 17:15 Uhr
  7. 7 Wendy 05. Februar 2010 um 19:49 Uhr

    Else: Ja, das ist meine Karre, damit toure ich immer ein bisschen durch die Weltgeschichte. Spanien, Griechenland, Südfrankfreich, Polen, Ukraine, Serbien… Wo der Wind mich hinweht! Aufmerksame Leser kennen auch schon die Vorderseite meines geliebten Wendy-Mobils. Hatte ich nämlich schon mal gebloggt. Danke für die Glückwünsche.
    Im Redstuff pennen? Ne danke, lieber nicht. Hat doch immer einen Haken bei den Linken und am Ende wird man plötzlich in aller Herrgottsfrühe geweckt und soll (verbotene) Antifa-Plakate in Lichtenberg oder Hohenschönhausen kleben gehen! Da wärm´ ich mir doch lieber das Wendy-Mobil mit Straßenkötern.

    ignaz: Wirst du dich unterstehen?! Mindestens eines von den Liedern wollte ich noch in ähnlichem Kontext verbloggen. Das erste ist übrigens mein Myspace-Profillied; super Song!

  8. 8 else 05. Februar 2010 um 22:55 Uhr

    Nochmal Glückwunsch! Früher hausiertest Du lediglich in einer hässlichen Karre. Wenn Du genau hinschaust und Dein Bild mit meinem Bild vergleichst, wirst Du sehen, dass Du Mittlwerweile in einem „Historisches Fahrzeug“ residierst.

  9. 9 Wendy 05. Februar 2010 um 23:53 Uhr

    Ich kenn´ mich mit Autos nicht aus. Erkennt man das an der goldenen Plakette auf dem Nummernschild?

  10. 10 else 06. Februar 2010 um 20:33 Uhr

    Vielleicht auch dass, aber zum Schluss steht der Buchstabe H – für gewöhnlich stehen hinter den Zahlen keine Buchstaben mehr.

  11. 11 Wendy 06. Februar 2010 um 20:36 Uhr

    Ich klau´ die Dinger nur, ich hab´ datt nich´ studiert!

  12. 12 besserscheitern 07. Februar 2010 um 1:48 Uhr

    Die Kritik der Heimat ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Heimat ist.

  13. 13 Wendy 07. Februar 2010 um 1:56 Uhr

    Nicht unbedingt, auch wenn du das schön ausgedrückt hast. ;)

    Ich denke, in die Kritik der „Heimat“ spielt herein, dass die Zustände, an die man sich anpasst und mit denen man sich zurecht findet, anstatt sie zum Guten zu verändern, nicht sonderlich toll sind; „Heimat“ bedeutet aber den unbedingten Willen zur Anpassung und zum Zurechtfinden, ohne sich mit diesen schlechten Zuständen überhaupt auseinanderzusetzen.

  14. 14 besserscheitern 07. Februar 2010 um 21:29 Uhr

    Endlich sind wir uns mal einig. :D

  15. 15 Wendy 08. Februar 2010 um 0:01 Uhr

    Ne, nich‘ wirklich, aber diesmal ist es kein riesengroßer Dissenz und es wurde auch noch niemand beleidigt oder übergegangen.

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