Archiv für Juni 2010

»“Stürmer“-Niveau«

Antideutscher Burensohn

Und jetzt noch was zu Maul: Was sagen wir zu diesem Covermotiv?? http://isf-freiburg.org/img/maul-sex.djihad.despotie.jpg

Der Musel als gewalttätig-träges Schwanz-Tier und Mädchenficker in spe, dessen Schwanz eine Kalaschnjkow ist. Das ist nicht Pro-Deutschland-Niveau, da sind wir schon beim “Stürmer” angelangt. Na, wer weiß, vielleicht gibt es im Buch noch eine kokette ironische Brechung dieses Hass-Bildes, hmmm. Irgendwas sagt mir aber, dass es ernst gemeint ist … sehr ernst.

Diskussion um den Titel „Die Weisen von Mekka“ vom „Ca Ira“-Verlag, welcher bezeichnenderweise auf den „Linken Buchtagen“ vertreten ist und das Buch dort gleich noch mit einer erzrassistischen Veranstaltung bewerben darf.

Diese Linke kann man nur noch hassen. Und diese „anti“deutschen Burensöhne sowieso.

Und am anderen Ende der Welt…

Deutschland-Fans
England-Fans

…da ich an diesem „Ende der Welt“ wohne, wäre es mir sehr genehm, wenn bald, sehr bald, sich hier ein Heulen, das am Himmelsgewölbe zerschellt, erheben würde…

Nie wieder Deutschland!

Lew Dawidowitsch Trotzki: Über den Terror.

Pam-pam.

Unsere Klassenfeinde pflegen sich über unseren Terrorismus zu beklagen. Was sie damit meinen, ist ziemlich unklar. Gern würden sie alle Aktivitäten des Proletariats, die gegen die Interessen des Klassenfeindes gerichtet sind, als Terrorismus abstempeln. In ihren Augen ist der Streik das Hauptmittel des Terrorismus. Die Drohung mit Streik, die Organisation von Streikposten, der ökonomische Boykott eines Sklaventreibers, der moralische Boykott eines Verräters aus unseren eigenen Reihen – dies alles und noch viel mehr nennen sie Terrorismus. Wenn Terrorismus verstanden wird als jede Aktion, die den Feind mit Schrecken erfüllt und ihm schadet, dann ist der gesamte Klassenkampf natürlich nichts anderes als Terrorismus. Und die einzige Frage bleibt, ob die bürgerlichen Politiker das Recht haben, kübelweise moralische Entrüstung über den proletarischen Terrorismus auszu-gießen, wenn ihr ganzer Staatsapparat mit seinen Gesetzen, seiner Polizei, seiner Armee nichts anderes als ein Apparat für kapitalistischen Terror ist!

Doch wenn sie uns Terrorismus vorwerfen, versuchen sie – wenngleich nicht immer bewußt – diesem Wort eine engere, bestimmtere Bedeutung zu geben. Die Beschädigung von Maschinen durch Arbeiter beispielsweise ist Terrorismus in diesem strengen Sinne des Wortes. Die Tötung eines Unternehmers, die Drohung, eine Fabrik anzustecken, die Bedrohung eines Besitzers mit dem Tod, ein Mordversuch mit dem Revolver in der Hand an einen Minister: all dies sind terroristische Akte im eigentlichen Sinn. Trotzdem: jeder, der eine Vorstellung von der wahren Natur der internationalen Sozialdemokratie1 hat, sollte wissen, daß sie immer diese Art von Terrorismus bekämpft hat, und zwar auf die unversöhnlichste Weise. Warum? »Terrorisieren« mit der Drohung eines Streiks, oder tatsächlich einen Streik führen, ist etwas, das nur Industrie- oder Landarbeiter können. Die soziale Bedeutung eines Streiks hängt erstens direkt ab von der Größe des Betriebes oder der Industriebranche, die er in Mitleidenschaft zieht; und zweitens, inwieweit die Arbeiter, die sich daran beteiligen, organisiert, diszipliniert und bereit zum Handeln sind. Dieses gilt sowohl für den politischen als auch für den ökonomischen Streik. (mehr…)

Die Qual der Wahl: Theo Wentzke zur Eurokrise und Junge Linke zu Standortnationalismus am Dienstag, dem 22.06.

Junge Linke: Standort, Standort, Standort — Antinationalismus & Kapitalismuskritik

[…] Mal rufen die Gewerkschaften zu einem kleinen Streik aus, mal demonstrieren Menschen jeden Montag gegen Hartz IV. Den meisten Protestler_innen in Deutschland ist dabei eines gemein: Sie haben nicht etwa Emanzipation, sondern das nationale Gemeinwohl im Sinn. Deutsche Gewerkschaften kämpfen für deutsche Standorte, HartzIV-Protestler_innen wünschen sich unter „Wir sind das Volk“-Rufen ganz romantisch den guten alten Sozialstaat zurück. Gleichzeitig stimmen alle gemeinsam mit der Regierung darin überein, dass „alle den Gürtel enger schnallen müssen“ – für Deutschland. Wie sieht eine deutschlandspezifische Kritik an Nation aus, die insbesondere einer kapitalismuskritischen Perspektive Rechnung trägt?

vs.:

Theo Wentzke: Die Eurokrise: Wenn Staaten ihren Kredit verlieren. Über das Zusammenwirken und den Gegensatz von politischer Macht und Finanzkapital

Die Finanzkrise geht in die nächste Runde und ruiniert Instanzen, die bisher als mächtige Retter der Banken und der Konjunktur aufgetreten sind: Souveräne Staaten und Währungen verlieren ihren Kredit. – Als erster Euro-Staat hat Griechenland seinen Kredit verloren; als nächste sind Portugal, Irland und Spanien ins Visier des Finanzkapitals gekommen, und auch der Kredit des G‑7/8-Mitglieds Italien ist längst in Zweifel gezogen.
Schon wieder erschüttert ein Akt der Spekulation die Welt und liefert einiges zur Aufklärung über die kapitalistische Welt: über das moderne Geld, über die Grundlagen der Finanzmacht der Staaten, über den inneren Imperialismus in der Europäischen Union und über die waghalsige Konstruktion einer gemeinsamen europäischen Weltwährung für 16 Nationen, die sich im Maastricht-Vertrag auf Konkurrenz gegeneinander verpflichtet und Finanzhilfen („Bail-out“) zur Abwendung drohender Staatspleiten ausdrücklich ausgeschlossen haben.
Und was bekommt das deutsche Publikum zu den dramatischen Vorgängen von Regierung und Medien mitgeteilt? Nichts als Unsinn und nationalistische Angeberei!
„Die Griechen (Portugiesen, Iren, Spanier, Italiener …) sind selber schuld!“, heißt es; sie hätten über ihre Verhältnisse gelebt; zu viel importiert und konsumiert, zu wenig gearbeitet und exportiert. Zu einer Außenhandelsbilanz aber gehören zwei Seiten! Der deutsche Export-Europameister erzielt Überschüsse im europäischen Handel haargenau in dem Maß, wie andere Länder – von überlegener Kapitalmacht und mit Kampfpreisen niederkonkurriert – Defizite ansammeln. Die griechische Pleite und der Zweifel an der Kreditwürdigkeit anderer Euro-Länder mit Importüberschuss ist das Spiegelbild des deutschen Erfolgs. Der EU-Binnenmarkt ist kein Kooperationsprojekt zur gegenseitigen Unterstützung befreundeter Völker, sondern ein Kampfplatz der Nationen, auf dem jede die Partner für ihr Kapitalwachstum ausnutzen will. Den Siegern stehen daher notwendig Verlierer gegenüber. […]
Bei all den imperialistischen Dummheiten und Frechheiten ist es höchste Zeit, dass man sich die neue politökonomische Weltlage wissenschaftlich erklärt, damit man sich nicht für „Sanierungs“programme vereinnahmen lässt.

Anlässlich des aktuellen Verfassungsschutzberichtes und dem linken Faible für aufrüttelnde Militanz: Lenin zum „Terrorismus“.

Beginnen wir vorn. Welches sind die Grundforderungen, die jeder Marxist bei der Untersuchung der Frage der Kampfformen stellen muß? Erstens unterscheidet sich der Marxist von allen primitiven Formen des Sozialismus dadurch, daß er die Bewegung nicht an irgendeine bestimmte Kampfform bindet. Er erkennt die verschiedensten Kampfformen an, und zwar „erfindet“ er sie nicht, sondern faßt nur die im Verlauf der Bewegung von selbst entstehenden Formen des Kampfes der revolutionären Klassen verallgemeinernd zusammen, organisiert sie und verleiht ihnen Bewußtheit. Der Marxismus lehnt alle abstrakten Formeln, alle doktrinären Rezepte entschieden ab und fordert ein aufmerksames Eingehen auf den sich tatsächlich abspielenden MASSENkampf, der mit der fortschreitenden Entwicklung der Bewegung, mit dem wachsenden Bewußtsein der Massen, mit der Verschärfung der ökonomischen und politischen Krisen immer neue und mannigfaltigere Methoden der Verteidigung und des Angriffs hervorbringt. Deshalb denkt der Marxismus gar nicht daran, ein für allemal irgendwelche Kampfformen abzulehnen. Der Marxismus beschränkt sich keineswegs nur auf die Kampfformen, die im gegebenen Augenblick allein möglich sind und angewandt werden, sondern hält es für UNVERMEIDLICH, daß bei der Änderung der jeweiligen sozialen Situation neue, in der gegebenen Periode unbekannte Kampfformen aufkommen. Der Marxismus LERNT in dieser Beziehung, wenn man sich so ausdrücken darf, aus der Massenpraxis und ist weit davon entfernt, darauf Anspruch zu erheben, die Massen Kampfformen zu LEHREN, die von Stuben“systematikern“ ertüftelt werden. Wir wissen, sagte zum Beispiel Kautsky, als er die Formen der sozialen Revolution untersuchte, daß die kommende Krise uns neue Kampfformen bringen wird, die wir jetzt nicht voraussehen können.

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An Lenins einleitenden Worten seines Aufsatzes zum Partisanenkrieg ist weitergebenswert, dass er eine Bewertung verschiedener Kampfformen anhand irgendwelcher (moralischen) Dogmen ablehnt, sondern sie genau dort einordnet, wo es für eine revolutionäre Arbeiterbewegung sinnvoll ist: Ist diese oder jene Aktion zu diesem oder jenen Stand des Kampfes für unser Ziel, der Abschaffung des Kapitalismus und der Errichtung der Diktatur des Proletariats förderlich? Gleiches habe mit diesem Blogbeitrag, der mit weiteren Lenin-Zitaten arbeitet, vor und daher passt dieses Zitat wie Stahlstange auf Po…. (mehr…)

Und da sage nochmal jemand, Nationalismus sei der ideologische Kitt einer Klassengesellschaft…

Südafrika hat es vollbracht: Außer mächtigen Verkehrsstaus gab es unbändige Freude und Stolz über den gelungenen WM-Auftakt. Die Zeitungen sprechen von „Explosionen des Glücks“, von Festplätzen brechend voll mit Fans. Die Zeitschrift Mail & Guardian berichtet von lauten, emotionalen Feiern in abgelegenen Dörfern, Armenvierteln oder reichen Stadtquartieren.

Berliner Zeitung: Südafrika bestaunt sich selbst.

Und wer selbst angesichts solch paradiesischer Zustände („Toooooooooooooor für Südafrika!“) auf so bornierten Einzelinteressen wie einem Lohn, bei dem man nicht Hunger leiden muss, beharrt, der kriegt halt mal eins auf den Deckel. Keine Sorge wegen schlechter Publicity. Die vierte Gewalt hilft durchaus auch fremden Souveränen im Kampf gegen ihre Arbeiter und lügt Polizei-Gewalt gegen Streikende in Gewalttätigkeiten eben jener um: „Streik der Stadionordner in Südafrika artet aus“ (NZZ Online).

P.S.: Der Mitschnitt der Veranstaltung zum WM-Nationalismus an der Humboldt-Universität kann sich jetzt auf der Website der Gruppe »kein kommentar« heruntergeladen bzw. angehört werden.

+49 30 61 28 27 30.

tanker bespricht dieses Telefongesprächformat zwischen diesen beiden Idioten von der „jungle world“ und „Cicero“:

Zu Beginn der ersten Folge begleitet der Zuschauer die beiden Kontrahenten auf dem Weg zur Arbeit. Dabei erfährt man, dass Antifa-Ivo immer noch seine Antifa-Schuhe trägt und dass die Marx-Lektüre immer noch ungelesen auf seinem Schreibtisch liegt. Sonnenstudio-David Harnasch hingegen lässt eigens für den Dreh den getunten Opel in der Garage und gibt recht bemüht den smarten Karrieristen, der, während er mit dem Taxi zu Arbeit fährt, telefoniert und auf seinem Notebook herumtippt. Das muss er in irgend einem Film gesehen haben.

8.6 | 18:30 | HU: Vortrag und Diskussion zum nationalistischen Spektakel Fußball-Weltmeisterschaft der Männer.

Im Juni 2010 rollt der Ball wieder und die Nationen der Welt treten in Südafrika gegeneinander an. Einen ganzen Monat liegen sich die Deutschen aller Coleur und unabhängig vom sozialen Status in den Armen und drücken der nationalen Kicker-Elite die Daumen. Für vier Wochen will man dann zu Gunsten der Völkerfreundschaft von sonst geltender Konkurrenz und Leistungsdruck nichts mehr wissen.

Wir möchten daher fragen und diskutieren:

Wieso leisten sich Staaten derlei nationale Großevents?
Warum springt die Bevölkerung auch noch so willentlich darauf an?
Weshalb braucht es bei all der Freude dann noch die riesigen Polizeitruppen, die ebenso aufgestellt werden?
Und was treibt eigentlich den Fußballfan, ob friedlich Fahnen-schwenkend oder radikal umher-prügelnd, an, dass er meint sein Deutsch-sein so nach außen kehren zu müssen?

Es referiert Dr. Freerk Huisken, der bis 2006 Professor an der Uni Bremen lehrte und noch immer regelmäßig kritische Standpunkte bezieht.

Datum: Dienstag, 8. Juni 2010
Zeit: 18:30 – 22:00
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin :: Unter den Linden 6 :: Raum 3094/3096

Erreichbarkeit: S+U-Bhf Friedrichstraße (S1,S2,S25,S3,S5,S7,S75,U6), Bus-Haltestelle Staatsoper (100,200,TXL) & Straßenbahn-Haltestelle Am Kupfergraben (M1,12)

Weitere Infos & Ankündigungen:
http://www.fhuisken.de/
http://www.sowifachschaft.de

rhizoms faires Kumpel-Theorem: Jetzt auch in der Geschichtswissenschaft angewendet!

Karl-Heinz Kurras

Wenn Leute mit Stangen, Messern und möglicherweise einer Schusswaffe auf mich oder einen meiner Kumpels losgehen, seh ich ja auch nicht tatenlos zu, wenn ich die Möglichkeit habe, mich zu verteidigen.

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Cut-Up oder wie man das nennt.

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Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der 25-Jährige gegen 4 Uhr 45 das Gelände der Kulturbrauerei in der Knaack- Ecke Danziger Straße verlassen, als ihn zunächst zwei dort stehende Männer (A und B) fremdenfeindlich beleidigten. Danach wurde er von ihnen verfolgt, von hinten attackiert und erhielt, als er sich umdrehte, von B einen Faustschlag auf die Brust. Der 25-Jährige wehrte sich, worauf B sich eine Holzlatte griff und auf ihn einschlug, während A ihn festhielt. Das Opfer kam zu Fall, drehte sich auf den Bauch und nahm die Hände schützend vor das Gesicht. Jetzt wurde er von sechs bis sieben Männern von allen Seiten getreten und geschlagen. Plötzlich stieß C eine riesige Holzbohle von einer nahe gelegenen Baustelle dem Tunesier unter den Körper. Nachdem offenbar zur Gruppe gehörende Frauen „Hört auf!“ riefen, ließen die Angreifer ab. Dem fliehenden Opfer warfen die Täter noch Flaschen und einen Wellenverbundstein hinterher.



Quelle