8.6 | 18:30 | HU: Vortrag und Diskussion zum nationalistischen Spektakel Fußball-Weltmeisterschaft der Männer.

Im Juni 2010 rollt der Ball wieder und die Nationen der Welt treten in Südafrika gegeneinander an. Einen ganzen Monat liegen sich die Deutschen aller Coleur und unabhängig vom sozialen Status in den Armen und drücken der nationalen Kicker-Elite die Daumen. Für vier Wochen will man dann zu Gunsten der Völkerfreundschaft von sonst geltender Konkurrenz und Leistungsdruck nichts mehr wissen.

Wir möchten daher fragen und diskutieren:

Wieso leisten sich Staaten derlei nationale Großevents?
Warum springt die Bevölkerung auch noch so willentlich darauf an?
Weshalb braucht es bei all der Freude dann noch die riesigen Polizeitruppen, die ebenso aufgestellt werden?
Und was treibt eigentlich den Fußballfan, ob friedlich Fahnen-schwenkend oder radikal umher-prügelnd, an, dass er meint sein Deutsch-sein so nach außen kehren zu müssen?

Es referiert Dr. Freerk Huisken, der bis 2006 Professor an der Uni Bremen lehrte und noch immer regelmäßig kritische Standpunkte bezieht.

Datum: Dienstag, 8. Juni 2010
Zeit: 18:30 – 22:00
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin :: Unter den Linden 6 :: Raum 3094/3096

Erreichbarkeit: S+U-Bhf Friedrichstraße (S1,S2,S25,S3,S5,S7,S75,U6), Bus-Haltestelle Staatsoper (100,200,TXL) & Straßenbahn-Haltestelle Am Kupfergraben (M1,12)

Weitere Infos & Ankündigungen:
http://www.fhuisken.de/
http://www.sowifachschaft.de


4 Antworten auf “8.6 | 18:30 | HU: Vortrag und Diskussion zum nationalistischen Spektakel Fußball-Weltmeisterschaft der Männer.”


  1. 1 Panda, dein Freund 06. Juni 2010 um 14:37 Uhr

    kann man zumindest schonmal reinlesen zur vorbereitung.

    Schwarz-rot-goldene Subjektivität
    „LIEBEN SIE DEUTSCHLAND?“
    http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/86/86_7/deutsch.htm

    Ein deutscher Literatur-Nobelpreisträger
    zum schwarz-rot-goldenen Wir-Gefühl:
    http://www.gegenstandpunkt.com/radio/2006/ga060724.htm

    ansonsten noch eine linksammlung zum thema bei neoprene
    http://neoprene.blogsport.de/2010/05/10/veranstaltung-8-6-2010-in-berlin-huisken-zur-wm-an-der-hu/

  2. 2 Wendy 06. Juni 2010 um 15:10 Uhr

    Bam! Mein liebster Spam-Bot. ;)

  3. 3 ampel 06. Juni 2010 um 18:58 Uhr

    einen tag später in der hu

    Der Judenhass und die „großen Deutschen“
    Am Mittwoch, den 9. Juni findet in der Humboldt-Universität zu Berlin eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel Der Judenhass und die „großen Deutschen“ statt. Diese Veranstaltung des Antifa/Antira-Referats des AStA der Alice Salomon Hochschule Berlin und der Jugendantifa Berlin beschäftigt sich mit der Tradition des Antisemitismus in der deutschen Geistesgeschichte. Es ist die Abschlussveranstaltung der Reihe „Nazifaschismus – Verfolgte – Widerstand“ der Jugendantifa Berlin.

    Als Referent wird u. a. Benjamin Ortmeyer von der Goethe-Universität Frankfurt/Main auftreten, der momentan mit seiner Habilitationsschrift „Mythos und Pathos statt Logos und Ethos“, zu führenden Erziehungswissenschaftlern in der NS-Zeit, für einiges Aufsehen und Diskussionen um die Umbenennung von Schulen, Plätzen und Straßen gesorgt hat.

    An Universitäten, im Feuilleton und darüber hinaus beziehen sich heute noch viele auf „große Deutsche“ wie Luther, Kant, Fichte, Hegel, Wagner u. a. Die antisemitischen Passagen oder Denkfiguren in deren Werken werden dabei oft verschwiegen, relativiert oder geleugnet. Auch an der heutigen Humboldt-Universität, die gerade ihr 200jähriges Jubiläum feiert und deren erster gewählter Rektor Johann Gottlieb Fichte war, findet keine systematische Aufarbeitung dieses konstituierenden Kapitels der Universitätsgeschichte statt. Dabei war gerade auch der Antisemitismus der deutschen Intellektuellen vor dem 20. Jahrhundert Bestandteil des geistigen Nährbodens der Nazi-Ideologie, die sich im Mai 1933 bei der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz so symbolträchtig äußerte.

    Nico Nussinger, Pressesprecher der Jugendantifa Berlin: „Wir wollen mit unserer Veranstaltung der oft einseitigen Traditionspflege der deutschen Geistesgeschichte auf den Zahn fühlen. Alle reden von den großen Taten der „großen Deutschen“, wie Luther oder Kant. Wir reden über ihren Antisemitismus. Dass ihr Antisemitismus nicht das Einzige ist, was sie ausmacht, wissen wir auch. Aber niemand wird aus unserer Veranstaltung gehen, ohne zu wissen, dass diese Männer große Vorurteile gegen Juden hatten, oftmals von einem regelrechten Judenhass getrieben wurden. Aber auch heute ist der Antisemitismus natürlich nicht verschwunden. Wir machen unsere Veranstaltung also nicht aus akademischem Spaß, sondern um in der Lage zu sein, aktuelle nationalistische und antisemitische Argumentationen durchschauen und bekämpfen zu können.“

    Diskussionsveranstaltung: Der Judenhass und die „großen Deutschen“
    mit Dr. habil. Benjamin Ortmeyer von der Goethe-Universität Frankfurt/Main

    Mittwoch, 9. Juni 2010, 19 Uhr, Humboldt-Universität
    Unter den Linden 6, U/S Friedrichstraße
    Westflügel, Raum 1070

    Eine Veranstaltung des Antifa/Antira-Referats des AStA der ASH und der Jugendantifa Berlin

  1. 1 Und da sage nochmal jemand, Nationalismus sei der ideologische Kitt einer Klassengesellschaft… « Reiten, lesen, Freund_innen treffen Pingback am 18. Juni 2010 um 18:53 Uhr
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