Und am anderen Ende der Welt…

Deutschland-Fans
England-Fans

…da ich an diesem „Ende der Welt“ wohne, wäre es mir sehr genehm, wenn bald, sehr bald, sich hier ein Heulen, das am Himmelsgewölbe zerschellt, erheben würde…

Nie wieder Deutschland!


8 Antworten auf “Und am anderen Ende der Welt…”


  1. 1 niemals deutschland 28. Juni 2010 um 23:36 Uhr

    mehr lieder gegen deutschland und die nation gibts auf niemalsdeutschland.blogsport.de

    dort wird jeden tag ein lied gegen deutschland vorgestellt. bis die nationalmannschaft ausscheidet und die nationalistische kacke ein ende hat

  2. 2 Wendy 29. Juni 2010 um 0:18 Uhr

    Ich habe den Kommentar einfach mal freigeschaltet, obwohl die Seite, auf die er verlinkt, bestürzend dumm ist. Fast jeder Song verfehlt die Anforderungen antinationaler Kritik völlig und arbeitet sich an einem staatlichen Gebilde ab, dass am 8. Mai 1945 gründlichst abgeschafft wurde.

  3. 3 niemals deutschland 29. Juni 2010 um 1:52 Uhr

    oha, bestürzend dumm.

    erstmal wird das als lob verbucht, weil katharis in plump und dumm deutlich wirksamer ist.

    in einem zweiten schritt kommt dann die frage hoch: verfehlen die songs die „Anforderungen antinationaler Kritik“ oder auch die kontextuualisierungen. wie z.B.

    Die BRD musste für das Klientel, aus dem es seine Elite rekrutierte positive Bilder schaffen. Dieses Klientel waren einerseits rechte Nationalisten, (machmal auch Natiobnalsozialisten, siehe #1 in diesem Blog) andererseits „Erz-Bürgerliche“. Für linke Widerstandskämpfer wie der „Rote Kapelle“ oder „Asoziale“ wie die Edelweißpiraten oder die Swing-Jugend war auch in der neuen BRD kein Platz.

    diese frage ist wirklich informativ und nicht offensiv gemeint!

    falls Fall 2 zutrifft wird um Standpunkte zum Thema „Anforderung antinationaler Kritik“ und was genau wie und wie endgültig abgeschafft wurde gebeten.

    bis dahin wird freundlichst mit den worten teddy adornos verblieben:

    Der Nationalsozialismus lebt nach, und bis heute wissen wir nicht, ob bloß als Gespenst dessen, was so monströs war, daß es am eigenen Tode noch nicht starb, oder ob es gar nicht erst zum Tode kam; ob die Bereitschaft zum
    Unsäglichen fortwest in den Menschen wie in den Verhältnissen, die sie umklammern.

    und sind getröstet, falls sich wirklich an einem „gründlichst abgeschafften gebilde“ abgearbeitet wird

  4. 4 Wendy 29. Juni 2010 um 2:35 Uhr

    Für […] „Asoziale“ wie die Edelweißpiraten oder die Swing-Jugend war auch in der neuen BRD kein Platz.

    Deswegen werden ganze Schulklassen in Filme über „Weiße Rose“ und Edelweißpiraten geschickt?

    Adornos Poesie kannst du dir sonstwo hinschieben. Sag‘ lieber mal ein paar konkrete Beispiele, an denen erkenntlich werden soll, dass der NS in der BRD fortbesteht (und sich somit antinationale Kritik mit ihm und nicht der aktuellen Form bürgerlicher Herrschaft – Demokratie – beschäftigen muss)…

  5. 5 Oompa Loompa 29. Juni 2010 um 2:57 Uhr

    Deutschland böse, weil Nazi. Alles nix gute Demokratie!
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    Oi!
    *ironieoff*

  6. 6 niemals deutschland 29. Juni 2010 um 17:53 Uhr

    wenn du einen song vorzuschlagen hast, der katharsis-tauglich antinationale kritik (die auch als solche erkennbar ist) auf basis bürgerlicher herrschaft thematisiert, her damit, er würde veröffentlicht werden. und zwar sehr gerne.

    zum thema geschichtsverfältschung der jetzigen BRD: Die Weiße Rose wird im Beitrag als „erzbürgerlich“ bezeichnet. (einhinweis darauf ist z.b. die beeinflussung der weißen rose durch die dj 1.11, ihrer stellung in der gesamten bündischen jugend und ihrem faibel für stockfechten (wichtig für mensuren) und „fahnenmeditationen“ Klar gehört die Weise Rose zum Kern des Widerstandsmythos: sie verkörpern die (Groß und Bildungs) Bürgerlichen, „Humanen“.

    Dass die Massenverfrachtung deutscher Schülklassen auch in Filme wie Edelweißpiraten wenig öffentlichen Diskurs und Aufmerksamkeit findet sieht man z.B. schön hier: google trends

    wenn es also eine solcherart beeinflussung gibt und schulen weniger in stauffenberg-filme gehen würden, dann ist dieses zumindest noch nicht sichtbar.

    zum generellen punkt: muss sich im falle deutschlands antinationale kritk mit der nazivergangenheit und deren fortleben beschäftigen oder besser mit den „formen bürgerlicher herrschaft“?

    die antwort ist ein ganz klares: „mit beidem“

    lebt es denn fort?
    kurz gesagt, vielleicht nacher mehr
    -antisemitische beißreflexe auf twitter und facebook nach 0 punkten für lena seitens israel
    -personelle kontinuität nationalsozialistischer „leistungsträger“ in der neuen brd

    sicherlich sind auch andere staaten scheiße. sicherlich ist auch ein großteil der bevölkerung anderer staaten scheiße: eine befragung nach fremdenfeindlichkeit in westeuropäischen staaten würde wohl recht ähnliche ergebnisse bringen.

    aber die deutschen hätten die extrem gute möglichkeit gehabt aus „konsequenz“ (gründlichste abschaffung) zu lernen. diese chance haben sie verpasst.

    lernen aus einsicht ist übrigens deutlich schwerer als lernen aus konsequenz.

    wenn mehr beispiele gewünscht kann das auch deurtlicher ausgeführt werden.

    dass auf niemalsdeutschland wenig anti-nationale songs kommen liegt erstens daran, die dass die krasse ausprägung von nation die jetzt täglich zu beobachten ist, die deutasche ist.

    zum zweiten kennen wir wenig katharsisch wirkende lieder die nationen als solche kritisieren.
    wenn du oder jemand anders solche empfehlen kann: gerne her damit.

  7. 7 Wendy 29. Juni 2010 um 21:21 Uhr

    „Katharsis-tauglich“ ist dein Maßstab, der überhaupt schon blöd ist. Wie soll man Nationalisten überzeugen, indem man sie erschreckt, wenn sie schon vor den ganzen Schädigungen und Zumutungen, die sie sich gefallen lassen, nicht erschrecken… Des weiteren ist der Nationalismus eine komplexe Ideologie. Den bekämpft man, in dem man Argumente zu seinen einzelnen Inhalten vorbringt – die Beschränkung der Diskussion auf 4 Minuten und die äußere Form von Reimschema und Rhythmus erschwert die Nationalismus-Kritik nicht nur, sie verunmöglicht sie völlig. Insofern kannst du mir auch mit deinem „Dann nenn‘ mir halt einen Song, der gute antinationale Kritik leistet“ weggehen. Zur Agitation taugt kein noch so guter linker Song!

    Zum „Weiterleben des NS“: Baut eine Nation, in der der NS auf eine seltsame Weise fortbesteht, Holocaustdenkmäler und „Topografien des Terrors“, richtet sie die ideologische Erziehung ihres abermillionengroßen Nachwuchses antifaschistisch aus, behält sie antifaschistisches Besatzungsrecht bei und erlässt weitere antifaschistische Gesetze, beobachtet sie die rechte Szene genau und belegt sie mit Repression?
    Dass viele Prinzipien bürgerlicher Staatlichkeit und Ideologie im NS und der Demokratie gleich sind und sogar einige EX-Nazis in der BRD Karriere machen konnten, liegt daran, dass Demokratie und Faschismus den Standpunkt teilen, dem nationalen Erfolg alles unterzuordnen – und daran, dass das Mitmachen in der BRD mit einem Bekenntnis zur Demokratie und einer Absage an den Nationalsozialismus verbunden war. Besonders wählerisch war man bei der Auswahl der nationalen Elite jedoch wirklich nicht. Wie auch, sie war praktisch vollständig nationalsozialistisch kontaminiert.

    Wenn die Nazi-Vergangenheit „fortleben“ würde, „müsste“ sich antinationale Kritik sicherlich mit ihr beschäftigen – nur ist die einzige Form, in der der NS massiv öffentlich präsent ist, die seiner national-antifaschistischen Aufarbeitung im Sinne des demokratischen Deutschlands.

    aber die deutschen hätten die extrem gute möglichkeit gehabt aus „konsequenz“ (gründlichste abschaffung) zu lernen. diese chance haben sie verpasst.

    Die haben doch daraus gelernt: (Welt)Krieg als Weg zur Erlangung von Weltmacht hat offensichtlich nicht geklappt; wirtschaftlich und friedlich-militärische Macht im antikommunistischen NATO-Bündnis und der Europäischen Union dafür umso besser! Wie gesagt: Der Nationalist wird jeden Tag damit konfrontiert, dass sich die Parteinahme für den Staat für ihn nicht rechnet. Trotzdem bleibt er dabei, die Ideologie ist sehr beständig und wird durch die Mechanismen des Systems begünstigt. Ein Bruch ist nur möglich, wenn man sich gründlich wissenschaftlich mit der kapitalistischen Gesellschaft beschäftigt oder einem die Ergebnisse so einer Arbeit durch andere nahe gebracht würden. Wenn alle, die mal einen Krieg verloren haben oder Genozid-Opfer waren, dadurch antional würden, gäbe es keinen Kapitalismus mehr. Heißt: Deine These ist widerlegt.

  8. 8 mti 30. Juni 2010 um 9:33 Uhr

    bis die nationalmannschaft ausscheidet und die nationalistische kacke ein ende hat

    Soso. Dann hat die ein Ende.

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