„Dogmatisch“, „sektiererisch“, „falsche Theorie-Schwerpunkte“ – stalinistisch-bolschewistische Gruppe »Roter Oktober« löste sich aufgrund vernünftiger Selbst-Kritik auf.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die Gruppe »Roter Oktober« fiel mir immer durch ihre Nähe zum Marxismus-Leninismus und Stalinismus auf. Dass gerade Menschen aus dieser Ecke Einsicht beweisen und daraus auch Konsequenzen ziehen, ist für mich schon ein wenig überraschend. Vielleicht diskutiere ich jedoch auch einfach im realen Leben und virtuell zuviel mit herumlavierenden Möchtegern-Kommunisten wie diesen hier. Die kuriose Link-Zusammenstellung (ARAB und GegenStandpunkt gehighlighted) ist mir übrigens nie aufgefallen.

Die, wahrscheinlich schon etwas ältere, Auflösungserklärung:

Das Projekt Roter Oktober ist gescheitert und wird nach ein-jähriger Diskussion aufgelöst.

Unser Scheitern ist zu einem großen Teil in unserem tradtionalistischen Verständnis begründet, welches sich in unserer lähmenden und dogmatischen Struktur, unserer teils stark sektierische Praxis und falsch gesetzten Theorieschwerpunkten zeigte. Dies war nicht mehr reformierbar und hemmte unsere politische Weiterentwicklung. Der Höhepunkt dieser Entwicklung wurde mit der verantwortungslosen Abspaltung von RO´lern aufgrund eines einzigen nachrangigen Punktes erreicht.

Roter Oktober hatte mangels Perspektive zu seiner Gründungszeit jede Legitimation und wir haben versucht unser bestes zu tun um die revolutionäre Linke voran zu bringen. Deshalb ist der revolutionäre Kampf weiterhin notwendig.

Dafür bedarf es vor allem der Entwicklung und Verbreitung einer radikalen Kapitalismus- und Staatskritik, eine handfesten Politik statt Phrasendrescherei und der revolutionären Organisierung.

Der Kampf für die Revolution geht weiter.


3 Antworten auf “„Dogmatisch“, „sektiererisch“, „falsche Theorie-Schwerpunkte“ – stalinistisch-bolschewistische Gruppe »Roter Oktober« löste sich aufgrund vernünftiger Selbst-Kritik auf.”


  1. 1 Oompa Loompa 15. Juli 2010 um 22:46 Uhr

    In der Tat etwas älter. ;) Trotzdem mal erwähnenswert. Kommt ja immerhin nicht allzu oft vor.

  2. 2 scharfekritik 19. Juli 2010 um 5:57 Uhr

    Naja, was sie konkret für ihre inhaltlichen Fehler gehalten haben, erfährt man ja gerade nicht, von daher wäre ich vorsichtig damit, dass die jetzt endlich mal was eingesehen hätten. „Dogmatisch“, „sektiererisch“ etc. als Kritik – oder wie hier als Selbstkritik – zielen ja normaler Weise auf den Vorwurf ab, dass man sich nicht opportunistisch genug auf andere bezogen habe, weshalb der Erfolg (Viele werden … ganz egal, was die Vielen dann für politische Zwecke haben) ausgeblieben sei.

  3. 3 Wendy 19. Juli 2010 um 11:11 Uhr

    Stimmt schon. Andererseits lässt das Einfordern einer „radikalen Staatskritik“ bei (Ex-)Stalinisten schon etwas hoffen.

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