„Die Grenzen emanzipatorischer Islamkritik“ – na ihr habt Probleme!

Und wie können wir bei unserer Kritik am deutlich machen, dass wir damit nicht zu Verteidigern des „christlichen Abendlandes“ und der verschiedenen hierzulande hegemonialen Spielarten des Christentums oder eines westlichen Wohlstandschauvinismus werden?

Fragen sich die Veranstalter einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Warum dieser Hass?
Oder die Grenzen emanzipatorischer Islamkritik“. Da möchte man erschreckt zurückweichen. Eure Kritik ist dergestalt, dass sie keinen Charakter allgemeiner Religionskritik1 hat, dass sie nicht in der Lage ist, rassistische antiislamische Diskurse in den Kontext imperialistischer Außenpolitik und nationalistischer Innenpolitik zu stellen? Sie ist so reaktionär, dass Verwechslungsgefahr mit der Islamkritik von Kirchenvertretern besteht? Oh weh!

Im weiteren Verlauf wird diese Absurdität nochmals deutlich:

Denn dort war der Trennungsstrich zwischen emanzipatorischer Kritik an einer Politik, die den Islam in den Mittelpunkt stellt und Islamhass gelungen, was leider in der letzten Zeit nicht immer der Fall war.

Ich gebe zu, ich finde den Satz schwer zu verstehen, aber ich finde, die Deutung liegt nahe: Das war der Unterschied zwischen linker und rechter Islamkritik, dass die Linken es sich verboten haben, jenes Objekt ihrer Kritik auch zu hassen?

Wer herausfinden will, wie es jetzt tatsächlich mit der Islamkritik der Veranstalter aussieht und ob sie sowas wie eine Religionskritik oder Antinationalismus überhaupt kennen, kann am Sonntag um 17 Uhr im Cafe Grössenwahn mitdiskutieren…

  1. Und, sollte dies irgendwo nötig sein, auch spezieller Islamkritik. Wüsste aber nicht, wo. Frauenverachtung, Autoritarismus, Denkverbot hat’s doch in fast allen Religionen. [zurück]

7 Antworten auf “„Die Grenzen emanzipatorischer Islamkritik“ – na ihr habt Probleme!”


  1. 1 mordechai schwartz 09. September 2010 um 0:03 Uhr

    wie lange wird es eigentlich noch dauern, bis du begreifst, dass der islam, so wie er heute ganz überwiegend gepredigt und ausgelegt wird, keine furznormale religion wie judentum oder christentum ist? es hat nunmal keine aufklärung im islam gegeben, und das kannst du auch nicht mit irgendwelchen gsp-thesen wegdiskutieren.

  2. 2 Wendy 09. September 2010 um 0:45 Uhr

    Worauf willst du denn hinaus? Den Islam kritisiere ich als furznormale Religion für die Sachen, die er mit allen anderen Religionen und Christen- sowie Judentum im speziellen gemeinsam hat: Als Mittel der Leute, sich mit Blick auf jenseitige Verheißungen in ihrer schlechten Lage einzurichten; die Eigenschaft des Glaubens, die immer auch eine Absage an eine rationale Erklärung der Welt miteinschließt; seine Frauen- und Menschenverachtung; seine Homophobie.

    Eine Sache, die ich gegen den Islam verteidigen müsste, hat die Aufklärung aus Juden- und Christentum sicherlich nicht gemacht.

    P.S.: Dein Blick auf die Welt scheint mir stark durch rassistische Medienhetze geprägt zu sein, wenn du die Mehrheit der Muslime für steinzeitliche Fundamentalisten hältst.

    War eigentlich jemand auf dieser Veranstaltung und kann berichten, wie man sich des Islamhasses unverdächtig macht? Mordechai braucht vielleicht Nachhilfe. :D

  3. 3 Haddock 09. September 2010 um 12:27 Uhr

    Anmerkungen bei/von rhizom.

  4. 4 Wendy 09. September 2010 um 13:19 Uhr

    Lesen sich gut.

  5. 5 Forty 09. September 2010 um 15:25 Uhr

    @mordechai schwartz
    Genau.
    Hätten diese Moslems eine Aufklärung wie wir Christen gehabt, hätten die dieses Auschwitz auch nie gebaut, diese Untermenschen.
    Wie mir dieses hohle Geschwätz von der Aufklärung auf die Nüsse geht, in einem Land in dem vor 65 Jahren noch die Öfen gebrannt haben. genauso wie das Geschwätz von „unserer“ „jüdisch-christlichen Tradition“. Die einzige Tradition die in dem Kontext existiert ist jahrhundertelange Ausgrenzung in Form von Ghettos, Pogromen und der Shoa und sonst nichts.
    Aber was nützt es auf einen einzureden, der sich nach einem nationalistischen Arabermörder benennt.

  6. 6 mordechai schwartz 09. September 2010 um 16:14 Uhr

    „die Eigenschaft des Glaubens, die immer auch eine Absage an eine rationale Erklärung der Welt miteinschließt; seine Frauen- und Menschenverachtung; seine Homophobie.“

    deswegen ruft der vatikan ja auch permanent zum mord an schwulen auf… der blick für die realität ist dir wohl abhanden gekommen?

    „Dein Blick auf die Welt scheint mir stark durch rassistische Medienhetze geprägt zu sein, wenn du die Mehrheit der Muslime für steinzeitliche Fundamentalisten hältst.“

    was zur hölle hat das mit rassissmus zu tun??!!islamische gruppen, die einen aufgeklärten,modernen islam begründen wollen werden in der muslimischen welt als häretiker verfolgt und sind vollkommen marginal. und ich hab noch nie erlebt, dass muslime, die ja angeblich von dieser so winzigen fundamentalisten-minderheit missbraucht werden, so vehement gegen diese fundamentalisten protestiert hätten, wie sie regelmäßig den tod israels fordern bspw.

    über das christentum kannst du dich öffentlich so fies lustig machen (zum glück) wie du willst, da wird höchstens irgend n bischof im fernsehen rummaulen. wegen ein paar mohammed-karikaturen gabs blutige ausschreitungen in der gesamten arabsichen bzw muslimischen welt, und einer der zeichner wäre beinahe umgebracht worden. kein christ käme auf die idee, monty python mit dem tod zu bedrohen, was mit theo van gogh passiert ist (egal, was das für ein arschloch war) sollte dir ja bekannt sein. aber nein, es gibt da natürlich gar keine unterschiede…

  7. 7 Oompa Loompa 10. September 2010 um 13:44 Uhr

    Ja, die Christen erklären ja nur gern den heiligen Krieg qua Koran-Verbrennung. Ist ja nicht so wild.

    Und nur weil die Moslems ihre religiöse Ehre und Sittlichkeit mit mehr Härte durchsetzen, kommen sie noch lange nicht inhaltlich auf was anderes raus als die Christen und Juden. Davon darfst du dich auch gern z.b. am 18.9. beim 1000kreuze-marsch überzeugen oder wenn in tel aviv mal wieder irgendso ein irrer einen schwulen-club sprengt. friedlich friedlich und so wunderbar aufgeklärt!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.