Deutschlands (Welt)Macht im modernen Krieg erkämpfen: Eine spannende Herausforderung für »Alpha-Mädchen«.

»Alphamädchen an die Front!«

[…] Professor Herfried Münkler, der mit seinem Buch Die Neuen Kriege (Video der Bundeszentrale für Politische Bildung) beschrieben hat, was genau das Neue und Gefährliche an den Kriegen des 21. Jahrhunderts sind, diskutierte mit diesen – hauptsächlich älteren – Männern, es wurden Vorträge von Wissenschaftlern und von Kommandeuren gehalten, und von wissenschaftlichen Kommandeuren und Generälen. Die wenigen Frauen im Publikum waren größtenteils mitgereiste Gattinnen. Nur vereinzelt mischte sich auch einmal eine Frau in die Diskussion ein. Für jemanden wie mich war die Sache zwar überaus spannend, weil ich Einblicke in eine mir sonst fremde Welt bekam, aber ich fragte mich auch, was das für eine moderne Zukunft sein soll, wenn Frauen beim Militär nach wie vor so selten sind.

Ehrlich, was diese Sache angeht, müssen wir echt mal aus den Puschen kommen. Wolf-Dieter Löser, Generaloberst vom Nato Defence College war so mutig, in seiner Vision der neuen Soldat_innen eine Frau zu wählen, die diese Vision verkörperte. Und jetzt kommt’s: Keiner der alten Herren monierte das! Man will uns kluge, junge Frauen gerne dort! Aber wollen wird das denn auch?[…]

Wenn gefordert wird, dass auch und vermehrt Frauen an den Kriegsstätten dieser Welt für die Durchsetzung der Ziele der Nation eingesetzt und verheizt werden; dass sie einen der beschissensten Jobs überhaupt machen und zwar aus purer Identifikation mit den Zweckes des Staates und weil es ja sowieso nicht angehen kann, dass in den unteren (und oberen!) Dienstetagen der Bundeswehr so wenig Soldatinnen herumrennen, wo man schließlich doch ganz unbesehen der Auswirkungen der jeweiligen Tätigkeiten auf das Leben lohnarbeitender Frauen und Männer schon einiges in Sachen Gleichberechtigung in Politik und Wirtschaft erreicht hat, da sollten sich vielleicht mehr Leute dem hier einmal vorgeschlagenen Vorgehen anschließen:

fight feminism.


3 Antworten auf “Deutschlands (Welt)Macht im modernen Krieg erkämpfen: Eine spannende Herausforderung für »Alpha-Mädchen«.”


  1. 1 l 23. Oktober 2010 um 19:24 Uhr

    zumindest diesen feminismus, der ja leider doch sehr dominant ist – mittlerweile. es gab früher ja mal feministinnen, die alles mögliche in frage stellten: konkurrenz, staat, krieg. leider mittlerweile marginalisiert. kann man sich heute noch vorstellen, dass herbert marcuse (ja, an dem gibt’s sicher auch einiges zu kritisieren) mal seine revo-hoffnungen auf den feminismus richtete? anfang der 1970er … was für ein irrtum.

    http://platypus1917.home.comcast.net/~platypus1917/marcuse_marxismfeminism.pdf

  2. 2 Wendy 26. Oktober 2010 um 8:21 Uhr

    Hi erstmal. Der Text, den du verlinkt hast, ist ein Text von Marcuse über den Feminismus? Dann würde ich ihn nämlich garnicht erst lesen.

  3. 3 l 26. Oktober 2010 um 19:51 Uhr

    entgeht dir auch nix, um ehrlich zu sein!

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