Archiv für Oktober 2010

…but don‘t forget the robot…

Und so.


Bitte wer ist jetzt das Arschloch? Du oder ich?


Kritik des herrschaftlichen Anspruchs, der im Begriff der Heimat enthalten ist.

…und das Lied ist für diejenigen, deren Heimat es 20 Jahre nach „dem Ende“ nicht mehr gibt. Es ist eine sehr gute Darstellung der Funktion der Ideologie „Heimat“: Prenzlauer Berg ist scheiße und abgeranzt, aber dafür ist hier DDR – und die DDR sind wir. Das ist da zumindest unter anderem enthalten. Was man in der DDR und vor allem ihren Führungsetagen mit Sozialismus meinte, wird ja im Text kritisiert. Taugte schon mal als Weg zum „Kommunismus“ nichts!

2. Rechtfertigen wollte die SED ihre Staatsgründung vor den Leuten, die der Sieg der Roten Armee ihrer Macht unterstellt. Daß ein Krieg, keine Revolution, sie zur herrschenden Partei gemacht hatte, ist für sich nichts Ehrenrühriges. Um so mehr wäre es für die Kommunisten fällig gewesen, die Erkenntnisse über Lohnarbeit und „nationale Identität“ unter die Massen zu bringen, ohne die zwar allerlei Umsturz, aber keine Revolution in Richtung Kommunismus zu machen ist. Die SED hat aber etwas anderes vorgehabt, nämlich die Eröffnung eines neuen Staates mit – verstaatlichter – Lohnarbeit, politischer Hrrschaft und nationalem Konkurrenzerfolg. Deswegen hat sie ihre Masen auch auf die denkbar schlechtste Gemeinsamkeit festgelegt, nämlich die Unterordnung aller unter ein und dieselbe Staatsgewalt. Mot „Sozialismus“ hat sie einen Idealfall dieser Gemeinsamkeit gemeint, also einen nationalen Kollektivismus propagiert. Die SED hat eben nie das politische Programm gehabt, in ihrem Zuständigkeitsbereich gesellschaftliche Verhältnisse zu schaffen, die mit ihrer selbstverständlichen und einleuchtenden Nützlichkeit für die damit beglückten Werktätigen die Existenz einer allgegenwärtigen Staatsgewalt überflüssig gemacht hätten. Statt dessen hat sie ein System gesetzlich erzwungener Dienste und Abhängigkeiten hergestellt und dies den Leuten als ihre Hiemat ans Herz gelegt – ganz nach der reaktionären Logik, welche die von der Staatsgewalt gestifteten „Realitäten“ als vorgegeben Lebensumstände deutet, in die der Mensch hineingeboren wird, in die er sich deshalb fügen muß und die er deswegen auch noch liebgewinnen soll. (mehr…)

Der Deutschen Demokratischen Republik zum 61. Geburtstag.

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Oder doch eher, gehässig:

Egal wie: Es gibt nichts zu feiern – außer die Revolution. Und da ist noch sehr viel zu tun.

Eine Feststellung, über die früher große Einigkeit herrschte.

»Brüche« (Marcus Hammerschmitt).

Hepburn?

Da die Staatsgewalt ausnahmsweise einmal nicht Autonome, Kurden, Fußballfans oder sonstige Außerirdische in die Mangel genommen hat, ist das Entsetzen groß. Der Mittelstand, der sich von diesen Außerirdischen immer weit genug entfernt wusste, aber an Stuttgart 21 so wenig Gefallen findet, dass seine Empörung in Protest umschlägt, sieht sich auf untunliche Weise mit dem „Gesocks“ in eine Ecke gestellt: „Das könnt ihr doch mit uns nicht machen!“ (mehr…)