Morgen (05.04): Diskussionsveranstaltung zu Freiheit und Gleichheit.

Freiheit und Gleichheit gelten nicht nur als historisch errungener Fortschritt, sondern auch als unbedingt zu verteidigende hohe Werte der Demokratie. Kritik daran gibt es zumeist nur im Namen ihrer mangelhaften Verwirklichung. In einer Welt, in der jeder im freien Wettbewerb mit anderen steht, bilden sich scheinbar naturwüchsig lauter Unterschiede heraus, obwohl doch alle gleich sein sollen. Die einen wollen immer mehr Freiheit, die anderen fordern, darüber nicht das Ideal der Gleichheit zu vergessen. Auch wenn jeder das „Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ hat und alle Menschen „vor dem Gesetz gleich“ sind, ist ziemlich viel Zwang und Ungleichheit auch in freien Demokratien zu Hause. Weichen da etwa Verfassungsideal und -wirklichkeit voneinander ab?
Wir wollen daran nicht so recht glauben, sondern zeigen inwiefern Zwang, Beschränkung und Ungleichheit Folgen von dieser Freiheit und Gleichheit sind. Wer sich Freiheit und Gleichheit in die Verfassung schreibt, formuliert damit die geltenden Herrschaftsprinzipien. Und um diese soll es in der Diskussion gehen.

Ort: Erreichbar. Anfang: 19:00 Uhr. Veranstalter: Jimmy Boyle Berlin (Junge Linke gegen Kapital und Nation)