Geschichte, Farce, und so weiter.

»Die soziale Lage der Arbeiterklasse hat sich unter dem Druck der Wirtschaftskrise in den letzten Jahren verschlechtert. Massenarbeitslosigkeit und Kurzarbeit sind wieder eine Alltagserscheinung geworden und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes erschwert jeden Versuch, kämpferisch dem Angriff der Unternehmer auf Löhne und Gehälter zu begegnen und Verbesserungen der betrieblichen Arbeitsbedingungen gegen den Druck von Rationalisierungen und Intensivierungen der Arbeit durchzusetzen.
Während in anderen kapitalistischen Nachbarländern die Arbeiterklasse in großen, machtvollen Kampf- und Streikaktionen ihre Interessen demonstriert und verteidigt hat, hat es in der Krise […] in der BRD zwar Abwehrkämpfe zahlreicher Belegschaften gegeben […] – aber insgesamt konnte die Bourgeoisie die Krisenlasten doch fast widerstandslos in erster Linie der Arbeiterklasse aufbürden«

(Klassen in der Bundesrepublik Deutschland, André Leisewitz, 1977)1

  1. Hat, wie auch aus dem Zitat hervorgeht, seine theoretischen Fehler. [zurück]

2 Antworten auf “Geschichte, Farce, und so weiter.”


  1. 1 Luk As Usual 07. Juli 2013 um 3:41 Uhr

    Es ist doch noch viel schlimmer: Man ist hier sogar stolz auf den produktiven sozialen Frieden im heimatlichen, deutschen Gemeinwesen! Während das nationale ‚wir‘ hier nämlich Wachstum für ganz Europa ranschafft, streiken die dummen Griechen (Italiener/ Südländer/…) ihre eigene Wirtschaft karpott. Standortfaktor Stolz – wurde auch schonmal in den 70ern gesagt.

  2. 2 Wendy 07. Juli 2013 um 22:40 Uhr

    Mit der Ergänzung hast du sicherlich Recht. Mein Beitrag bestand weit vor solchen Überlegungen in dem Haareraufen über die Tradition, die die Regungslosigkeit der hiesigen Arbeiterklasse hat – zumindest wenn es um Widerstand geht, auf Ausländer schimpfen funktioniert immer ganz gut.

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