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Vom Bier zu Deutschland…

…und von dort aus in die Blogroll. Die Gruppe „Versus“ aus Tübingen scheint mir auf den ersten Blick ganz okeh zu sein. Ihren Text „Ohne Werte – keine Werte. Vom Fanatismus, Werte zu begründen
Vom Bier zum Vaterland“
finde ich schonmal gut, zumal eine willkommene Vorbereitung für eine tiefere Beschäftigung mit dem Thema, Moral, Werte und so weiter.

[…] Die eindeutige Botschaft in Sachen Volkserziehung ist auf fruchtbaren Boden gefallen – kein Wunder! Hat die
Bundesregierung diesen Boden doch selbst bereitet. Der Aufruf zu mehr Werte-Bewusstsein war ja nicht in den
luftleeren Raum gesetzt, sondern nichts anderes als ein Interpretationsangebot für die Lage, in die die Regierung
die Bürger gebracht hatte. (mehr…)

Gute Mörder, schlechte Mörder

Eine lobenswerte Kampagne um der medialen Aufarbeitung des „deutschen Herbstes“ und der Geschichte der Roten Armee Fraktion etwas entgegenzusetzen. Die Broschüre (PDF-Link) glänzt mit einem sehr, sehr empfehlenswerten Text, die jenseits von peinlichem Verbalradikalismus a la „Schweinesystem“ und ähnlichem differenziert eine kleine Analyse schafft, die beleuchtet mit welchen Methoden welche Akteure die Rote Armee Fraktion diffamieren, pathologisieren und historisieren und auch weshalb sie das tun. Auf jeden Fall einer der gelungereren Versuche eine Antwort auf die Hetze zu finden.

Hier schonmal ein Auszug, der mir unter anderem gefallen hat:

The german way: “Aufarbeitung” der Geschichte

Deutschland baut seit der Wiedervereinigung zunehmend seine Vormachtstellung in
einem erstarkenden Europa und seine Rolle als “global player” aus: Da stört unbewältigte
Geschichte, weshalb sich die rotgrüne Bundesregierung in ihrer Amtszeit so intensiv mit
der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit beschäftigte: Sie wollte sich als eine geläuterte
Nation präsentieren, die aus ihren Fehlern gelernt habe und dafür die Konsequenzen
trage – und nun bitte, bitte wieder uneingeschränkt mitspielen und mitentscheiden wolle
bei den ganz Großen. Eine Anerkennung der deutschen Schuld an den NS-Verbrechen
fand auf verschiedenen Ebenen statt: Das Holocaust-Mahnmal wurde gebaut, der Fonds
zur Entschädigung der Zwangsarbeiter eingerichtet, der “Aufstand der Anständigen”
ausgerufen, am 8. Mai 2005 wurde am Brandenburger Tor das “Fest der Demokratie”
gefeiert und alles schien in bester Ordnung. Wer erinnerte sich denn da zum Beispiel
noch daran, dass der Fonds viel zu spät und auch nur auf massiven Druck von außen
eingerichtet wurde, zunächst nur schleppend eingezahlt wurde und längst nicht alle Opfer
des NS-Faschismus vom Gnadenbrot etwas ab bekamen, weitere Forderungen jedoch
nicht mehr möglich sind? Es war kein Zufall, dass nach der rot-grünen “Aufarbeitung” der
NS-Zeit und auf den staatstragenden “Antifaschismus” der “Brand” von Jörg Friedrich,
der Opfer-Mythos von Dresden, der “Untergang” mit Hitler als Leidensfigur und
Geschichtsrevisionisten à la Oettinger folgten, dies war und ist eine logische Abfolge. Die
Geister, die ich rief…

Allen ans Herz legen möchte ich die Diskussionsveranstaltung mit Karl-Heinz Dellwo am 08.11 um 20 Uhr im Clash, im Mehringhof (U-Bahnhof Mehringdamm). Der hat ja immer recht viel und kontroverses zu erzählen.

Word.

Äußerst interessant!

Narodnik hat mich drauf aufmerksam gemacht: Archivaufnahmen von Aussagen der RAF-Angeklagten Baader, Meinhof(„Wenn du hörst, ich hätte mich umgebracht, dann kannst du sicher sein, es war Mord!“) und Ensslin.

Für die Freilassung aller revolutionären Gefangenen.

Lets push things forward!

Antifa-Demo in Burg

Spaßguerilla

http://de.indymedia.org/2007/07/189119.shtml

Militanzdebatte, niedrigschwellig

Die Debatte darum, ob es richtig ist, Auto- und Bankscheiben zu zertrümmern oder gar die Schädel von Bullen, kocht gerade wieder mächtig hoch. Wer hat was zu wem gesagt? Die wichtigsten Kombattant_innen: Die Interventionistische Linke (IL), deren wichtigste Akteur_innen wiederrum die Antifaschistische Linke Berlin, Avanti – Projekt für eine undogmatische Linke, einige Einzelpersonen aus Attac sind. Hier wird schon einiges an Konfliktpotenzial erahnbar. Auch wenn ich einige vergessen haben mag: Die Spannungen bauen sich zwischen Gruppen mit autonomem Politikverständnis und offen reformistischen Organisationen wie Attac auf. (mehr…)