Archiv der Kategorie 'antifa'

Den Herrschenden ein Gesicht geben.

Herrschende

Ob hüsch oder nicht. Frau Wawzyniak wählt den einfachsten Weg: kein öffentlicher Protest gegen die Aktionen der “rot-roten” Berliner Polizei- statt dessen “Photos knipsen gegen rechts”. Oh Mann, und solche leute gehen regelmäßig ans Grab von R. Luxemburg, einer Revolutionärin- die mit solchen “Linken” vom Schlage einer Wawzyniak sicherlich nichts zu tun hat: weder inhaltlich, noch was den persönlichen Mut, Einsatz und Konsequenz betrifft.

Das ganze Spektakel hier. Ich möchte mich nicht dafür einsetzen, dass Wawzyniak sich ihrer Pflicht als linke Herrschaftselite bewusst wird und den Repressionsorganen den Antifaschismus autonomer Auslegung einbleut. Aber das sie (mal wieder) so offensichtlich vor sich her heuchelt, dass finde ich, ist schon: eine Unverschämtheit! (mehr…)

„Blockieren ist unser Recht!“

Anscheinend doch nicht:

Sarkasmus beim Red Stuff

Abseits von antifaschistischen Freunden des Rechtsstaates, die diesen gegen Neonazis in Front bringen wollen und sich diesbezüglich anscheinend schon am Ziel wähnen, hat der deutsche Staat klargestellt, dass er Aufrufe zum Bruch des Versammlungsrechts nicht sonderlich lustig findet und größere Teile des Mobilisierungsmaterials für die Aktivitäten gegen den alljährlichen Nazi-Aufmarsch in Dresden beschlagnahmt.

Dagegen wandte sich am gestrigen Dienstag-Abend eine spontane Demonstration. Ein anonymer Teilnehmer, der einen Indymedia-Artikel zu den Vorkommnissen geschrieben hat, hat den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden und holt darüber hinaus noch einen guten Teil der Schweine, die man eigentlich bekämpfen sollte, in die antifaschistische Volksfront:

Ziviler Ungehorsam und Massenblockaden sind keine Straftaten. Gegen Nazis und ihre menschenverachtende Ideologie sind sie, so sollten „wehrhafte Demokrat*innen“ eigentlich wissen, eine „Bürger*innen-Pflicht“. Das wissen die grünen Gelben genauso, wie die Linkspartei, oder Gewerkschafter*innn, Jusos und auch Pastor*innen. Nur die Dresdener Staatsanwaltschaft offenbar nicht.

Ein „Linksradikaler“ beschwört die „wehrhafte Demokratie“ – und zwar weil diese sich gegen extremistische Elemente in ihrer Mitte wehrt. Köstlich.

P.S.: Wenigstens können die Leute Transparente malen.

Verbloggt: Alliance for Workers‘ Liberty zur AAB.

Antifaschistische Aktion Berlin – Anti-fascist Action Berlin. Very much a part of the „left-wing scene“ where style wins over substance every time. The fashion student’s favourite revolutionary organisation, post-this, post-that, post-the other, the AAB is best known for organising apolitical demonstrations with sound-systems to block out political content, such as the „Revolutionary 1st May“ in Berlin, which is little more than an excuse for a riot. The AAB sell a wide range of merchandise, including hooded tops, masks, and „riot“ or „antifa“ t-shirts, available in „boy“ or „girlie“ cuts. The AAB (mis)uses the logo of the original Anti-Fascist Action set up by the German Communist Party in the early 1930s. This time however, class plays no role in the AAB.

.via nada Könnte man genausogut zur heutigen ALB oder auch zur ARAB schreiben.

Eigentlich wollte ich es ja erst im obligatorischen Jahresendpost oder im Beitrag zu meiner ersten (Antifa-)Demo (´92!) fragen, aber da ich nicht was, ob die sich durch meine Ferienfaulheit ans Licht der Welt graben können: Was geht eigentlich an Silvester? Und bitte kommt mir nicht mit der K9-Party und auch nicht mit dieser Demo.

P.S.: wtf?!

Postfaschismus.

Postfaschismus.
*

Investoren gesucht.

Mir wird ja oft vorgeworfen, dass ich die deutsche Nazi-Szene unterschätzen würde. Blödsinn! Ich bin mir des Potentials und der Größe dieser Bande durchaus bewusst und auch die finanziellen Ressourcen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, sind durchaus bedenklich. Und um zu verhindern, dass diese Deppen ihr Geld in ausländischen Designer-Klamotten („Thor Steinar“), Nazi-Gold oder schwedischen Samenbanken anlegen, habe ich mit ein paar Freunden ein paar intelligente und vielversprechende Geschäftsideen auf den Markt gebracht. (mehr…)

Seltsam…

…wenn man gleichzeitig angepöbelt und betatscht wird! Ist das ein linker Trick, um das ganze gleichzeitig gerechtfertigt und gütig erscheinen zu lassen?

Hahahaha.

Benz statt Boykott!

Marg bar „Jungle World“! Zum dummen Text der Antifa Frankfurt.

Einleitend kann man sich eigentlich fragen, warum ausgerechnet mit der Antifa Frankfurt (am Main), deren Protagonisten ja schließlich zu den Leuten gehören, die der „Internationalen Solidarität“ und deren Befürwortern mit den teilweise sogar richtigen Argumenten den Garaus gemacht haben – und in der Folgezeit die „Internationale Solidarität“ zur internationalen Solidarität mit Nationen pervertiert haben – nun wieder genau die alte Linie einfordern: Irgendwo regt sich eine Bewegung, man vermutet, erhofft sich in ihr das ultimative revolutionäre Subjekt und ruft unkritisch zur Solidarität auf.
Der ganze Clou besteht wohl daraus, dass sich die heutigen linken (?) Protagonisten größtenteils genauso wie der gesellschaftliche Mainstream und die (extreme) Rechte als Kultur-Kämpfer verstehen. Die Vorstellung, es kämpften mehrere organizistisch und als relativ homogen vorgestellte Kulturkreise gegeneinander, ist schon großer Blödsinn. Dem Westen dann noch die Rolle des Vorkämpfers allen Gutens und den Anderen die der rückständigen Barbaren, die sich entweder an den fortschrittlichen Westen anzupassen oder unterzugehen hätten, ist rassistisch. Die positiven Bezugspunkte, die dem westlichen Bürger zur Hand gereicht werden, entpuppen sich darüber hinaus auch noch als die Kernpunkte bürgerlicher Ideologie und Staatlichkeit: Freiheit, Gleichheit, Menschenrecht, Demokratie, politische (rechtsstaatliche) Emanzipation des Menschen. Nun braucht man sich eigentlich nicht zu wundern, warum Antideutsche soetwas gut finden. (mehr…)

Danke Autonome! Pt. 2

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Der Unfug von „…umsGanze!“ zur „,falschen´ Freiheit“… , Pt. 2.

Die Sphäre der Zirkulation oder des Warenaustausches, innerhalb deren Schranken Kauf und Verkauf der Arbeitskraft sich bewegt, war in der Tat ein wahres Eden der angebornen Menschenrechte. Was allein hier herrscht, ist Freiheit, Gleichheit, Eigentum und Bentham. Freiheit! Denn Käufer und Verkäufer einer Ware, z.B. der Arbeitskraft, sind nur durch ihren freien Willen bestimmt. Sie kontrahieren als freie, rechtlich ebenbürtige Personen. Der Kontrakt ist das Endresultat, worin sich ihre Willen einen gemeinsamen Rechtsausdruck geben. Gleichheit! Denn sie beziehen sich nur als Warenbesitzer aufeinander und tauschen Äquivalent für Äquivalent. Eigentum! Denn jeder verfügt nur über das Seine. Bentham! Denn jedem von den beiden ist es nur um sich zu tun. Die einzige Macht, die sie zusammen und in ein Verhältnis bringt, ist die ihres Eigennutzes, ihres Sondervorteils, ihrer Privatinteressen. Und eben weil so jeder nur für sich und keiner für den andren kehrt, vollbringen alle, infolge einer prästabilierten Harmonie der Dinge oder unter den Auspizien einer allpfiffigen Vorsehung, nur das Werk ihres wechselseitigen Vorteils, des Gemeinnutzens, des Gesamtinteresses.

Karl Marx – Friedrich Engels – Werke, Band 23, „Das Kapital“, Bd. I, S. 189 – 190.

Nun ja, damit sei nichts gegen die „,echte´™ Freiheit“ gesagt; wenn schließlich alle Individuen in einer arbeitsteiligen, gemeinschaftlich organisierten, auf Bedürfnisbefriedigung ausgerichteten Ökonomie versuchen, ihren Willen ohne jede (staatliche) Einschränkung durchzusetzen, wäre dies natürlich äußerst vernünftig und ein großes Glück. Man stelle sich mal vor, man müsste sich mit der Restgesellschaft, also mit Leuten, die weder jemals eine Pop-Antifa-Party besucht haben, noch am Türsteher des Berghain vorbeigekommen sind, über Fragen der Produktion unterhalten!