Archiv der Kategorie 'antifa'

Antifa-“Bild“-Zeitung im „Deutsche Stimme“-Outfit.

Highlights:

Vorsicht Abzocker
NPD und DVU schielen auf Steuergelder

NPD: Betrüger, Schläger, Kriminelle
Das wahre Gesicht der selbst ernannten „Partei der Rechtschaffenden“

Nie mehr arm trotz Arbeit
Warum wir einen gesetzlichen Mindestlohn brauchen

Kreuzworträtsel

Herausgeber: Antifaschistische Linke Berlin, solid Brandeburg, DGB-Jugend Berlin-Brandenburg.

Ich finde da fehlt noch „Brandenburg braucht keine Chaoten: Nein zu den Autonomen Nationalisten!“ und „Udo Voigt: Polnische Vorfahren?“.

Wer kennt diese Schriftart?


Identifont
spuckt die Schriftart CG Heldustry als Ergebnis aus, was meint ihr? Was sagen die Layout-Experten auf Blogsport?

Hier der Link zur größeren .svg-Datei.

Antworten bis jetzt: Frutiger (heiß), John Sans Text (Tekknoatze, das E stimmt nicht!) und weiter Schnellschüsse: P22 London Underground, Spartan, Gotham, Futura.

Today was a good day.

Lange geschlafen, etwas kleines geschenkt bekommen, viel gefuttert, es ist Sommer…

Außerdem: Fame, die Tageszeitung „junge Welt“, von ehrsüchtigen Antifas auch gern „,antiimperialistisches‘ Zentralorgan“ genannt, bezieht sich anscheinend auf eine in gewissen Kreisen wohlbekannte Bloggerin, allerdings ohne Quellenangabe:

[…] Im Internet veröffentlichten Informationen zufolge soll auf der »antirassistischen « Veranstaltung »Feel the difference« auch Hartmut Krauss auftreten und dort über das Religiöse »als antiemanzipatorischer Angriff auf die kulturelle Moderne« referieren. Was Krauss zum Thema beizutragen haben dürfte, wird klar, wenn man sich seinen ebenfalls im Internet veröffentlichten Text mit der Überschrift »99,9 Prozent ›friedliebende Muslime‹? Zur Unhaltbarkeit einer selbstbetrügerischen Standardlegende « zu Gemüte führt. […]

Mit „im Internet“ kann ja wohl nur Wendy gemeint sein! Ich glaube ja, dass die kleine „Zeitungsklitsche“ „junge Welt“ sich an meinem Ruhm hochziehen will. Skandal. :D

Nun ja, es ist immer noch Sommer und die groß(mäulig) angekündigte baldige Kritik am Aufruf der Antifa Köln wird es wohl so bald nicht geben… Und jetzt ist zu allem Überfluss auch noch ein weiterer Aufruf dazugekommen!

Was solls: I didn‘t even had to use my AK – today was a good day!

Desweiteren: Hochkultur (oder doch Kultur der Massen?)!

Zur Personalie Hartmut Krauss auf dem antirassistischem (?) „Antifa-Kongress“ in Köln.

Am Samstag wird Hartmut Krauss von 13:30 bis 15:00 Uhr über das „Religiösen als antiemanzipatorischer Angriff auf die kulturelle Moderne“ referieren. Liest sich mensch einen Text von ihm durch, so kann davon ausgegangen werden, dass es nicht um „das Religiöse“, sondern um eine kulturalistische Anti-Islam-Hetze gehen wird, die mit (kommunistischer) Religionskritik rein garnichts am Hut hat.

So redet er in bester widerlich-rassistischer kulturalistischer Manier vom „arabisch-muslimischen oder asiatisch-islamischen Kulturkreis“. Die Angehörigen dieses homogen dargestellten Kulturkreises, aus dem der Islamismus wie natürlich, logischerweise hervorgeht, „exportieren“ per Migration die gefährliche Ideologie. Und zwar nicht zufällig oder weil sie diese Denkmuster pflegen, sondern gezielt und mit einem übergeordneten Ziel. Wer sich hier an die „[islamistisch-arabische] Weltverschwörung“ oder an antisemitisch-verschwörungstheoretische Denken erinnert fühlt, ist auf dem richtigen Weg. Ob ich mich mit diesem Blogbeitrag schon der starken „Islam-Lobby“ angeschlossen habe?

Wenn Krauss weiter schreibt:

Im Gegensatz zu der grobschlächtigen, schönfärberischen und im Endeffekt realitätswidrigen Aufteilung der Zuwanderer aus islamisch geprägten Staaten in 99,9% Prozent friedliebende und 0,1% terroristische Muslime ist zunächst einmal grundsätzlich zu unterscheiden zwischen politisch-kulturell integrationsbereiten Muslimen, welche die säkular-demokratischen Grundprinzipien und Menschenrechte anerkennen bzw. die kulturelle Moderne akzeptieren und jenen ‚fundamentalistischen‘ Muslimen, die das ablehnen und die demokratische Grundordnung durch ein schariatisches Herrschaftsregime ersetzen wollen.

so macht er schon mehrere Denken des Kulturalismus mit. Die Trennung zwischen „der islamischen Kultur“ und „der westlichen Kultur“, erstere ist natürlich vor-modern, während die westliche Kultur in der Moderne angekommen ist bzw. diese verköpert, in der Welt vertritt und diese in die Welt trägt. Wer in „den Westen“ emigriert und aus „der islamischen Welt“ kommt, der ist natürlich religiös, der ist natürlich Muslim und der hat sich erstmal in „unsere“ Kultur zu integrieren. Jene ist natürlich säkulär und – was für eine Freude! – demokratisch. Samuel Huntington in Reinform, Krauss hat eventuell einfach die Konferenzen und Kongresse verwechselt oder schaut halt einfach, wo seine Schäfchen bleiben.
Ein Freund der bürgerlichen Demokratie ist er auch noch. Selten war die Antifa so konsequent, was die Verteidigung des kapitalistischen Status Quo anging…

Ansonsten: Der stille Krieg; die Eroberung des Westens durch die Gebärmutter:

Das vereinigende Ziel der islamistischen Bewegung ist die Errichtung eines totalitären Gottesstaates. Angesichts der aktuellen Kräfteverhältnisse in Europa ist ein gewaltsamer Weg zu diesem Ziel auf längere Sicht ausgeschlossen. Was bleibt ist die Option einer allmählichen Islamisierung Europas durch:

a) eine im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung nachhaltig höhere Geburtenrate, was die Aufrechterhaltung islamisch-patriarchalischer Kontrollmacht über Geist, Körper und Heiratsverhalten der unterworfenen Frauen unabdingbar macht („die Wahrheit hinter dem Kopftuch“) sowie

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Anti-Islam-Konferenz, Antifa-Kongress, Gegen-Aktivitäten und die notwendige Diskussion.

Dieser Beitrag soll sich mit der „Anti-Islamisierungskonferenz“ und den Gegen-Aktivitäten zu ihr auseinandersetzen und damit, warum meine Unterstützung der Gegen-Aktivitäten gerade auf der Kippe steht. Ich werde in weiteren Beiträgen versuchen, eine Kritik an den Aufrufen zu formulieren, denn ein Auszug aus ihnen kam mir schon sehr affirmativ daher.

1. Die „Anti-Islamisierungskonferenz“

„Für das Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 lädt die extrem rechte Bürgerbewegung pro Köln die europäische Rechte zu einem „Anti-Islamisierungskongress“ nach Köln ein.Erwartet werden nicht nur „Patriotische Gäste“ aus der BRD, wie Harald Neubauer (Herausgeber der neurechten Zeitschrift Nation und Europa) oder der Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (ehem. CDU), sondern auch VertreterInnen rechtspopulistischer und rassistischer Gruppierungen aus ganz Europa. Jean-Marie Le Pen vom französischen Front National (FN), die Lega Nord aus Italien, die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), Vlaams Belang aus Belgien, Die Freiheitlichen aus Südtirol sowie extreme Rechte aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn usw. haben ihre Teilnahme zugesichert. Es ist mit 1000 Kongressgästen zu rechnen.“

Zu den Hintergründen des Kongresses, der richtigerweise von seinen Gegner_innen immer „Anti-Islam-Konferenz“ genannt wird, sei hierrauf und auf die Feststellung verwiesen, dass der Kulturalismus den klassischen Rassismus im modernen Diskurs ablöste, ohne unbedingt seine klassischen Argumentationen und Denkmuster nennenswert zu updaten. Die Huntingtonsche Denke von wesenhaften Kulturkreisen, die sich Kriege ums Überleben liefern und die – ebenfalls ihre Angehörigen – in sich homogen sind und die sich in höher- und minderwertige Kulturkreise unterteilen lassen, löst den biologistischen Rassismus ab, bedient sich jedoch am Ende nur in schöneren Worten seiner Denkweisen. Hier sei auf den einführenden Blog-Beitrag von lysis zum Thema verwiesen.

Für mich steht fest, dass es sich um bei der Konferenz um eine Veranstaltung handelt, die meinen Vorstellungen entgegensteht. Eben weil anstatt Religionskritik zu üben, rassistische „Islam-Kritik“ geübt wird, weil kulturalistisch-rassistische Argumentationsschienen bemüht werden und nicht zuletzt auch, weil die ReferentInnen und Teilnehmer_innen immer ein Interesse an der Verteidigung der Demokratie, des bürgerlichen Staates, des Systems, des Status Quo haben – vor allem, aber nicht nur gegen „die Vormoderne“, „den Islam“, „die Muslime“, „die Barbaren“.
Übel aufgestoßen ist mir, dass bei den Gegner_innen der Konferenz solch ein Interesse auch unterwegs zu sein scheint. Dazu später aber mehr.

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Made my day.

Aussage „Wir Nazis werden ja behandelt, wie die Juden im NS!“? Waren die Nazis nicht die, die gegen Juden sind? Und jetzt nutzen die das von ihnen selbst verursachte Leid, um angebliche Repression gegen sie anzuprangern? Meinen diese Nazis, dass die Taten der… ähm… Nazis zu verurteilen sind, ebenso wie die Repression gegen sie?
Auf dem gleichen Aufmarsch lief dieses Transparent mit, welches auf den berühmten Ausspruch „Die Juden sind unser Unglück!“ von Heinrich von Treitschke anspielt.

Epic lulz, Wendy.

Lieber Wachs-Hitler-Attentäter,

seien wir realistisch, ein Held sind Sie nicht. Einer Wachsfigur den Kopf abzureißen, ist so heldenhaft wie Fliegenfangen. Beim Fliegenfangen setzt man sein Leben nicht aufs Spiel. Dennoch sind Sie für mich sympathisch als Attentäter.

Sie leben in Berlin-Kreuzberg („Kreuzberger Nächte sind lang“). Sie waren Polizist, bis Sie auf einer 1.-Mai-Demonstration fühlten, zur anderen Seite zu gehören. Sie kündigten Ihren Polizeidienst und leben seitdem von Hartz IV und 1-Euro-Jobs in der Altenpflege. Sie haben ein Kind aus einer früheren Beziehung – ansonsten haben Sie Ihre Kneipe. Sie sind ein Kreuzberger Berliner, wie man ihn besser nicht beschreiben kann. Sie haben Ihren kleinen Balkon, die kleine Sonne, die auf Sie scheint. Sie sind glücklich, eine neue Beziehung zu haben, entspannt sitzen Sie in Ihrer Kneipe. Ihre Kneipe ist Ihr Zuhause. Sie trinken 2, 3 Bier, die Rede kommt auf Hitler. Nie mehr Krieg, sagen Sie in Ihrer Kneipe. „Ich hau ihm den Kopf ab.“ So oder ähnlich muss es abgelaufen sein.

Die Geschichte des geköpften Hitlers ist keine politische Tat. Sie ist in einer Kneipe geboren.

Es gab 42 historische Attentate auf Adolf Hitler – dieses Attentat ist ein Attentat aus der Kneipe.

Es ist nicht heldenhaft – aber sympathisch.

Herzlichst

Ihr F. J. Wagner

Die Hymne der Antifaschist_innen

Fasst die Ideologie des Antifaschismus eigentlich sehr gut zusammen.

Spielt das auf der nächsten Demo!

Außerdem in der Blogosphäre: crull sagt sehr viel, Werner Pirker ein bisschen richtiges zum Post-Antideutschentum. Noch was vergessen? Glaube nicht.
Wendy wünscht ein schönes Wochenende!

via narodnik.

Edit: Ich weiß nicht, warum die Anonymisierung der Links grad nicht geht, ihr seht ja, wo ich hinverlinken wollte…

Creepy…

NS-Black-Bloc am 1.Mai 2008 in Prag. Ich hatte eigentlich gehofft, dass diese Entwicklung auf Deutschland beschränkt bleibt.
Deutsche Neonazis waren mit einem „Keine Waffen für Israel“-Transparent vertreten.

Jetzt oder nie: NASOFI!

Ja gut, ich bin mir blogtechnisch für nichts zu schade. Den ein oder anderen Hype habe ich wegen ideologischen Unverträglichkeiten ausgelassen, aber jetzt muss ich mich doch mal zu Wort melden bzw. es andere tun lassen, die meine Meinung wiedergeben.
Es geht um die sogenannten bzw. angeblichen „Nationale Sozialisten für Israel“, die trotz der weitreichenden ideologischen Überschneidungen nicht mit den „Nationalen Bolschewisten für Israel“ zu verwechseln sind.
Allgemeine Verwirrung besorgte der Blog in der Linken, wie in der Rechten. Einigkeit bei den klügeren Linken bestand allerdings darüber, dass Israelsolidarität mit der Ideologie des NS keineswegs unvereinbar ist. Für einige war es sogar nur konsequent, dass sich aus Nationalismus und Ethnopluralismus auch eine Solidarität mit dem nunmehr sesshaften und wehrhaften israelischen bzw. „jüdischen“ Volk entwickeln kann. Dem würde ich mich anschließen, genauso wie dem Fazit von nachdenklich (dessen Blog ich mir auch gleich mal anschauen werde, um zu gucken, ob ich ihn nicht vielleicht sowieso mal verlinken sollte):

Langfristig wirkungsvoll kann dieser Entwicklung meiner Meinung nach nur begegnet werden, wenn die Linke wieder mehr auf Vermittlung von Inhalten und eine klassenkämpferische Praxis Wert legt, anstatt auf reine Symbolik und inhaltsleere Rituale.

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Update: Riesenlanges NS-Pamphlet bei NASOFI aufgetaucht. :-/

  1. Das inhaltsleere Wort „klassenkämpferisch“ würde ich nur gern durch die Vokabel „kommunistisch“ ersetzt sehen [zurück]