Aus dem Leben

Interessanter Artikel zu Kurdistan in der jungen Welt

Roter Stern und Öcalan-Bilder. Von Nick Brauns.

Wie ein Licht in dunkler Nacht

Augen aufgeschlagen, es tat weh und zwar sehr. Mich nach mehreren Stunden mit pochenden Kopfschmerzen dazu entschlossen aufzustehen. Augen nochmal zugemacht. Zweiter Versuch, Augen auf, versuche mich zu erheben. Scheitern. In einer Höhe von fünf Zentimetern schlingern Schädel und Schultern, ich finde mich nun mit Gesicht zur Wand wieder. Irgendwas stimmt nicht, das dämmert mir nun. Normaler Kopfschmerz sieht anders aus.
Liege erstmal halbe Minute da, und frage mich, was ich nun schon wieder verbrochen habe. Die vier Bier gestern könnens doch nicht gewesen sein. Ein normaler Kater ist es auch nicht.
Dritter und letzter Versuch: Aufgestanden, mir ist sehr schwindlig, tork´le in die Küche, geil Alpro Soya, geil Corn Flakes, geil Schmerztablette, alles konsumiert, nun geht es wieder.

Fazit: Menschen, deren letzter klarer Gedanke vor dem Einschlafen „Es stinkt nur, aber sooo giftig sind diese Dämpfe ja eigentlich garnicht“ ist, gehören bestraft und zwar hart.

P.S.: Zimmer lüften. Lange.

In eigener Sache

„Der ehemalige Geldbesitzer schreitet voran als Kapitalist, der Arbeitskraftbesitzer folgt ihm nach als sein Arbeiter; der eine bedeutungsvoll schmunzelnd und geschäftseifrig, der andere scheu, widerstrebsam, wie jemand, der seine eigene Haut zu Markt getragen und nun nichts anderes zu erwarten hat als die – Gerberei.“ MEW 23, 191.

Trauriger Anlass, trauriges Lied:

Dit warn noch Zeiten…

Antifa-Aussteiger erzählt aus dem Nähkästchen, coole Sache, was für die Kids.

Nachtrag zur Demonstration „Freiheit statt Angst“

Rechtsstaat 2.0

Warum Vorratsdatenspeicherung kein Problem für den Rechtsstaat, sondern der Rechtsstaat das Problem ist – jimmy boyle berlin

Um es gleich mal vorweg zu nehmen. Auch wir finden das Abhören von Handys oder das Installieren von Trojanern auf unseren Rechnern scheiße. Dagegen finden wir es begrüßenswert, wenn sich Leute gegen Überwachung und Repression wehren. ABER: noch viel begrüßenswerter fänden wir es, wenn die Leute, die sich wehren, das mit vernünftigen Argumenten machten. Vernünftige Argumente haben wir allerdings im Vorfeld der heutigen Demonstration nur wenige gehört und einige dieser Argumente, die uns nicht so recht gefallen wollen, werden wir im folgenden kritisch würdigen.

Das Bündnis Freiheit statt Angst ruft zur heutigen Demo unter anderem mit folgendem Satz auf: „Dabei bewirkt die zunehmende elektronische Erfassung und Überwachung der gesamten Bevölkerung keinen verbesserten Schutz vor Kriminalität, kostet Millionen von Euro und gefährdet die Privatsphäre Unschuldiger.“
[ www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/125/116/lang,de/ ]

Zur ersten Behauptung des Satzes: Dass die zunehmende Erfassung keinen verbesserten Schutz vor Kriminalität bietet, halten wir für ein sehr schwaches Argument. Soll das bedeuten, dass wenn die zunehmende Erfassung einen größeren Schutz vor Kriminalität böte, dann hätte man auch kein Problem mit der zunehmenden Überwachung? Die Frage nach dem geeigneten Schutz vor Kriminalität stellt sich uns nicht und wir wollen auch nicht am wechselseitigen Zitieren irgendwelcher wissenschaftlicher Untersuchungen teilnehmen, die jeweils entgegengesetztes behaupten. Die Befürworter der Überwachung winken mit Zahlen, die Gegner winken mit anderen Zahlen zurück – unerquicklich.

Wieviel Populismus verträgt die Linke?

Das fragte sich auch Jürgen Elsässer auf einer Veranstaltung am gestrigen Montag in Berlin. Ich war glücklicherweise nicht, wer weiß, ob ich Elsässers Antwort „Soviel wie möglich“ und sein Rezept „Rückbesinnung auf Patriotismus/Nationalismus“, „positive Wiederbesetzung der ,nationalen Frage´“ still hätte ertragen können. Dieser Mann entfernt sich in Riesenschritten von allen linken, revolutionären Positionen. Falls stimmt, was im unsäglich beschissenen, weil sich nicht klar gegen Elsässer positionierenden Artikel steht, nämlich das Elsässer gegen das Finanzkapital argumentiert, weil dieses die Arbeitskraft nicht ausbeute, sondern von Spekulationen profitiert, dann verliert der Kerl noch mehr in meinem Ansehen. Die DKP-nahe „Marx-Engels-Stiftung“ hatte mir der thematischen Ausrichtung der Vorträge und ihrer Einladung zur Konferenz „Die Linke und die Nation“ die Richtung eigentlich schon klar vorgegeben. Ich zitiere aus dem Artikel:

»Das gebrochene oder ungeklärte Verhältnis zur eigenen Nation« sei eine »wichtige Ursache für die Schwäche der Linkskräfte in unserem Lande«, so die Einladung für die Konferenz »Die Linke und die Nation«, die im ND-Gebäude am Franz-Mehring-Platz stattfand.

Na dann ist ja alles klar. Wenn genügend dumpf, reaktionär und populistisch dahergefaselt wird, wird das schon was werden mit dem „Kommunismus“ der DKP. Anstatt linke Antworten zu finden, die Rechten übernehmen.

Wen interessiert, was ich von Staat und Nation halte und ob ich auch an „progressive Staaten“ im Sinne Elsässers glaube, der kann in der Linkliste „Was ist Nationalismus?“ anklicken. Der Text wurde mir von MPunkt empfohlen und ich finde den sehr gut.

Wieviel Populismus verträgt die Linke? Gar keinen.

Pretty peinlich

Irgendwo zwischen dem Charme von stalinistischem Liedgut, Wissenssendungen für Kinder (mit entsprechenden Liedern) und nem DKP-Wochenendseminar.
Kulla und Egotronic haben ein Lied über den Tausch gemacht. Ebenso folgerichtig, wie kreativ heißt es denn auch „Der Tausch“. Warum hat es sowas noch nie gegeben? Warum ist da nie jemand drauf gekommen? Vielleicht weil solche Lieder komplett überflüssig sind, niemanden erreichen und auch nur eine verkürzte Darstellung der Problematik sein können? Weil sowas dann immer an den Klassenstreber erinnert, der immer einen auf ganz cool macht, dann aber doch nur Blödsinn labert?

Es hört sich auch noch Scheiße an.