Archiv der Kategorie 'Handgemenge'

Wiesn Free Youth.

Wo man in der ehemaligen Hauptstadt der DDR zwischen einigen zehntausend Schlachtenbummlern und Touristen, hunderten Nazis, Fußballidioten und Deutschen zumindest bis zum Einbruch der Dunkelheit ungestört und bei unterirdischer, mit elektronischen Beats unterlegter Festzelt-Musik ruhig Bierspezialitäten aus aller Welt zu sich nehmen und später noch auf ein paar verirrte und kaum noch kampffähige Exemplare deutschen Stolzes vor den nahen Hausprojekten hoffen kann, führen ähnliche Umstände in Bayern offenbar unverzüglich zum Rückschritt um einige Evolutionsstufen. Auch wenn du mit diesem niveaulosen Westdeutschlandhass nicht mitgehen kannst:

enjoy: http://www.muenchenkotzt.de/

Zwei Fundstücke: Dumme Veganer, kluge Anarch@s.

Die „Vegane Gesellschaft“, die sich wahrscheinlich höchstens wünscht, ab und an mal von irgendjemandem irgendetwas abseits von „dürfen Veganer/innen Sperma schlucken?“1 gefragt zu werden, gibt auf ihrer Website Antwort darauf, weshalb sie denn „konsequent die Kleinschreibung verwendet“. Langweilig, man kennt doch die Antwort: Anti-Deutschland, blabla, praktischer ist es bisweilen auch, manche fühlen sich damit furchtbar kosmopolitisch.
Weit gefehlt. Diese komische Truppe schafft es tatsächlich, so ziemlich jedes halbwegs vernünftige Argument gegen (nationalistischen) Rechtschreibfimmel in sein dummes Gegenteil zu verkehren. Bequemlichkeit ist böse, „groß- und kleinbuchstaben gehören eigentlich nicht zusammen, sie sind künstlich zusammengefügt worden“ – dagegen ist die Tatsache, dass die Buchstabenfolge „B“, „A“, „U“, „M“ eines dieser komischen Holzdinger bezeichnet oder die Bauart und Funktion der Computer und Server dieser Assoziation wahrscheinlich ein Ausbund an Natürlichkeit. Wofür das überhaupt ein Argument sein soll, dass etwas „natürlich“ und nicht „künstlich“ ist… Ich bin auf jeden Fall dafür, dass besagte Gesellschaft ihre Argumente zur Groß- und Kleinschreibung nur noch vermittels ihrer Sprachorgane verbreiten darf. Auch die anderen Gründe für die Kleinschreibung können sich sehen lassen. Schaut selbst!

Da sind die Anarchos, welche die Universität Zürich recht großflächig mit Sinnsprüchen verschönert haben, viel mehr nach meinem Geschmack. Mein Lieblingsspruch ist ohne Frage:

GÄBE ES FOUCAULT, DELEUZE, GUATTARI UND LOYTARD NOCH, MÜSSTE MAN SIE TÖTEN2.

Klar, dass die Urheber nicht aus Deutschland stammen, wo man besonders, aber nicht nur in der Studentenschaft, sondern auch in der „radikalen Linken“ den ehrlichen, geschweige denn begründeten, Hass auf die Institutionen und Ideologen dieser Gesellschaft vergeblich sucht.

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  2. Bildquelle, weitere Fotos und Parolen hier. [zurück]

Hauste rein, 2010.

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Und so.


Antifa heißt Arschfick.

Was zumutbar ist

Die Maximierung der Kritik weiß in Hamburg neue Erfolge zu verbuchen: In bisher ungekannter kritischer Prägnanz ist es Mitgliedern des »Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten« in der Nacht zum Montag, den 3. Mai 2010 gelungen, die notwendige Durcheinandersetzung mit linkem Antisemitismus durch einen gezielten Flaschenwurf auf das »Zentrum B5« einen Schritt weiter zu treiben.

»Die wahre Flaschenpost« (Adorno) gegen antiimperialistische Regression wurde der »Trutzburg gegen die Zumutungen der kritischen Selbstreflexion«, meisterhaft und selbstreflektiert während der dort stattfindenden Kinovorstellung einer Frauengruppe durch die Fensterscheibe zugestellt. (mehr…)

Sie werden immer verrückter, Pt. 2.


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20 Jahre 1. Mai: Was war noch der Sinn dabei?

…so ließe sich die Sprüchekiste ergänzen, „100 Jahre DGB tun dem Kapital nicht weh!“ und „20 Jahre Antifa: Deutschland ist noch immer da!“ gibts ja schon…

Der ehemalige internationale Kampftag der Arbeiterklasse ist mittlerweile vollständig polit-folkloristisches Spektakel, Teile der linken Szene haben als „AG Kiezkultur von unten“ mit dem ehemaligen Aufstandsbekämpfungsprogramm Myfest ihren Frieden gemacht und bieten eine von vielen Bühnen auf der Amüsiermeile an. Leider verfehlen sie in autistischer Manier das Thema: „Beats against fascism“ bzw. „Barrio Antifascista“ ist das Motto. Ich hoffe, die Kreuzberger Kameradschaften nehmen sich das zu Herzen. Wenigstens ein Tag im Jahr, den man als erkennbarer Linker, Migrant, Schwuler oder anderer Mensch, der nicht in das streichholzschachtelgroße Weltbild der Nazis passt, relaxt am dem Kottbusser Tor verbringen kann!
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Mortal Kombat.

Choose your destiny! http://wenhool.mybrute.com Fight Wendy!

Besser spät als nie.

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via, achkeineahnung