Linke

Junge Linke: „Kein Bock auf blauen Dunst = Nationalismus“.

Nichtraucher – ein Beispiel für Gesundheit als Stahlbad
Wer dem Staat bei seiner Argumentation gegen die Schlechtigkeit des Tabakrauchs folgt und dessen Beschränkung Sympathie zollt, der hat schon mindestens zwei Fehler gemacht.

Was hat das mit Stahlbad zu tun, wenn man keinen Bock darauf hat, sich die Lunge mit giftigem Qualm vollzuhauen bzw. von ziemlich rücksichtslosen bürgerlichen Individuen vollhauen zu lassen? Wenn man also ganz materialistisch seinen ureigenen Interessen nachgeht? Wer irgendeinen Spaß daran findet, sich so (sinnlos) den Körper zu ruinieren gerne, aber doch bitte nicht auf meine Kosten.
Weil es nationalistische Nicht-Raucher gibt, die staatliche Verbote befürworten, sind gleich alle Nicht-Raucher Nationalisten? Und wenn in staatlichem Auftrag wissenschaftliche Studien beweisen, dass rauchen sehr schädlich für die Gesundheit ist, ist das wahrscheinlich auch noch nationalistisch? Dummen Junge Linke!

Wenn machno und Butch Johnny für die Linke stehen, möchte ich kein Linker mehr sein…

Um neben Interviews, Aussagen und Statistiken weitere Daten zu erhalten, werteten die Wissenschaftler der FU Berlin für ihre Studie zur Gewalt am Kampftag der Arbeiterklasse linke Blogs aus. Da ich mich natürlich für die Materie interessiere, habe ich gleich nachgeschaut, welche Blogs ausgegraben wurden. Trauriges Ergebnis: Von 9 konsultierten Beiträgen „explizit linker Blogs“ standen 4 auf dem Deppen-Blog „Analyse, Kritik und Aktion“.

Zur Studie selbst:

Plutonia Plarre von der taz schreibt dazu: „Im Umkehrschluss heißt das: ohne Bullen kein Krawall – eine Parole, die auf keiner linken Demo fehlen darf.“ Im taz Artikel werden dann Statements von verschieden PolitikerInnen aufgeführt, die einen fordern ein komplett polizeifreies Kreuzberg am 1. Mai, während die CDU dann erst recht Chaos befürchtet, wenn die Polizei nicht mehr präsent sei.

Wage ich zu bezweifeln, aber weniger Krawall könnte es dann schon geben. Einerseits scheinheilig und andererseits kreuzbürgerlich, die eigene Gewalt, deren Rechtfertigung nur darin liegen kann, ob die Zwecke, die man mit ihr durchsetzen will, auch durchgesetzt werden können, mit Notwehr und „die anderen haben angefangen/provoziert!“.

„Meine Versöhnung mit Deutschland“

gedenkveranstaltung, bundesratsbank gut gefuellt, am existenzrecht israel darf es kein zweifel geben – jawohl! #bt

Verbloggt: Alliance for Workers‘ Liberty zur AAB.

Antifaschistische Aktion Berlin – Anti-fascist Action Berlin. Very much a part of the „left-wing scene“ where style wins over substance every time. The fashion student’s favourite revolutionary organisation, post-this, post-that, post-the other, the AAB is best known for organising apolitical demonstrations with sound-systems to block out political content, such as the „Revolutionary 1st May“ in Berlin, which is little more than an excuse for a riot. The AAB sell a wide range of merchandise, including hooded tops, masks, and „riot“ or „antifa“ t-shirts, available in „boy“ or „girlie“ cuts. The AAB (mis)uses the logo of the original Anti-Fascist Action set up by the German Communist Party in the early 1930s. This time however, class plays no role in the AAB.

.via nada Könnte man genausogut zur heutigen ALB oder auch zur ARAB schreiben.

Eigentlich wollte ich es ja erst im obligatorischen Jahresendpost oder im Beitrag zu meiner ersten (Antifa-)Demo (´92!) fragen, aber da ich nicht was, ob die sich durch meine Ferienfaulheit ans Licht der Welt graben können: Was geht eigentlich an Silvester? Und bitte kommt mir nicht mit der K9-Party und auch nicht mit dieser Demo.

P.S.: wtf?!

Im Land der verwirrenden Lüge.

Gerade lese ich mit großem Interesse Ante Ciligas Buch „Im Land der verwirrenden Lüge“, welche seine Sicht des Verlaufs der bolschewistischen Revolution, genauer: Des Fortgangs der Entwicklung der sowjetischen Gesellschaft, aus der Sicht eines klugen, kritischen und radikalen Parteimitgliedes der jugoslawischen Kommunistischen Partei beschreibt.
Ciliga hatte vor Russland in seiner Heimat, später in Westeuropa in der Partei gearbeitet, war zuvor Mitglied in Jugend- und Studentenverbänden gewesen. Nach Moskau geht er, um die Revolution zu studieren und an ihr aktiven Anteil zu nehmen. Seine anfängliche Euphorie wandelt sich jedoch den Umständen entsprechend schnell in Ernüchterung. In seinen Moskauer und Leningrader Jahren hat er Einblick in das politische Leben, an dem er als Mitglied der KomIntern, linker Oppositioneller und später als Trotzki-Sympathisant teilnimmt, und das private Leben Sowjetrusslands. Vor allem verschließt er seine Augen nicht vor dem sich fortsetzenden Elend der Arbeiterklasse, welches mit ihrer fortgesetzten politischen Machtlosigkeit einhergeht und gibt sich nicht der Arbeiterverachtung der Funktionäre und Bürokraten hin, welche den russischen Arbeiter von vornherein für lernunfähig, wankelmütig und der Führung bedürftig halten. Die proletarischen Massen kommen als Statist oder Instrument der Streitigkeiten des Zentralkomitees der Partei vor, ihr Rücken trägt die Industrialisierung. Von offener Diskussion und Kritik in den Fabriken, Schulungen, Kursen und Parteigliederungen kann schon zu Beginn des Buches (1926) kaum noch die Rede sein. Im Jahr 1928 beschließt Ciliga Kontakt mit der illegal arbeitenden „trotzkistischen“ Opposition aufzunehmen, was in Gefahr brachte:

Unter diesen Umständen bedeutete eine Fühlungnahme mit der Opposition das Risiko, ins Gefängnis oder Exil zu kommen. Im Lande der Sowjets verhaftet und eingekerkert zu werden, was für eine seltsame Aussicht für einen Revolutionär! Man hatte uns ausdrücklich gesagt, in sowjetischen Gefängnissen befänden sich nur Gegenrevolutionäre; in diesem Lande eingesperrt zu sein, darin sahen wir alle eine verdiente Strafe. Es hatte ein- bis -zweijähriger Beobachtungen und Überlegungen bedurft, um mit dem Gedanken vertraut zu werden, daß in diesem Lande das Gefängnis für einen Revolutionär keine Schande war, daß es zu riskieren sogar zur Pflicht werden konnte. Aber mit wie vielen Leiden, mit wie vielen verlorenen Illusionen war der Weg bis zu dieser Erkenntnis gepflastert!
Der Traum war herrlich gewesen und um so bitterer nun das Erwachen.

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Gute Freunde kann niemand trennen: Diskussionsveranstaltung von TOP Berlin, Leipziger Antifa und INEX zu „antinationaler Kritik“.

Da in meiner Kommentarspalte dafür Werbung gemacht wurde und ich diese Veranstaltung nicht völlig uninteressant finde, weise ich hiermit nochmal gesondert auf die Disku-VA dieser illustren Runde hin. Thema ist in bestem Antifa-ist-sexy-Englisch „Why we´re still not lovin` Germany!“. Das Ganze steht in Zusammenhang mit einer Demonstration gegen Deutschland und so, die in Leipzig stattfinden wird.

Wer sich jetzt fragt, wie TOP und Leipziger Antifas darauf kommen, einem etwas von antinationaler Kritik zu erzählen, steht genauso ratlos da wie ich und sollte vielleicht einfach am 17.09.09, 20h im Monarch1 in Kreuzberg 36 aufschlagen, um dort mitzudiskutieren. Das ist dann hoffentlich gewinnbringender als das wirre Gequatsche der Referenten – der Ankündigungstext ist durchaus als Drohung zu verstehen. (mehr…)

Tagesseminar der Jungen Linken gegen Kapital und Nation zur Kritik der Freiheit und ihrer linken Apologeten.

Das „…ums Ganze!“-Bündnis hat eine Broschüre zur Kritik der bürgerlichen Herrschaft herausgegeben und eine Kritik der „falschen“ Freiheit versprochen. Diese Kritik ist widersprüchlich: Mal wird gesagt, dass staatlich garantierte Freiheit deshalb schlecht sei, weil sie den Zwängen der kapitalistischen Verwertung unterliege. Durch die Zwänge, die von außen aus der Ökonomie an die staatliche Freiheit herangetragen werden, wird letztere zu einer schlechten Sache. An anderer Stelle hingegen wird gesagt, dass die staatliche Freiheit die Konkurrenz und die Kapitalverwertung mit ins Werk setzt. Dort ist dann Freiheit der Grund der ökonomischen Zwänge und nicht etwas den Zwängen äußerliches.
Auf dem Tagesseminar wollen wir gerne den Widerspruch nach einer Seite auflösen und begründen, wie die bürgerliche Freiheit die kapitalistische Konkurrenz in Gang setzt. Weiter wollen wir fragen, was denn mit einer „positiven“ „richtigen“ Freiheit gemeint sein soll, Uneindeutigkeiten klären und dabei durchaus selbstkritisch mit einigen Passagen aus dem Textarchiv von jungelinke arbeiten. Auch wenn das kompliziert klingt, Vorwissen ist nicht notwendig.

Das Ganze findet am 28. November 2009 in Berlin statt, die Junge Linke bittet um Anmeldung und will euch kein Geld dafür abnehmen. Ich hoffe, es finden auch „…umsGanze!“-Vertreter ihren Weg dorthin oder der Diskussionsstand der Jungen Linken wird anderweitig kommuniziert. Einzelne Personen hatten sich bekanntermaßen ja geäußert, dass man, anders als noch in der Broschüre selbst verlautbart, unterhalb der Gruppenebene nicht über die Inhalte des Heftchens diskutieren will.

Marg bar „Jungle World“! Zum dummen Text der Antifa Frankfurt.

Einleitend kann man sich eigentlich fragen, warum ausgerechnet mit der Antifa Frankfurt (am Main), deren Protagonisten ja schließlich zu den Leuten gehören, die der „Internationalen Solidarität“ und deren Befürwortern mit den teilweise sogar richtigen Argumenten den Garaus gemacht haben – und in der Folgezeit die „Internationale Solidarität“ zur internationalen Solidarität mit Nationen pervertiert haben – nun wieder genau die alte Linie einfordern: Irgendwo regt sich eine Bewegung, man vermutet, erhofft sich in ihr das ultimative revolutionäre Subjekt und ruft unkritisch zur Solidarität auf.
Der ganze Clou besteht wohl daraus, dass sich die heutigen linken (?) Protagonisten größtenteils genauso wie der gesellschaftliche Mainstream und die (extreme) Rechte als Kultur-Kämpfer verstehen. Die Vorstellung, es kämpften mehrere organizistisch und als relativ homogen vorgestellte Kulturkreise gegeneinander, ist schon großer Blödsinn. Dem Westen dann noch die Rolle des Vorkämpfers allen Gutens und den Anderen die der rückständigen Barbaren, die sich entweder an den fortschrittlichen Westen anzupassen oder unterzugehen hätten, ist rassistisch. Die positiven Bezugspunkte, die dem westlichen Bürger zur Hand gereicht werden, entpuppen sich darüber hinaus auch noch als die Kernpunkte bürgerlicher Ideologie und Staatlichkeit: Freiheit, Gleichheit, Menschenrecht, Demokratie, politische (rechtsstaatliche) Emanzipation des Menschen. Nun braucht man sich eigentlich nicht zu wundern, warum Antideutsche soetwas gut finden. (mehr…)

Re-Writing a Jungle World Article.

Nach dem rassistischen Mord an einer israelische Frau in einem Dresdener Gerichtssaal ist von wachsendem Antisemitismus die Rede. Das nützt vor allem den reaktionären Vertretern des Judentums.

Kommentar von Thomas von der Osten-Sacken

Dieser Tage beantwortet sich die häufig gestellte Frage, was denn der Unterschied zwischen Antisemitismus und Rassismus sei, selbst: Wird ein vermeintlicher Ausländer in Deutschland von Nazis oder anderen Rassisten ermordet, so stehen jene, die um ihn trauern und gegen die Mörder demonstrieren, alleine da. Ist dagegen »Antisemitismus« im Spiel, wird die Tat im wahrsten Sinne des Wortes zur Chefsache. Dann nämlich nehmen sich ihrer so illustre Gestalten wie der israelische Präsident Shimon Peres, israelische Ministerpräsident Netanjahu, und Charlotte Knobloch von Zentralrat der Juden; also Leute, denen die Tat kein Wort wert gewesen wäre, handelte es sich bei dem Opfer nicht um eine Kippa tragende Jüdin. […]

via communism Ich empfehle auch „Chucks“ Kommentar zum Thema. Die „Jungle World“ demontiert sich als linke Zeitung immer mehr selbst. Das wäre zumindest zu hoffen. Furchtbar wäre es, wenn der rassistische und sonstwie reaktionäre Müll, der in diesem Schandblatt verbreitet wird, auf größere Zustimmung in der Linken stoßen würde, somit als „links“ im deutschen Kontext zu bezeichnen wäre.

Danke Autonome! Pt. 2

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