Meldungen

Samstag.

Eine Feststellung, über die früher große Einigkeit herrschte.

Blog-Geburtstag ist, wenn ich das sage.

Deutschland verrecke, F-Hain

„Dogmatisch“, „sektiererisch“, „falsche Theorie-Schwerpunkte“ – stalinistisch-bolschewistische Gruppe »Roter Oktober« löste sich aufgrund vernünftiger Selbst-Kritik auf.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die Gruppe »Roter Oktober« fiel mir immer durch ihre Nähe zum Marxismus-Leninismus und Stalinismus auf. Dass gerade Menschen aus dieser Ecke Einsicht beweisen und daraus auch Konsequenzen ziehen, ist für mich schon ein wenig überraschend. Vielleicht diskutiere ich jedoch auch einfach im realen Leben und virtuell zuviel mit herumlavierenden Möchtegern-Kommunisten wie diesen hier. Die kuriose Link-Zusammenstellung (ARAB und GegenStandpunkt gehighlighted) ist mir übrigens nie aufgefallen.

Die, wahrscheinlich schon etwas ältere, Auflösungserklärung: (mehr…)

Oft gelacht, am Ende schwer geschluckt – Tommy Wosch hört bei „Fritz“ auf.

Pro-Wosch-DemoRadio Fritz, das ist ein Jugend-Radio-Sender, der aus den gleichen Gründen genauso konsensfähig wie enervierend ist wie die Band „Die Ärzte“. Es ist wohl einem historischen Zufall zu verdanken, dass die Programmgestaltung teilweise von sehr interessanten Leuten gemacht wurde. Einer von ihnen ist Jürgen Kuttner, der mir zwar mit seiner äußerst speziellen Art irgendwann auf den Sack ging, bis dahin jedoch witziges, anarchisches Radio gemacht hat, DDR-Propaganda-Lieder gespielt hat und sogar mal mit der Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik zusammengearbeitet hat.
Vor vielen anderen Moderatoren, zum Beispiel Holger Klein, die eine zeitlang dafür sorgten, dass wir nicht verstrahlt, sondern wegen dem Hören des „Blue Moons“ übermüdet auf dem Schulhof standen, war sicherlich Tommy Wosch der Lustigste. Er – und nicht zu vergessen: Sein Co-Moderator Michi Balzer – versendete anbetungswürdigen groben Unfug, war ebenso, aber auch erträglicher, anarchisch wie Kuttner, machte einem den damals schon tristen Alltag etwas erträglicher und prägte meinen Humor und den meiner Freunde und machte großen Eindruck auf uns. (mehr…)

Israel hatte noch nie Probleme mit der Apartheid…

Der ehemalige südafrikanische Verteidigungsminister Pieter Willem Botha hat demnach seinen israelischen Amtskollegen Schimon Peres um „Jericho“-Raketen und passende Sprengköpfe gebeten. Peres, heute Staatspräsident Israels, bot sie laut den Dokumenten „in drei Größen“ an – damit sollen konventionelle, chemische und nukleare Sprengköpfe gemeint sein. Unter einem der Briefe aus dem Jahr 1975 ist die Unterschrift Peres‘ zu sehen. Er gilt auch als Vater des israelischen Atomprogramms.

Dass Israel und Südafrika auf dem Gebiet der Atomforschung kooperiert haben, gilt bereits seit Jahren als weitgehend gesichert. So wurde etwa im April 1997 ein Memorandum des US-Auslandsgeheimdiensts CIA veröffentlicht. Der Titel des 1983 verfassten Papiers: „Neue Informationen über Südafrikas Atomprogramm und die afrikanisch-israelische militärische und nukleare Zusammenarbeit“.

Auch andere Quellen berichteten von der Hilfe Israels für das rassistische Apartheid-Regime – etwa beim Bau des Forschungsreaktors Pelindaba, der Konstruktion von Trägersystemen nach Vorbild der „Jericho“-Raketen und der Entwicklung von Atomsprengköpfen. Dass Israel aber willens war, vollständige Gefechtsköpfe inklusive Trägersystem an Südafrika weiterzugeben, wäre eine neue Qualität.

Israel soll Apartheid-Regime Atombomben angeboten haben.

The good, the bad and the ugly.

The good

The bad

The ugly

„Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen“, „Abendessen mit dem Kronzprinzen“, dann gehts weiter mit demokratischen Hochburgen, die der Dominanz religiöser Fundamentalisten in den Führungsebenen völlig unverdächtig sind: Saudi-Arabien, Bahrain und Katar. Menschenrechtsgejaule, wie es im Falle eines Besuches eines Staates mit ähnlich religiöser Staatsraison, aber wesentlich demokratischerem Aufbau, dem Iran, mit höchster Sicherheit zu erwarten wäre, stellt sich nicht ein. Man sollte dies der demokratischen Medien-Öffentlichkeit nicht als Nachlässigkeit ankreiden; vielmehr sind hier Kenner am Werk, die ganz genau wissen, das Menschenrechte im Miteinander der Staaten als Berufungstitel für die eigenen Vorhaben herhalten und daher nicht immer aus der Schublade geholt werden müssen. Die von Merkel bereisten Monarchien fügen sich zur Zeit ganz gut in ihre Rolle, Wirtschaftspartner zum Nutzen des Westen und verlässliche Partner in der turbulenten „Nahost“-Region zu sein. Das ist die Hauptsache, da braucht man auch nicht an Frauenunterdrückung herumzumäkeln, wenn ein waschechter Kronzprinz „unsere“ Kanzlerin zum Essen einlädt.
Wie immer wird man auch auf eine Antifa-Kampagne, (post-)antideutsche Boykottaufrufe und ähnliches Geplärre lange warten: Die üblichen Verdächtigen, die ebenfalls in der Benutzung von in der bürgerlichen Gesellschaft hoch angesehenen Berufungstiteln beschlagen sind, gucken mit einem gehörigen Desinteresse auf diesen Teil des Erdballs mit seinen verschleierten Frauen, enthaupteten Kriminellen und ermordeten Oppositionellen. Die zählen nicht viel, wenn sie zur Aufwertung der Interessen deutscher Linker nichts taugen: Um Israel und aufmüpfige Perser, die sich von Öl als Energielieferant unabhängig machen – und sich, auch wenn bisher wenig dafür spricht, vielleicht einen Waffen-Vorteil in der Staatenkonkurrenz verschaffen – wollen, geht es eben auch nicht. Dieser instrumentelle und heuchlerische Umgang mit Menschen, die unterdrückt, verprügelt und ermordet werden, mag einige anwidern. Das beredte Schweigen der 4. Gewalt und Teilen der Linken ist jedoch auch äußerst aufschlussreich.

RIP.

null

Wenn machno und Butch Johnny für die Linke stehen, möchte ich kein Linker mehr sein…

Um neben Interviews, Aussagen und Statistiken weitere Daten zu erhalten, werteten die Wissenschaftler der FU Berlin für ihre Studie zur Gewalt am Kampftag der Arbeiterklasse linke Blogs aus. Da ich mich natürlich für die Materie interessiere, habe ich gleich nachgeschaut, welche Blogs ausgegraben wurden. Trauriges Ergebnis: Von 9 konsultierten Beiträgen „explizit linker Blogs“ standen 4 auf dem Deppen-Blog „Analyse, Kritik und Aktion“.

Zur Studie selbst:

Plutonia Plarre von der taz schreibt dazu: „Im Umkehrschluss heißt das: ohne Bullen kein Krawall – eine Parole, die auf keiner linken Demo fehlen darf.“ Im taz Artikel werden dann Statements von verschieden PolitikerInnen aufgeführt, die einen fordern ein komplett polizeifreies Kreuzberg am 1. Mai, während die CDU dann erst recht Chaos befürchtet, wenn die Polizei nicht mehr präsent sei.

Wage ich zu bezweifeln, aber weniger Krawall könnte es dann schon geben. Einerseits scheinheilig und andererseits kreuzbürgerlich, die eigene Gewalt, deren Rechtfertigung nur darin liegen kann, ob die Zwecke, die man mit ihr durchsetzen will, auch durchgesetzt werden können, mit Notwehr und „die anderen haben angefangen/provoziert!“.

Verbloggt: Alliance for Workers‘ Liberty zur AAB.

Antifaschistische Aktion Berlin – Anti-fascist Action Berlin. Very much a part of the „left-wing scene“ where style wins over substance every time. The fashion student’s favourite revolutionary organisation, post-this, post-that, post-the other, the AAB is best known for organising apolitical demonstrations with sound-systems to block out political content, such as the „Revolutionary 1st May“ in Berlin, which is little more than an excuse for a riot. The AAB sell a wide range of merchandise, including hooded tops, masks, and „riot“ or „antifa“ t-shirts, available in „boy“ or „girlie“ cuts. The AAB (mis)uses the logo of the original Anti-Fascist Action set up by the German Communist Party in the early 1930s. This time however, class plays no role in the AAB.

.via nada Könnte man genausogut zur heutigen ALB oder auch zur ARAB schreiben.

Eigentlich wollte ich es ja erst im obligatorischen Jahresendpost oder im Beitrag zu meiner ersten (Antifa-)Demo (´92!) fragen, aber da ich nicht was, ob die sich durch meine Ferienfaulheit ans Licht der Welt graben können: Was geht eigentlich an Silvester? Und bitte kommt mir nicht mit der K9-Party und auch nicht mit dieser Demo.

P.S.: wtf?!