Archiv der Kategorie 'OC-Ostberlin'

Im „gesellschaftlich-unbewussten erkennbar“.

Zeigte sich der Antisemitismus im historischen Kontext des gesamten christlichen Abendlandes, seiner modernen Entwicklungen im 19. Jahrhundert bis hin zu Auschwitz als Ausdruck der Barbarei und dem Bruch einer gesamten Gesellschaftsform, macht er sich heute im Gesellschaftlich-Unbewussten erkennbar.

Von diesem Bruch (manche sagen auch Sündenfall) hat sich die abendländische Gesellschaft bekanntermaßen nie mehr vollständig erholt.

Hiermit sei Freunden der emanzipatorischen Esoterik und pathologisierender Antisemitismus-Verklärung („Eine Psychoanalyse des Antisemitismus begreift diesen als eine Folge der undurchschauten Psyche“) diese Veranstaltungsreihe der „Gruppe disparat“ und der Antifaschistischen Emanzipativen Gruppe Berlin empfohlen.

Immer diese Linken…

Solidarität!

Mir solls Recht sein, vielleicht leidet so wenigstens die „ernsthafte“ politische Arbeit einiger Leute ein wenig. Mit den Forderungen der Entführer kann man ja schon etwas anfangen (“ 6.Rasieren, waschen, neu einkleiden!“). Für Nicht-Berliner: Der Tretroller eines bekannten linken „Aktivisten“ ist abhanden gekommen und die Leute, die das Ding wohl haben, haben jetzt diesen Blog aufgemacht, um sich daraus noch einen Spaß zu machen oder so. Mal gucken, was draus wird.

Edit: Argumente zur Sache.

Verbloggt: Alliance for Workers‘ Liberty zur AAB.

Antifaschistische Aktion Berlin – Anti-fascist Action Berlin. Very much a part of the „left-wing scene“ where style wins over substance every time. The fashion student’s favourite revolutionary organisation, post-this, post-that, post-the other, the AAB is best known for organising apolitical demonstrations with sound-systems to block out political content, such as the „Revolutionary 1st May“ in Berlin, which is little more than an excuse for a riot. The AAB sell a wide range of merchandise, including hooded tops, masks, and „riot“ or „antifa“ t-shirts, available in „boy“ or „girlie“ cuts. The AAB (mis)uses the logo of the original Anti-Fascist Action set up by the German Communist Party in the early 1930s. This time however, class plays no role in the AAB.

.via nada Könnte man genausogut zur heutigen ALB oder auch zur ARAB schreiben.

Eigentlich wollte ich es ja erst im obligatorischen Jahresendpost oder im Beitrag zu meiner ersten (Antifa-)Demo (´92!) fragen, aber da ich nicht was, ob die sich durch meine Ferienfaulheit ans Licht der Welt graben können: Was geht eigentlich an Silvester? Und bitte kommt mir nicht mit der K9-Party und auch nicht mit dieser Demo.

P.S.: wtf?!

Postfaschismus.

Postfaschismus.
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Investoren gesucht.

Mir wird ja oft vorgeworfen, dass ich die deutsche Nazi-Szene unterschätzen würde. Blödsinn! Ich bin mir des Potentials und der Größe dieser Bande durchaus bewusst und auch die finanziellen Ressourcen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, sind durchaus bedenklich. Und um zu verhindern, dass diese Deppen ihr Geld in ausländischen Designer-Klamotten („Thor Steinar“), Nazi-Gold oder schwedischen Samenbanken anlegen, habe ich mit ein paar Freunden ein paar intelligente und vielversprechende Geschäftsideen auf den Markt gebracht. (mehr…)

Manche Dinge ändern sich nie…

Keine Ahnung, ob die Folge der Staffel von America´s Next Top Model, die ich gestern gesehen habe, schon längst wieder vorbei ist. Sie erinnerte mich jedoch daran, wie nah wir eigentlich schon dem Kommunismus sind. Eine technokratische, menschenverachtende und grausame kleine Expertenrunde trifft vorzügliche Urteile für das große Ganze, weist den Weg, wo jemand von ihm abkommt und übt Kritik in nervenzerreißenden „Einzelgesprächen“. Wer sich als unfähig erweist, dem großen Ziel zu dienen oder sich der Selbsterkenntnis verschließt, der wird kurzerhand aussortiert und abserviert, aus der kollektiven Erinnerung wird (hier besser: Sie) bald verschwunden sein. Das muss er sein, der Vorschein, den die kapitalistische Gesellschaft auf die zukünftige kommunistische gibt. : – )

Kim!

Für den Kommunismus, Viva Kim!

P.S.: Wenn Kim nicht gewinnt (oder nicht gewonnen hat), dann sollte selbstverständlich der gute, alte Weg gegangen werden: Troika bilden, Tyra Banks entmachen. Dann an die Wand stellen. Erinnerung tilgen. In gleicher Weise mit den ehemaligen „Verbündeten“ verfahren.

Apropos: cracked.com zum Thema.

Schnauze voll vom Volk.

Ich dokumentiere in Auszügen die Antwort der Redaktion des GegenStandpunkt auf einen Leserbrief in der aktuellen Ausgabe, dessen Autor „entschieden widersprechen [möchte], die westlichen Staaten als Demokratie zu bezeichnen“ (so die Überschrift). Der Brief selbst und die gesamte Antwort der Redaktion sind auf neoprenes Blog zu finden.

Weißt du überhaupt, was ein Volk ist? Du stellst dir darunter eine Masse kleiner Leute vor, die in ihrem Leben nur ein bisschen Spaß haben und in Frieden ihre Kinder großziehen wollen. Mit dem real existierenden Volk hat das nichts zu tun. Das Volk ist ein Ensemble von wüsten Gegensätzen, die von seiner rechtmäßigen, rechts- und sozialstaatlichen Obrigkeit straff durchorganisiert werden. Widersprüchlich sind nicht nur die Interessen von Eigentümern und Nichteigentümern, Käufern und Verkäufern, Arbeitern und Unternehmern. Widerstreitend sind die Interessen der Volksgenossen auch da, wo sie das Gleiche wollen, also nach marktwirtschaftlicher Logik Konkurrenten sind. Selbst die unschuldigsten natürlichen Unterschiede von jung und alt, gesund und krank verwandeln sich unter sozialstaatlicher Regie in entgegengesetzte Positionen, die sich mit erbitterter Missgunst bedenken. Alle Konflikte sind penibel geregelt: Eine gewaltige Gesetzgebungsmaschinerie kümmert sich um um nichts anderes als darum, die eingerichteten Gegensätze zwischen den Volksteilen haltbar und für den Fortschritt der Nation fruchtbar zu machen. Jedes erlaubte Mittel zu ihrer sozialverträglichen Austragung ist in seiner Eigenart und Reichweite definiert; alle schönen und weniger schönen Konsequenzen der Interessenkollisionen werden bedacht, sind bereits vorweggenommen und gesetzlich geregelt oder werden nachsorgend betreut.
Diese Aufsicht über die Konkurrenz ist die Dienstleistung des Staates, nach der die Konkurrenten als ihrem unverzichtbaren Lebensmittel verlangen. Der gemeinsame Wille zur Unterordnung unter die staatliche Herrschaft stiftet überhaupt erst die Gemeinsamkeit, die eine Bevölkerung zu einem Volk werden lässt: Zu einem politischen Kollektiv von Konkurrenten, die ihre Gegensätze um die paradoxe Bereitschaft ergänzen, von diesen Gegensätzen abzusehen, weil sie deren staatlich organisierten Fortgang als ihre elementare Existenzbedingung nehmen. Als geordnete Masse ist das Volk Produkt, Basis und Werkzeug der staatlichen Herrschaft und hat keinen anderen Willen als den zur Unterordnung unter die staatliche Gewalt. In Ausübung dieses Willens bestellt das Volk deren Agenten in demokratischen Wahlen und fordert dafür in aller Untertänigkeit, dass dieser gute Wille mit gutem Regieren belohnt werden möge.
Und diser ungemütliche Haufen – das Volk – übt Dir in der Demokratie zu wenig Macht aus? Wir jedenfalls haben von ihm und seinem demokratisch-konstruktiven Zusammenwirken mit seiner Herrschaft schon ziemlich lang die Schnauze voll.

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Gute Freunde kann niemand trennen: Diskussionsveranstaltung von TOP Berlin, Leipziger Antifa und INEX zu „antinationaler Kritik“.

Da in meiner Kommentarspalte dafür Werbung gemacht wurde und ich diese Veranstaltung nicht völlig uninteressant finde, weise ich hiermit nochmal gesondert auf die Disku-VA dieser illustren Runde hin. Thema ist in bestem Antifa-ist-sexy-Englisch „Why we´re still not lovin` Germany!“. Das Ganze steht in Zusammenhang mit einer Demonstration gegen Deutschland und so, die in Leipzig stattfinden wird.

Wer sich jetzt fragt, wie TOP und Leipziger Antifas darauf kommen, einem etwas von antinationaler Kritik zu erzählen, steht genauso ratlos da wie ich und sollte vielleicht einfach am 17.09.09, 20h im Monarch1 in Kreuzberg 36 aufschlagen, um dort mitzudiskutieren. Das ist dann hoffentlich gewinnbringender als das wirre Gequatsche der Referenten – der Ankündigungstext ist durchaus als Drohung zu verstehen. (mehr…)

„zitty“, der Quell der Langeweile.

Ach zitty, man findet immer, wenn man dich aufschlägt und aufmerksam liest, Gründe dich zu kritisieren. Das allerdings hast du mit anderen Drucksachen aller Art gemeinsam. Aber die Piefigkeit, mit der du dich in deinem „Intro“ über die kreative Zerstörung von Wahlplakaten empörst, kommt an das Gebahren von Kaninchenzüchtern, ehrenamtlichen Graffiti-Entfernern und Kleingartenvereinspräsidenten heran. Dabei hat die Redaktion eines ebenso kreuzdemokratischen und ebenso schlechten Berliner Stadtmagazins doch viel sympathischere Worte dazu finden können:

Das Zerstören von Wahlplakaten ist ein begrüßenswerter Ausdruck von politischem Bewusstsein und hat in Berlin eine lange Tradition. (Oliver Gehrs in tip)

(mehr…)

So ist das halt.

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  1. Quelle vergessen, vielleicht finde ich sie morgen wieder. [zurück]