Archiv der Kategorie 'wenn es nur so einfach wäre'

Antifaschismus in Lübben.

Wenn Antifas in Lübben sich bewusst vom Nazi-Aufmarsch entfernen, sich eine Route geben lassen, die sie mit jedem Schritt weiter von ihren TraumpartnerInnen wegbringt, dann ist das anscheinend „seriös“1, „cool“ oder „sexy“…
Wenn Neonazis mit mehreren hundert TeilnehmerInnen (ein vielfaches der Antifa-Demo) aus der ganzen BRD einen Aufmarsch durchführen, ohne auch nur einmal wirklich gestört zu werden, dann „machen sie sich lächerlich“. Vielleicht hat sie aber auch die polizeiliche Repression blamiert, wer weiß. Ich merk´ mir diese Style-Kriterien auf jeden Fall für die nächster Antifa-Demo (in der Provinz).
Das ist das erste, was mir am unsäglichen Indymedia-Artikel der Antifa Lübben oder was auch immer auffiel.

Der ist ein Feuerwerk der Regression. Den Nazis wird unter anderem vorgeworfen, sie wären aggressiv, „verfassungsfeindlich“ und würden Polizeibeamte bedrohen. Unerhört. Auf der anderen Seite: Der Bürgermeister (Christlich-demokratische Union) lässt sich auf der Antifa-Demo blicken und ein paar stadtebekannte Bauern pardon… „Bürger“ auch.

Das nur mal so zwischendurch, Antifa Lübben lasst es bleiben. Oder geht zum Verfassungsschutz.

Hier noch das Lied zum Austauschjahr:

  1. „[…] beim Biene Maja Song sang sogar die Polizei mit […] “ [zurück]

Marx-Kenntnisse wie strangeboy, äh schildkroete.

Aufstände?!

Ohne Worte…1

  1. Und hässlich isses auch noch, der dahingeklatschte Spruch erst… Und die Antifas tragen blaue (!) Klamotten und keine Sonnenbrillen… Und warum zur Hölle stehen die neben dem Transpi?! [zurück]

Stellt euch vor… es ist Krieg!

Als vor kurzer Zeit ein Mitglied der Hisbollah-Miliz bzw. -Partei durch einen israelischen Autobombenanschlag getötet wurde – und natürlich wie immer die Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung äußerst gering war – da jubelten die „antideutschen“ Kriegsbeobachter_innen und gratulierten dem Mossad zu seinem Kriegserfolg. Das war natürlich weder „boshaft“, noch „barbarisch“, weder die unsanfte Ermordung des schiitischen Paramilitärs, noch die zähnebleckende Freude der aushilfszionistischen Jugend.
Schon erstaunlich, wie immer nur die heroischen Seiten des Krieges hervorgekehrt werden und sich über die unerfreulichen Sachen Schock und fassungslose Überraschung breitmachen… aber das ist keine Übung, die von unseren Blödianen erfunden wurde.
Nun ja: Die Hisbollah scheint ihren Mann gerächt1 zu haben, 9 Kinder und Jugendliche sind tot, es gibt zwischen einem und drei Dutzend Verletzte2.
Wer jubelt nun? Zumindest die Hamas hat den Anschlag angeblich „als natürliche Reaktion“ auf die blutige und brutale „Offensive“ Israels in Gaza bezeichnet.

So ist das eben, wenn Krieg ist. Es sterben Menschen auf beiden Seiten. Innerhalb eines Monats hat es also weit über 200 PalästinenserInnen erwischt, einen Fundamentalisten, 9 israelische Kinder und einen Attentäter.

Es ist Krieg, Leute. Kein Krieg um hohe Ideale oder gar für das Überleben möglichst vieler jüdischer Menschen (nach Definition des israelischen Staates und Selbstdefinition).
Macht, Einfluss, Territorium, wie immer. Die Vertreter, die die Leute, die seit Jahrzehnten mit den israelischen Staatszwecken in Konflikt geraten, sich ausgesucht haben, um (vermeintlich) ihre Interessen auszufechten sind natürlich auch um keinen Deut besser.

Keine Positionierung. Danke.

  1. Die Verantwortung für die Bluttat übernahm ein Kommando, in dessen Name auch der Name des getöten Milizionärs vorkommt. [zurück]
  2. Unappetlich, aber entlarvend: Vor dem Anschlagsort skandierte ein rassistischer Mob „Tötet die Araber!“. „Noch größere Shoah“? [zurück]

Dear Devohrah…

…du hast dich hart blamiert. Du bist auf den gerade aktuellen Pseudo-Hype-Zug aufgesprungen, um dann festzustellen, dass der noch garnicht richtig losgefahren ist und du außerdem auf dem falschen Gleis eingestiegen bist.
Und dann wirst du auch noch dafür kritisiert! Schluss! Lasst mich in Ruhe! Wachen! Wacheeen! Ne, so hast du das natürlich nicht gesagt, du hast in einem wunderbar geradebrechten Englisch und trotzdem total arrogant geschrieben, dass sich jemand wie ich, der ja so böse Antisemit_innen-Gruppen, wie die ARAB und die ALB in der Linkliste hat, garnicht zur Party K9-Crisis äußern darf. Damit war die Sache für dich erledigt. Doch für andere anscheinend nicht.
Die Kavallerie kam, in Gestalt von tenpounds, einem, leider (gerade?) inaktiven Blogger, den ich sehr schätze und der ganz offensichtlich auch um einiges besser Englisch spricht als du. Leider hast du seinen Kommentar gelöscht, egal, ich mache ihn hier nochmal der Allgemeinheit zugänglich, weil er einfach zu geil war!

dear devorah,

we, your humble english-speaking readers, deeply appreciate your attempt to write in a language that is not condemned eternally due to the crimes of those german-speaking NAZIS back there in the thirties and forties. BUT, as the sensitive person you are, you’ll have to admit: your english is shite. but well, what can we expect from a person who (who! not “how”!) claims for itself to be a “grown-up”, “antideutsch”-liberal, ergo: a right-wing idiot who hates children? nothing, i suppose. so i advise you to FUCK OFF AND DIE ’cause, ya know: wendy is much stronger than you. nothing more to say.

greetz,

tenpints of really good plain.

p.s.: “to be”. “being”. “maybe”. NOT “maybee” – a bee is a bee! summmmmmmmm, you know?

Nothing more to say.

P.S.: Interessantes bei waiting.

Küss mich, Genosse!

Wer sich jetzt heiße Geschichten aus dem Privatleben von Wendy erhofft, wird enttäuscht: Es geht um eine anscheinend superbe TV-Sendung, die ich gerade verpasst habe. Ich zitiere den Berliner Kurier:
„Jenny findet heraus, dass ihre spießige Mutter früher ein Hippie und ihr Vater ein ostdeutscher DJ war. Plötzlich (?, Wendy) macht sie einen Zeitsprung und findet sich am Tag vor ihrer Zeugung wieder, dem Tag des Länderspiels der BRD gegen die DDR 1974 (0:1! Wendy). Da verliebt sich Frank, ihr Vater, in sie – aber sie muss ihn mit ihrer Mutter verkuppeln, Alex, verkuppeln. – Unterhaltsamer Zeitsprung-Spaß

Hat das wer gesehen und kann etwas dazu beitragen? Das tolle Bild aus dem Kurier finde ich gerade nicht im Netz, werde es aber vielleicht nachreichen können.

Nun guck „Der Wald vor lauter Bäumen“ auf 3sat, der soll gut sein, Bildungsfernsehen, ist mir aber erstmal egal. Schließlich muss ich nur die Zeit bis 00:20 überbrücken, denn dann kommt „Viva Maria!“ auf ARD: (mehr…)

Und sowas nennt mensch wohl „Husarenstück“.

Jaja, Husarenstücke, die bring ich am laufenden Band, super Sache, das. Viel cooler sind/waren allerdings meine Homies, in Russland, die haben damals noch richtige Dinger gedreht, hohoho. Eine gute Gelegenheit die Kategorie „wenn es nur so einfach wäre“ einzuweihen.

[…] Um die Finanznot der Räte zu bekämpfen, kam es zu einer regelrechten »rotgardistischen Attacke gegen das Kapital«8, wie Lenin es formulierte. Der Kommandant der Roten Partisanenarmee im Süden, Wladimir A. Antonow-Owsejenko, ließ beispielsweise 15 reiche Bürger Charkows in einen Eisenbahnzug einsperren und drohte ihnen Deportation in die Donezbergwerke an, wenn sie nicht die von den Arbeitern als Weihnachtsgeld verlangte eine Million Rubel zahlten. […]“

Keepin‘ it real. Im sowjetischen Sinne.